Ivan Knezevic kommt etwas zu spät. Fotos: Stefan Dörfler.

Nach schwacher erster Hälfte: Altstadt verpatzt Heimauftakt

BAYREUTH. Die SpVgg Bayreuth hat auch das zweite Spiel der Saison verloren. Zum Heimauftakt gegen Garching spielte die Altstadt eine miserable erste Hälfte und lag bereits mit 0:3 zurück. In Überzahl liefen die Gastgeber nach der Pause an, trafen nach dem Elfmetertor von Makarenko im ersten Durchgang aber kein zweites Mal.

Altstadt pennt bei den Ecken

Nach dem 0:4 in Aschaffenburg wollten die Bayreuther im ersten Heimspiel der Saison natürlich eine Reaktion zeigen. Aber diese blieb zunächst aus, denn nach anfänglichem Abtasten übernahm der Gast aus Garching die Kontrolle. Goerg Ball scheiterte in der achten Minuten am Pfosten. Fünf Zeigerumdrehungen später gab es nach einem unnötigen Foul von Fenninger an Walter zu Recht Elfmeter für den Gast. Dennis Niebauer verwandelte sicher. Die Altstadt war geschockt, es ging in dieser Phase gar nichts. Und dann pennten die Gastgeber auch noch zweimal bei Standards: Weber köpfte bedrängt von Walter ins eigene Tor (20.) und Walter legte selbst in der 31. Minute nach und stellte auf 3:0.

Nun kam die Reaktion: Fenninger holte einen Elfmeter raus, den Makarenko versenkte (32.). Kurz darauf nahm SpVgg-Coach Timo Rost einen Doppelwechsel vor, Piller und Koussou kamen für Kracun und Weber – ein klares Zeichen des Trainers. Bis zur Pause passierte nichts mehr und die Bayreuther gingen nach enttäuschenden 45 Minuten mit einem 1:3 in die Kabine.

Altstadt gleich in Überzahl

Der zweite Durchgang hatte kaum begonnen, da durfte Zimmerschied schon duschen, er sah die Ampelkarte. Mit einem Mann mehr lief die Altstadt nun an, wirklich zwingend wurde es allerdings zunächst selten. Fenninger köpfte drüber (54.) und Pillers Schuss wurde geblockt (59.). Auf der Gegenseite blieb Garching immer durch Konter gefährlich. Aber im zweiten Durchgang war Bayreuth klar besser, glaubte zu jeder Zeit noch dran, etwas Zählbares zu Hause zu behalten. Fenninger vergab eine Großchance alleine vor dem Tor (72.), Piller scheiterte aus kurzer Distanz an VfR-Keeper Dachs (81.) und Marinkovic schloss frei aus 14 Metern zu zentral ab (82.). Spätestens als Knezevic kurz vor dem Ende im Strafraum nach einem Patzer der Gäste klar verzog (89.), war klar, dass an diesem Tag kein zweites Tor der Gastgeber fallen würde. Somit blieb es beim 1:3 und die Altstadt musste die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Weiter geht es bereits am Dienstag in Memmingen.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Weber, Eder, Golla – Kopp, Wolf, Kracun, Weimar – Makarenko – Fenninger, Knezevic.

ms

Zum Aufmacherbild: Ivan Knezevic kommt etwas zu spät. Fotos: Stefan Dörfler .

 


Ausschließlich „Peter“ am Spielfeldrand: Klaus-Peter Volke (zweiter von rechts) mit seinen Sportfotografenkollegen Peter Glaser, Peter Kolb und Peter Mularczyk (von links). Foto: red

Fotografenlegende sagt Servus

BAYREUTH. Er fotografierte unter anderem für die Frankenpost, die Bild-Zeitung und den Kicker bei den Spielen der SpVgg Bayreuth und später beim 1. FC Nürnberg, nach 50 Jahren beendete Klaus-Peter Volke jetzt kürzlich beim Testspiel der Altstadt gegen den „Club“ seine Laufbahn als Hobby-Sport-fotograf aus Gesundheits- und Altersgründen.

