Saisonfazit: Korner und zu viele Variablen

BAYREUTH. Am Mittwoch wurde im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass Raoul Korner eine weitere Saison als Trainer bei medi bayreuth bleiben wird. Der Coach wird im kommenden Jahr mit den Jungs wieder neu angreifen.

Im Rahmen der Presserunde nutzte der Headcoach auch die Gelegenheit, um einmal Bilanz zu ziehen. „Es war eine enttäuschende Saison“, stellte der Österreicher zu Beginn fest. „Da ist es für mich auch nur ein schwacher Trost, dass es die dritterfolgreichste Spielzeit seit dem Wiederaufstieg ist. Wir haben uns für die Champions League qualifiziert, sind auf Platz 12 gelandet und der Abstiegskampf war kein Thema, bis vor drei Jahren wäre man hier damit hochzufrieden gewesen. Das sind wir nicht mehr. Erfolg ist relativ und er definiert sich an den Ambitionen, diese sind in den letzten Jahren gestiegen.“

CL-Quali eines der Highlights

Zweimal in Folge erreichten die „Heroes of Tomorrow“ zuletzt die Playoffs. Damit wurde es in diesem Jahr nichts. „Ja, medi kann in die Playoffs kommen. Aber wir haben diese Saison gesehen, dass es nicht sein muss. Medi kann in die Playoffs kommen, wenn vieles zusammen kommt. Das war diese Saison nicht der Fall“, musste auch Korner eingestehen. Dabei war die Mannschaft aus Sicht des Trainers zu Saisonbeginn „sehr schlüssig zusammengestellt“. Aber das erste Problem gab es schon vor der Spielzeit und zwar, dass das Team wegen Verletzungen oder Nationalmannschaftsabstellungen nie komplett zusammen war. „Wir hatten kein Training als Mannschaft bis zum ersten Saisonspiel. Dann haben wir allerdings die Qualifkation für die Champions League geschafft, das war eines der Highlights der Saison“, sagte Korner.

Vergebliche Suche nach dem Führungsspieler

Anschließend kam eine schwierige Phase, in der Bayreuth die Spiele meist nach demselben Schema verloren hat. „Wir haben größtenteils dominiert und dann am Ende die Partie aus der Hand gegeben. Da war die Problematik sichtbar, die uns die ganze Saison verfolgt hat, dass wir dringend einen Führungsspieler am Feld gesucht haben, der Ruhe bewahrt und Souveränität ausstrahlt.“ Diesen habe die Oberfranken in der kompletten Spielzeit nicht gefunden. Auch wenn es zwischenzeitlich eine Serie von neun Siegen in Folge gab, konnte sich das Team nicht dauerhaft stabilisieren. „Wir hatten auch nicht die härtesten Gegner, das hat nach außen viel kaschiert, wir waren uns der Probleme aber bewusst“, berichetete der 45-Jährige, der ergänzte: „Die Verletzung von Hassan Martin Anfang Januar hat uns komplett aus der Bahn geworfen. Das war derjenige von den neun Spielern, der am meisten eingeschlagen und funktioniert hat. Er hat uns massiv gefehlt.“

Erwartungen wurden nicht erfüllt

Für ihn kam Eric Mika, er machte seine Sache vor allem offensiv ordentlich. Allerdings gab es dann eine Phase, in der die Bayreuther immer wieder bittere Niederlagen einstecken mussten und am Ende die Playoffs verspielten. „Wir haben Spiele verloren, das hat sich auf das Selbstvertrauen und die Sicherheit der Mannschaft ausgewirkt. Es hat gezeigt, dass wir Probleme in Spielaufbau und Leadership haben. Es ist zu wenig, wenn Bastian Doreth alleine als Anführer auftritt“, sagte Korner. „Es war eine schwere Situation für eine junge Mannschaft, die hohen Erwartungen nicht erfüllen zu können. Es hat mir nicht gefallen, wie einige Spieler mit der Situation umgegenagen sind.“ Das hat der Coach auch des Öfteren angesprochen.