Seit 2007 fotografierte Klaus-Peter Volke für die Sonntagszeitung und inbayreuth.de im Hans-Walter-Wild-Stadion. Dabei war es seitens der Redaktion der Sonntagszeitung und von inbayreuth.de stets eine Freude, mit solch einem erfahrenen, akribisch-professionell arbeitenden Sportfotografen zusammen zuarbeiten. Auch wenn er künftig nicht mehr live im Bayreuther Stadion fotografiert, wird uns Klaus-Peter Volke doch weiterhin an seinen Archivschätzen und so manch interessanter Anekdote aus der Historie nicht nur der Altstadt teilhaben lassen. Der Redaktion der Sonntagszeitung bleibt nur, Klaus-Peter Volke ein dickes Danke für seine Arbeit zu sagen. Alles Gute für den „Fotografen-Ruhestand“!

rs


Die beiden Altstädter Neuzugänge Sascha Marinkovic und Kodjovi Koussou (rechts) im Trainingsduell. Links beobachtet Trainer Timo Rost. Foto: Peter Glaser

Fünf neue Spieler im Kader

BAYREUTH. Wer in diesem Sommer in der Regionalliga im Transferkarussell saß, dem dürfte ganz schön schwindelig geworden sein: Neben der üblichen Fluktuation bei den U23-Mannschaften tauschten auch etablierte Teams teilweise notgedrungen, wie das letztjährige Überraschungsteam aus Eichstätt, große Teile der Mannschaft aus.

Am aktivsten auf dem Transfermarkt waren dabei die Kaderplaner in Schweinfurt (13 Neue), vor allem aber bei Türkgücü München, die die Aufstiegsmannschaft fast komplett tauschten und gleich 21 neue Spieler holten. Ob das gut geht?

Bei der Altstadt sah man keine große Not. Warum auch? Die Mannschaft hatte sich im Verlauf der vergangenen Saison gefunden, konstant ihre Leistungen abgerufen. Nun wurde das Team bei vier Abgängen mit fünf neuen Spielern im Regionalliga-Kader punktuell verstärkt.

Neben den beiden Talenten Nils Schätzle (19, vom 1. FC Kaiserslautern II) und Tim Sulmer (22, VfR Garching), die beide in Bayreuth ihren nächsten Schritt machen wollen, wurden dabei drei etablierte Spieler verpflichtet, die Erfahrung ins Team bringen.

 

 

Philip Messingschlager (26) gehörte in den vergangenen Jahren zum Stammpersonal bei Liga-Konkurrent FC Schweinfurt 05, wo er auf dem rechten Flügel offensiv wie defensiv spielte.

Mit Kodjovi Koussou, in den letzten Jahren beim TSV 1860 München aktiv, holten sich die Verantwortlichen enorm viel Flexibilität ins Team, denn der 27-Jährige kann sowohl auf dem Flügel als auch zentral eingesetzt werden und dort
offensive wie defensive Aufgaben übernehmen.

Und wenige Tage vor Saisonbeginn konnte mit Sascha Marinkovic auch endlich der lange gesuchte Stürmer unter Vertrag genommen werden. Der 26-Jährige stellte seine Qualität unter anderem in Burghausen und Rosenheim unter Beweis, in diesem Sommer hätten ihn fast die Münchner Löwen geholt.

red


Rost, Bayreut, Altstadt, Fußball, Regionalliga

Nichts mit Abstieg zu tun haben

BAYREUTH. Voller Euphorie geht es bei der SpVgg Bayreuth in die neue Saison. Die Vorbereitung lief gut, es gab Highlights wie das 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Trainer Timo Rost verrät im Interview, welche Ziele das Team hat, wie wichtig der neue Trainingsplatz ist und wen er in der Liga ganz oben sieht.

BTSZ: Wie lief die Vorbereitung?
Timo Rost: Sehr ordentlich. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben in der Sommerpause gemacht und gut gearbeitet. Dadurch konnten wir in der kurzen Vorbereitungszeit viel im taktischen Bereich und mit dem Ball machen. Von Anfang an haben die Jungs super mitgezogen.