Fazit: Zu viele Variablen

Am Ende belegten die Bayreuther Platz zwölf und Korner kommt zu dem Fazit: „Es sind nicht alle Risiken aufgegangen wie in den Jahren zuvor. Alles, was vorher funktioniert hat (wenige Verletzungen, Spieler schlagen sofort ein, d. Red.), hat nun eben nicht geklappt. Dadurch, dass Spieler nicht so in die Rolle reingewachsen sind, war es nicht möglich, eine gesunde Hierarchie aufzubauen.“ Der Österreicher schloss sein Saisonfazit mit einem Satz, den ihm ein Freund mit auf den Weg gegeben hat: „Du versuchst, eine komplizierte mathematische Gleichung mit ausschließlich Variablen zu lösen. Du brauchst Konstanten.“ Und die hat medi bayreuth in der Spielzeit 2018/19 nicht gefunden.

ms

zum Bild: Raoul Korner bleibt weiter Trainer von medi bayreuth. Foto: Rudi Ziegler.


Korner bleibt Trainer in Bayreuth!

BAYREUTH. Es war das Thema, dass die Basketballfans in den letzten Wochen - neben dem am Ende vergeblichen Hoffen auf die erneute Teilnahme an den Playoffs - am meisten beschäftigte: Bleibt Trainer Raoul Korner eine weitere Spielzeit bei medi bayreuth? Der Coach hat zwar einen Vertrag bis 2020, allerdings haben sowohl Coach als auch Verein die Option, diesen vorzeitig 2019 zu beenden.

Am Mittwoch gab es nun Klarheit, denn in einer Pressekonferenz gab der Bundesligist bekannt, dass der Österreicher eine weitere Spielzeit Trainer der Oberfranken sein wird. Damit geht Korner in seine vierte Spielzeit mit den „Heroes of Tomorrow“. “Ich freue mich sehr auf eine weitere Saison in Bayreuth. Es gibt zwei Hauptgründe, warum ich gerade jetzt nicht gehen wollte: Zum einen war die Unterstützung und die Rückendeckung hier in der gesamten Organisation gerade in der schwierigen Phase des letzten halben Jahres derart groß, dass ich diese Loyalität zurück geben möchte. Zum anderen bin ich zu ehrgeizig, um mich mit dem hier Erreichten zufrieden zu geben. Nach so einer Saison zu gehen fühlt sich für mich nicht richtig an. Es wird eine große Herausforderung, aber ich freue mich darauf", so Korner.

Der 45-Jährige hatte das Team stabilisiert und in den vergangenen beiden Jahren in die Playoffs sowie das europäische Geschäft geführt. In dieser am Ende enttäuschenden Spielzeit stand nur ein zwölfter Tabellenplatz zu Buche. Die Arbeit des Headcoaches in Bayreuth ist allerdings noch lange nicht vorbei, wenngleich ihn die Auftritte in dieser Spielzeit einige Nerven kosteten.

ms

Zum Bild: Bei der Pressekonferenz verkündete Raoul Korner (Mitte), dass er Headcoach bei medi Bayreuth bleibt.  Foto: Martin Munzert


medi geht mit Puma in die Zukunft

BAYREUTH. Die Saison 2018/19 ist für medi Bayreuth nach der gestrigen Auswärtsniederlage in Braunschwieg beendet. Wir sprachen davor mit Björn Albrecht, dem Geschäftsführer des Bundesligisten.

BTSZ: Es ist noch offen, ob Raoul Korner auch in der kommenden Saison Headcoach von medi bayreuth ist. Wann kann man mit einer Entscheidung rechnen?

Björn Albrecht: Wir äußern uns nicht zu Gerüchten und positionieren uns nur zu Tatsachen. Wir haben mit Raoul Korner vereinbart, dass wir uns unmittelbar nach Saisonende zusammensetzen. Dann wird auch zeitnah eine Entscheidung fallen (Anm. der Redaktion: Eine Pressekonferenz ist für Mittwoch 15.05.2019 angesetzt). Aber natürlich sind wir in einem guten Austausch.

BTSZ: In dieser Saison wurden die Playoffs verpasst, zudem wird es in der kommenden Spielzeit mit dem europäischen Geschäft schwer. Dazu mussten zwei Spieler nachverpflichtet werden. Wie ist der Verein finanziell aufgestellt?