BTSZ: Sie haben fast alle Testspiele gewonnen, das Highlight war dabei der 2:1-Sieg gegen den Club.
Timo Rost: Egal ob Vorbereitung oder Punktspiel, wir wollen jede Partie gewinnen. Trotzdem ist es in der Vorbereitung natürlich so, dass die Abläufe und der Spielstil noch etwas wichtiger sind als das Ergebnis. Was das anbelangt, habe ich viel Gutes gesehen, aber auch das eine oder andere, was wir noch verbessern müssen. Da sind wir dran.

BTSZ: Durch die Kooperation mit dem Post-SV Bayreuth gibt es nun verbesserte Trainingsbedingungen. Wie wichtig war dieser Schritt?
Timo Rost: Die Infrastruktur ist enorm wichtig für einen Regionalligisten, der Woche für Woche gegen Mannschaften spielen muss, die unheimlich gute Bedingungen haben. Für uns war es zwingend notwendig, dass wir einen eigenen Trainingsplatz sowie eine Kabine haben. Das haben wir durch die Kooperation mit dem Post-SV geschafft. Hier ist Wolfgang Gruber hervorheben, der zusammen mit Mathias Fleischmann alles probiert hat, um diesen für das Mithalten in der Regionalliga Bayern dringend notwendigen Schritt zu erreichen.

 

 

BTSZ: Können dadurch vielleicht auch die Ziele etwas offensiver formuliert werden?
Timo Rost: Unsere Ziele sind klar definiert, wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln, besser werden und wollen fleißig und hart arbeiten, das werden wir tun. Dazu wollen wir vom Start weg punkten, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Wer sind wir, dass wir als Abstiegskandidat Nummer eins von Anfang vergangener Saison nun sagen, wir wollen aufsteigen? Da müssen wir realistisch bleiben und das gibt unser Budget auch nicht her. Wenn ich sehe, was andere Vereine für ein Budget haben und welche Spieler sie einkaufen, liegt da schon noch etwas dazwischen. Da müssen wir klar im Kopf sein.

BTSZ: Seit der vergangenen Saison und dem Aufschwung nach dem schlechten Start herrscht eine große Euphorie. Nehmen Sie das auch so wahr?
Timo Rost: Du merkst bei den Fans, den Spielern und im Verein eine positive Stimmung. Das ist auch enorm wichtig. Unsere Fans sollen träumen, immer vom Maximum. Ich glaube schon, dass sie das auch alles gut einschätzen können. Die Ergebnisse aus der vergangenen Spielzeit waren eine Gemeinschaftsproduktion von Mannschaft und Fans.
Wir sind aus einer schier aussichtslosen Lage herausgekommen, da hat natürlich auch die große Unterstützung der Fans zu Hause und auswärts sehr geholfen. Wir waren eine große Gemeinschaft, das schweißt zusammen. Die aktuell zu spürende Euphorie soll weiter ausgebaut und gelebt werden. Wir als Mannschaft müssen dafür sorgen, dass wir unsere Fans begeistern, sie mit Leidenschaft und gutem Fußball ins Stadion holen.

BTSZ: Wen sehen Sie in der Liga als Favorit?
Timo Rost: Ich habe vier Mannschaften auf dem Zettel. Zum einen Türkgücü München, was sie eingekauft haben ist Wahnsinn. Das ist eine Drittligamannschaft von den Namen her. Zudem zähle ich ganz klar Schweinfurt zu den Favoriten, sie haben ein großes Budget und eine gute Infrastruktur. Auch Wacker Burghausen hat eine tolle Mannschaft. Memmingen hat zudem klar gesagt, dass sie aufsteigen wollen.
manne: Am Samstag ist das erste Heimspiel gegen Garching. Was erwarten Sie?

Timo Rost: Wir freuen uns riesig auf die Partie. Spieler und Trainer sind heiß auf das erste Heimspiel. Wir wollen versuchen, den Fans ein gutes, leidenschaftliches Spiel zu zeigen und wollen gewinnen.

Interview: Mirko Strässer

 


Christoph Fenninger & Co. verloren in Aschaffenburg klar. Foto: Peter Glaser.

0:4! Verpatzter Saisonstart für die Altstadt

Bayreuth. Es herrschte zuletzt viel Euphorie um die SpVgg Bayreuth. Diese bekam am Freitag zumindest einen kleinen Dämpfer. Denn die Altstadt verpatzte den Saisonstart und verlor in Aschaffenburg klar mit 0:4.

„Wir müssen wach sein, werden aber auf jeden Fall gut vorbereitet in die Begegnung gehen. Wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, sagte Coach Timo Rost im Vorfeld der Partie. So richtig wach war sein Team im ersten Spiel der neuen Saison allerdings nicht, denn bereits in der zweiten Minute staubte Dähn ab und brachte Aschaffenburg in Führung. Die Viktoria spielte eine gute Anfangsphase, Gashi verpasste das 2:0 (18.). Die Altstadt brauchte etwas, um die Partie zu kommen. In der 38. Minute waren die Gäste im Pech, Kracuns Freistoß krachte an die Latte. Nur vier Minuten später dann die kalte Dusche, Verkamp stellte noch vor der Pause auf 2:0 für die Hausherren.

Doppelwechsel Bayreuth, Doppelschlag Aschaffenburg

Nach der Pause brachte Rost mit Piller und Koussou für Makarenko und Golla zwei frische Kräfte. Die Bayreuther drehten nun auch auf und diktieren das Spielgeschehen. Aber die Gastgeber stemmten sich gegen den hohen Druck der Oberfranken und bekamen in der Defensive immer ein Bein oder einen Körper dazwischen. Und in der 66. Minute war Aschaffenburg ein weiteres Mal eiskalt zur Stelle, Schnitzer vollendete einen Konter und sorgte für die Vorentscheidung (66.). Spätestens sechs Minuten später, als Gashi das 4:0 für die Viktoria erzielte, war die Begegnung entschieden.

Somit erlebten die Bayreuther zum Saisonstart eine Enttäuschung. Besser will es die Mannschaft von Timo Rost am nächsten Samstag machen, da steht das erste Heimspiel der Spielzeit gegen Garching auf dem Programm.

ms

zum Bild: Christoph Fenninger & Co. verloren in Aschaffenburg klar. Foto: Peter Glaser.


Sascha Marinkovic hat heute bei der SpVgg Bayreuth unterschrieben. Foto: SpVgg Bayreuth.

Marinkovic stürmt jetzt für die Altstadt

Bayreuth. Es war bereits klar, dass sich die SpVgg Bayreuth im Angriff noch verstärken wird. Am Montag sagte uns Trainer Timo Rost, dass es sogar noch diese Woche passieren könnte. Und genau so kam es, am Dienstag gab der Regionalligist die Verpflichtung von Angreifer Sascha Marinkovic bekannt. Der 26-Jährige spielte bis Januar bei Wacker Burghausen. Der Rumäne kickte lange Zeit in seinem Heimatland, bevor er sich 2015 zu einem Wechsel nach Deutschland zu Rosenheim entschied. Nun wird er für die Altstadt auf Torejagd gehen.

"Er ist ein gestandener Spieler, ein echter Typ und ein sehr guter Stürmer in der Regionalliga", freut sich Trainer Timo Rost über die Neuverpflichtung, auf die er auch ungewöhnlich lange gewartet hat: "Wir sind sehr froh, dass es noch geklappt hat." Bis zuletzt war Marinkovic im Probetraining beim Drittligisten TSV 1860 München gewesen.

 

Mit Marinkovic haben die Altstädter ihren Wunschkandidaten für die Stürmerposition gefunden, die als einzige im Kader noch vakant gewesen war. "Unser Kader ist damit komplett", freut sich Rost, der mit seiner Mannschaft am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel bei Viktoria Aschaffenburg in die neue Saison startet.

ms

 