Björn Albrecht: Wir haben zu Saisonbeginn sehr konservativ geplant und stehen wirtschaftlich solide da. Zwei überragende Jahre mit der wirtschaftlich lukrativen Teilnahme an der Champions League liegen hinter uns, hier gab es unter anderem zusätzliche Sponsoren- und Ticketeinnahmen. Wir haben auch immer mit einem Puffer für potenzielle Nachverpflichtungen geplant. Auch wenn wir nächstes Jahr nur im nationalen Wettbewerb antreten, bekommen wir ein kleines Wachstum hin, müssen aber trotzdem auch Abstriche am Teambudget machen. Momentan werden verschiedene Planungsszenarien aufgestellt, weil es relativ lange offen sein wird, ob noch eine internationale Teilnahme – konkret geht es um den FIBA Europe Cup – möglich ist. Wenn sich die Möglichkeit anbietet, werden wir diesen Schritt gehen.

BTSZ: Mit Bastian Doreth, Andi Seiferth und Lukas Meisner haben aktuell drei Spieler einen Vertrag für die kommende Saison. Wie sieht es mit dem Rest des Teams aus?

Björn Albrecht: Nächste Woche gibt es mit jedem einzelnen Spieler Saisonabschluss-Gespräche. Dabei werden auch die individuellen Perspektiven erörtert. Das liegt in der sportlichen Verantwortung, da möchte ich nicht vorgreifen und jetzt zu einzelnen Spielern Stellung beziehen. Alles ist komplett
offen.

BTSZ: Es gab eine Unterschriftenaktion von Fans, dass De‘Mon Brooks weiter in Bayreuth bleiben soll. Können Sie den Anhängern Hoffnung machen?

Björn Albrecht: Diese Aktion zeigt den Stellenwert von De‘Mon Brooks. Er identifizeirt sich extrem mit dem Standort und ist natürlich sehr wichtig für uns. Wir wissen genau, was wir an ihm haben und es ist kein Geheimnis, dass wir uns ganz intensiv damit auseinandersetzen, ob es Sinn macht, ihn als Franchise-Player zu binden. Das hängt von der Gesamtkonstellation und natürlich auch von ihm ab. Ich kann die Aktion der Fans zu 100 Prozent nachvollziehen und finde das gut. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu noch nichts sagen.

BTSZ: Sie haben am Freitag die Zusammenarbeit mit Puma als neuen Ausrüster bekanntgegeben. Wie kam es dazu?

Björn Albrecht: Es ist ein Glücksfall für uns, dass so eine große Company wie Puma sich mit uns verbindet. Eine unglaublich gute Geschichte. Ausgangsvoraussetzung war natürlich, dass sich das Unternehmen Puma überhaupt im Basketball engagiert. Vor einiger Zeit wurde diese strategische Entscheidung mit Blick auf den Kernmarkt USA getroffen. Natürlich sitzt die Company hier vor der Haustür in Herzogenaurach, man versucht das Thema Basketball hier am Standort, respektive in Deutschland und im europäischen Markt ebenfalls zu forcieren. Da lag es sehr nahe, auch mit den fränkischen Vertretern zu sprechen. Brose Bamberg hat ja auch die Partnerschaft bekanntgeben. Somit hat Puma zwei Klubs vor der Haustür, mit denen man die Produkte entwickeln kann. Es waren immer Gespräche auf Augenhöhe und wir haben bei Puma tolle Menschen kennengelernt.

BTSZ: Betrifft die Partnerschaft nur die Trikots oder die gesamte Ausrüstung?

Björn Albrecht: Puma ist ein Komplettausrüster für den ganzen Bekleidungsbereich, inklusive Schuhe. Unsere Mannschaft wird dann auch mit Puma-Schuhen ausgestattet. Zudem betrifft es die komplette Bekleidung im Fanartikel- und Merchandising-Bereich, alles was Puma liefern kann, wird mit der Marke besetzt.

BTSZ: Werden dann Ihre Artikel auch in den Sportgeschäften angeboten?

Björn Albrecht: Das kann ein Perspektivthema werden. Es ist eine langfristige Partnerschaft, daher haben wir auch viel Zeit, Dinge zu lernen, uns zu entwickeln und gerade das Basketballthema auch für Puma zu erschließen. Wir werden bewerten, was Sinn macht und was nicht. Wichtig ist, dass wir eine qualitativ hochwertige, kreative und gute Linie für den Fan an den Start bekommen.

Interview: Martin Munzert und Mirko Strässer


Für medi bayreuth gab es zum Saisonende eine Niederlage.