Altstadt: Ein Stürmer wird noch kommen

Bayreuth. Die Vorbereitung neigt sich dem Ende entgegen, bei der SpVgg Bayreuth lief es bislang sehr ordentlich. Trainer Timo Rost ist zufrieden, auch die Testspiele liefen für den Coach und sein Team gut. Es gab vier Testspielsiege und den Turniersieg in Erlangen , das Highlight war sicherlich das 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Auch die vier Neuzugänge Tim Sulmer, Nils Schätzle, Philip Messingschlager und Kodjovi Koussou haben sich gut in die Mannschaft eingefunden. „Ich bin kein Freund davon, 15, 16 Spieler auszutauschen und genauso viele Neue zu holen“, sagt Rost. „Meine Devise ist, die Mannschaft sukzessive zu verbessern und punktuell neue Spieler zu holen, die das Niveau besser machen. Das haben wir im Winter schon gemacht und jetzt auch. Wir haben bei jedem Neuzugang eine Idee, ich denke, dass wir uns bis jetzt ordentlich verstärkt haben.“

Bis jetzt heißt, der Kader für die kommende Saison ist noch nicht komplett. „Wir werden ganz klar noch einen Stürmer holen“, verrät der Coach. „So wie es aussieht, wird das noch in dieser Woche passieren, bevor das erste Spiel los geht. Wenn es optimal läuft, ist der neue Mann schon am Freitag spielberechtig.“

Am Freitag startet die Altstadt nämlich in die neue Regionalliga-Saison. Es geht mit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Aschaffenburg los. „Sie sind sehr spielstark, haben ein gutes Konterspiel und verfügen über brandgefährliche Standards, da müssen wir aufpassen. Wir müssen wach sein, werden aber auf jeden Fall gut vorbereitet in die Begegnung gehen. Wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, gibt Rost ganz klar vor. Eine Woche später steht dann am Samstag (20. Juli, 18 Uhr) das erste Heimspiel der Saison gegen Garching auf dem Programm.

Ein ausführliches Interview mit Bayreuths Trainer Timo Rost lesen sie in unsere Altstadt-Sonderbeilage am kommenden Sonntag.

ms


Bayreuth, Fußball, Fleischmann, Regionalliga

Wechsel in der Geschäftsführung

BAYREUTH. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Juli gibt es bei der SpVgg Bayreuth einen personellen Wechsel: Die GmbH-Geschäftsführung geht von Mathias Fleischmann an Wolfgang Gruber und Dieter Braun über, Fleischmann bleibt dem Verein über den Wirtschaftsbeirat der GmbH erhalten.

„Wir werden die GmbH weiter im Team führen, in dem Mathias Fleischmann weiterhin ein wichtiger Teil sein wird“, stellt Wolfgang Gruber klar, der bis Mitte letzten Jahres bereits Teil der Geschäftsführung war und zuvor Vorstandsvorsitzender des Hauptvereins gewesen war. „Auch als Mathias alleiniger Geschäftsführer war, haben wir die Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen. Natürlich wollen wir uns für seine wichtige Arbeit in den vergangenen Monaten bei Mathias bedanken. Wir hoffen, dass wir diese Arbeit nun fortsetzen können.“ Neben Gruber sitzt von nun an der Unternehmer Dieter Braun in der Geschäftsführung, der bis zu dessen Auflösung Mitglied im Aufsichtsrat des Hauptvereins war.

 

Mathias Fleischmann blickt auf eine erfolgreiche Zeit als Geschäftsführer zurück. „Auch wenn es natürlich nur ein Vorbereitungsspiel war, zeigt der Sieg gegen Nürnberg, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Fleischmann zum 2:1-Erfolg gegen den Zweitligisten, der quasi den Abschluss seiner Tätigkeit in der Geschäftsführung darstellt. „Wir wollen diesen erfolgreichen Weg gemeinsam weitergehen. Ich werde weiterhin mein Möglichstes tun, dass wir unsere Ziele erreichen und uns weiter professionalisieren.“

red

Foto: Klaus-Peter Volke


SpVgg Bayreuth mit Testspielcoup

BAYREUTH. Siege gegen Lokalrivalen schmecken besonders gut. Das gilt auch bei der SpVgg Bayreuth, wenngleich diese in der Regionalliga rar gesät sind. Einzig der FC Schweinfurt 05 erfüllt diese Rolle noch am Rande. Umso besser, wenn man gegen einen der ältesten Rivalen in näherer Umgebung in der Vorbereitung testen kann. Und noch schöner, wenn man den zwei Klassen höher und ambitioniert kickenden 1. FC Nürnberg am Ende hochverdient mit 2:1 schlägt.
Bei aller (berechtigter) Euphorie in Fankreisen, bei allen (berechtigterweise) anerkennend Lob zollender Club-Funktionäre und -anhänger und bei allem, was in diesem Testspiel für die Altstädter schon gut lief. Erfolgstrainer Timo Rost, selbst einst für den ruhmreichen Nachbarn als Mittelfeldmann aktiv, war ausdrücklich bemüht darum, den Ball betont flach zu halten. "Die Jungs haben heute sehr viel richtig gemacht", so der 40-jährige nach dem Überraschungscoup, "aber es gibt auch noch viel, was wir in den nächsten Wochen besser machen müssen." In nicht einmal zwei Wochen geht es für die Gelb-Schwarzen darum, in einem Auftaktspiel der Regionalliga Bayern gegen so etwas ähnlichen wie einen Lokalrivalen zu bestehen. Zumindest gefühlt ist der SV Viktoria Aschaffenburg der zweite Verein neben Schweinfurt 05, der diese Rolle am ehesten inne hat. Zwar kickte man bis vor kurzem gefühlten Urzeiten nicht mehr gegen die Randunterfranken, aber immerhin hat man gemeinsame Zeiten in der zweiten Bundesliga durcherlebt. In dieser zweiten Liga kickt inzwischen auch der 1. FC Nürnberg unter seinem neuen Trainer Damian Canadi nach dem Abstieg aus der Belle Etage des Fußballs. Und der Club wäre nicht der Club, hätte man in der Norisstadt nicht gewisse Ambitionen. Davon war in Bayreuth nur wenig zu sehen.

Eingespieltheit als Faustpfand

Die eingespielte Bayreuther Truppe, mit Außenverteidiger Philip Messingschlager spielte nur ein Neuzugang von Beginn an, hatte die Partie über weite Strecken sogar in Griff, verdiente sich den Sieg redlich. Schon vor dem Führungstreffer durch Chris Wolf, der einen von Anton Makarenko nach Klandts Parade fein in den Rückraum gespielten Flankenball mit der Innenseite über die Linie drückte, hätten die Bayreuther treffen können. Auf der Gegenseite ließ die durchaus so erwartete Antwort des Bundesligaabsteigers nicht lange auf sich warten und Knöll traf nur eine Zeigerumdrehung später zum Ausgleich. Die Spielkontrolle behielten die Altstädter aber weiterhin und blieben in einem wahren Glutofen auch gegen eine runderneuerte (acht Wechsel) Club-Mannschaft nach dem Pausentee die überlegene Mannschaft. "Wichtig ist jetzt, nicht durchzudrehen und konzentriert weiterzuarbeiten und den Ball flachzuhalten", so Timo Rost. Der durfte mit seinem Trainergespann noch einmal jubeln. Einen Eckball auf den kurzen Pfosten leitete Manndecker Tobias Weber weiter auf Sven Kopp, der das Spielgerät irgendwie ins Gehäuse stocherte. An der Seite von Neuzugang Kodjovi "Nono" Koussou durfte Kopp in der zweiten Halbzeit mitmischen. Mit der Verpflichtung Koussous ist nur noch ein Kaderplatz vakant. Ein Stürmer wird noch gesucht. "Wir suchen einen, der die Kiste trifft und Tore macht", umreißt der Trainer das Anforderungsprofil. Gut möglich, dass der schon da ist: Martin Holek. Der ehemalige Hofer Knipser spielte in der vergangenen Woche vor, durfte gegen den Club am Ende einige Minuten mitwirken und wurde am gestrigen Tag in Neudrossenfeld einem 90-minütigen Belastungstest unterzogen. Wie die Stimmung in Bayreuth sein kann, spielt man erfolgreichen Fußball, das deutete sich gegen den Rekordabsteiger aus der Bundesliga an. "Wir wollten das Spiel natürlich gewinnen", so der höchst symphatische FCN-Chefanleiter Damian Canadi, "aber der Gegner hat viel dafür getan, dass er es gewinnt. Da kann ich nur gratulieren."
Bayreuth: Skowronek - Messingschlager (84. Held), Schwarz (46. Kopp), Weber, Golla - Wolf, Kracun (70. Weimar) - Makarenko (70. Piller), Knezevic (84. Sulmer), Schiller (46. Koussou) - Fenninger (88. Holek).
FCN: Klandt, Valentini (46. Goden), Mühl (46. Margreitter), Jäger (46. Kraulich), Sorg (46. Behrens), Petrak (46. Erras), Fuchs (77. Lohkemper), Nürnberger (77. Jäger), Kerk (46. Rhein), Knöll (46. Palacios), Lohkemper (46. Misidjan).