Braunschweiger Offensive nicht aufzuhalten

Nach der Derbyniederlage gegen Brose Bamberg hat medi bayreuth auch zum Saisonabschluss in Braunschweig verloren (85:100). Es war ein Spiel, das von den Offensivreihen geprägt war. Am Ende waren die Löwen für die Gäste aus Oberfranken nicht zu stoppen.

Munteres Spiel in Braunschweig

Für Braunschweig ging es noch um die Teilnahme an den Playoffs, für Bayreuth war die Begegnung am letzten Spieltag sportlich bedeutungslos. Dennoch wollte sich die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner natürlich mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden. Es entwickelte sich eine kurzweilige erste Hälfte, in der die Offensivreihen den Ton angaben. Die „Heroes of Tomorrow“ spielten munter mit und fanden gut in die Begegnung. Teilweise führten die Oberfranken in der ersten Hälfte sogar mit neun Punkten. Aber bis zur Pause kamen die Gastgeber wieder bis auf einen Zähler ran (47:48).

Löwen ziehen weg

Während es nach der Halbzeit zunächst ausgeglichen verlief, setzte sich Braunschweig gegen Viertelende etwas ab. Die starke Offensive der Löwen legte einen 6:0-Lauf aufs Parket und führte vor dem Schlussabschnitt mit 71:64. In den letzten zehn Minute schaffte es Bayreuth nicht, entscheidend ranzukommen. Im Gegenteil, die Gastgeber setzten sich sogar weiter ab und siegten am Ende mit 100:85. Die Korner-Schützlinge beenden die Spielzeit damit auf dem zwölften Tabellenplatz.

ms


Nach starkem ersten Viertel: medi verliert Derby

Nach starkem ersten Viertel: medi verliert Derby

De’Mon Brooks gegen Cliff Alexander. Fotos: Thorsten Ochs.

BAYREUTH. medi bayreuth hat auch das letzte Heimspiel der Saison, das Derby gegen Bamberg, mit 79:90 verloren. Nach einem starken ersten Viertel der Gastgeber kam Brose Bamberg anschließend besser auf, bekam ab Abschnitt zwei die Partie in den Griff. Im letzten Viertel agierten die Hausherren mit großem Willen – zum Sieg reichte es allerdings nicht mehr.

Großer Jubel für Steeeeeve

Am Freitag stand für Bayreuth das letzte Heimspiel der Saison an. Sportlich war die Partie zwar bedeutungslos, die Playoffs waren nicht mehr zu erreichen, doch im Derby gegen Brose Bamberg ging es natürlich um Prestige. Das Hinspiel hatte medi gewonnen. Die Gastgeber starteten starteten mit derselben Starting Five wie gegen Würzburg, also mit Bastian Doreth, Kassius Robertson, De’Mon Brooks, Nik Raivio und Eric Mika. Hasstan Martin war nach Verletzung wieder dabei, Adonis Thomas und Kyan Anderson standen nicht im Aufgebot. Kurz vor der Begegnung gab es großen Applaus und Sprechchöre für Steve Wachalski, der seine letzte Saison für Bayreuth spielt und verletzungsbedingt nicht auflaufen konnte.

medi zeigt ein anderes Gesicht

Vor einer tollen Kulisse gingen die ersten fünf Punkte zwar auf das Konto der Gäste, aber dann kam Bayreuth durch einen 7:0-Lauf zurück. Die „Heroes of Tomorrow“ zeigten zunächst ein komplett anderes Gesicht als gegen Würzburg, Brooks wusste offensiv zu überzeugen. Nach sechs Minuten führten die Hausherren 13:7 – Auszeit Bamberg. Die Gastgeber spielten eine starke Defensive, ließen nur 13 Punkte zu und führten nach Viertel eins mit 19:13.

Starkes zweites Viertel von Bamberg

Im zweiten Viertel war nicht mal eine Minute gespielt, da nahm medi-Headcoach Raoul Korner nach einem 5:0-Lauf der Bamberger seine erste Auszeit. In diesem Abschnitt waren die Gäste wesentlich präsenter und diktierten das Geschehen. Brose traf nun den Dreier (insgesamt 7/11 im zweiten Viertel), verteidigte stark und schraubte den Vorsprung Zähler um Zähler in die Höhe. Nach einem sehr starken zweiten Viertel der Bamberger, in dem sie 30 Punkte erzielten (medi nur zwölf), führte der Tabellenfünfte zur Halbzeit nach dem Dreier von Schmidt mit 43:31.