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenerding); Zuschauer: 3521.

Tore: 1:0 Wolf (32.), 1:1 Knöll (33.), 2:1 Kopp (72.).

Gelbe Karten: Golla, Kopp (beide SpVgg).

Text und Fotos: Andi Bär


Neues Trainingsgelände für die SpVgg Bayreuth

BAYREUTH. Die Regionalliga-Mannschaft der SpVgg Bayreuth hat endlich eine Heimat! Ab kommendem Freitag (28. Juni) trainieren Timo Rost und sein Team auf dem Platz des Post-SV Bayreuth, der in den vergangenen Wochen unter großem Aufwand hergerichtet wurde. Zu diesem ersten Training laden die Altstädter alle Anhänger ab 17.15 Uhr ein: Bei entspannter Atmosphäre mit Bratwurst und Bier werden die Regionalliga-Mannschaft und die Kooperation mit dem Post-SV vorgestellt. Das Rahmenprogramm beim Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag verschiebt sich deshalb etwas nach hinten.
"Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit dem Post-SV", sagt SpVgg-Geschäftsführer Mathias Fleischmann. Durch die Kooperation sei eines der größten Probleme der vergangenen Jahre gelöst worden: die ständige Suche nach Trainingsmöglichkeiten. "Das ist ein großer Schritt für unsere sportliche Entwicklung, denn gute Trainingsbedingungen sind die Grundvoraussetzung für den Erfolg." Durch die Mithilfe der Rasenexperten von Capybara wurde das Spielfeld auf dem Post-Gelände, das zukünftig fast ausschließlich durch die Regionalliga-Mannschaft genutzt wird, in den vergangenen Wochen hergerichtet und steht Trainer Timo Rost ab Freitag zur Verfügung. In Kürze sollen weitere Renovierungsarbeiten am Gelände getätigt werden. Diese werden am Freitag durch die Verantwortlichen der SpVgg Bayreuth und des Post-SV Bayreuth vorgestellt.
Außerdem findet am Freitagabend eine Vorstellung der Mannschaft und der Neuzugänge statt: In verschiedenen Gesprächen und Interviews können sich Fans und Spieler auf die kommende Saison einstimmen, dazu werden Bratwürste und Bier angeboten. Die Mannschaftsvorstellung findet ab 17.30 Uhr statt, um 18 Uhr beginnt dann die Trainingseinheit. Währenddessen werden die Altstädter Verantwortlichen durch Stadionsprecher Peter Glaser interviewt.
Stadionöffnung gegen Nürnberg um 16.30 Uhr / rundes Programm
Ursprünglich hatte die Mannschaftsvorstellung im Vorprogramm des Club-Spiels stattfinden sollen, wegen der zu erwartenden Temperaturen am Samstagnachmittag wurde diese nun auf Freitagabend verschoben. Die Ehrung der Mannschaft, die 1979 fast die in die Bundesliga aufgestiegen wäre, findet im Vorfeld der Partie trotzdem statt - eine gute Viertelstunde vor Anpfiff werden die geladenen Gäste am Mittelkreis geehrt. Gleichzeitig findet für Kinder ein Luftballon-Wettbewerb statt, der den Bayreuther Himmel in Gelb und Schwarz tauchen wird und bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt. Zur Abkühlung wird im Stadion Eis angeboten. Als weiterer Programmpunkt ist während der Halbzeitpause ein Elfmeterschießen zwischen den Altstadt-Legenden und verschiedenen Mitgliedern des Bayreuther Stadtrats geplant. Kassenöffnung im Spiel gegen Nürnberg ist um 16.30 Uhr, Anstoß um 18 Uhr.
red