Raivio hält Bayreuth im Spiel

Nach der Pause war es Raivio, der dafür sorgte, dass der Rückstand nicht viel höher wurde und Bayreuth im Spiel blieb. Dennoch liefen die Gastgeber zunächst permanent einem Rückstand hinterher, der höher als zehn Zähler war. Das änderte sich knapp drei Minuten vor Viertelende, als Martin zum 48:57 traf. Am Ende des Abschnitts stand es 51:61 aus Sicht der Hausherren, die damit immer noch im Spiel waren.

medi glaubt dran – Bamberg bleibt cool

Aber trotz des Rückstandes glaubten die Bayreuther – unterstützt von tollen Fans – immer an den Sieg. Andi Seiferth verkürzte knapp sieben Minute vor dem Ende auf 62:67. Doch Bamberg antwortete, ging durch den Dreier von Tyrese Rice viereinhalb Minuten vor dem Ende wieder mit zehn Punkten in Führung (72:62). Wieder zeigte medi großen Willen und Moral, kam nach dem Dreier von Gregor Hrovat erneut auf fünf Punkte ran (vier Minuten vor dem Ende). Geringer wurde der Rückstand leider nicht mehr, Brose behielt kühlen Kopf und gewann am Ende mit 90:79. Kurz vor dem Ende wurde Doreth nach einem unsportlichen und technischen Foul sogar noch die Platte verlassen. Die Bayreuther beenden die Saison am Sonntag in Braunschweig.

ms

Foto: Thorsten Ochs


medi bayreuth gab am Freitag die Zusammenarbeit mit PUMA bekannt. Foto: medi bayreuth.

Bayreuth gibt Zusammenarbeit mit PUMA bekannt

medi bayreuth gab am Freitag die Zusammenarbeit mit PUMA bekannt. Foto: medi bayreuth.
medi bayreuth gab am Freitag die Zusammenarbeit mit PUMA bekannt. Foto: medi bayreuth.

BAYREUTH. Ab der kommenden Saison werden die Spieler von medi bayreuth von einem neuen Ausrüster bekleidet. Am Freitag gab der Verein die langfristige Zusammenarbeit mit PUMA bekannt. „Es ist ein Glücksfall für uns, dass so eine große Company wie Puma sich mit uns verbindet. Eine unglaublich geile Geschichte“, sagt Geschäftsführer Björn Albrecht in einem Gespräch mit der Bayreuther Sonntagszeitung und fügt an: „Ausgangsvoraussetzung war natürlich, dass sich das Unternehmen Puma überhaupt im Thema Basketball engagiert. Da hat man vor einiger Zeit die strategische Entscheidung getroffen, genau das zu tun mit dem Kernmarkt USA. Natürlich sitzt die Company hier vor der Haustür in Herzogenaurach, man versucht das Thema Basketball hier am Standort respektive in Deutschland, im europäischen Markt auch zu forcieren. Da lag es sehr nahe, auch mit den fränkischen Vertretern zu sprechen.“

Auch Schuhe von PUMA

Neben Bayreuth hat auch Brose Bamberg am Donnerstag die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Herzogenaurach bekanntgegeben. Neben den Trikots und Hosen werden die medi-Spieler in Zukunft auch mit Puma-Schuhen ausgestattet. „Es ist ein Komplettausrüster für den ganzen Bekleidungsbereich, inklusive Schuhe. Zudem betrifft es die komplette Bekleidung im Fanartikel- und Merchandising-Bereich, alles was Puma liefern kann ist dann auch mit Puma besetzt“, berichtet Albrecht. PUMA rüstet im Rahmen der Partnerschaft die Lizenzspielermannschaft, die Nachwuchsteams der TenneT young heroes sowie die Trainer- und Betreuerstäbe mit Trikots, Trainingsbekleidung sowie Accessoires aus.

Großes Engagement in der NBA

„Mit unserer Rückkehr in den Basketball war es nur eine Frage der Zeit, dass die Sportart auch in unserem Heimatmarkt ein wichtiges Thema wird. Mit medi bayreuth haben wir einen erstklassigen Partner gefunden, der wie PUMA in Franken beheimatet ist und ein junges, dynamisches Umfeld bietet. Wir freuen uns auf die neue Zusammenarbeit“, sagt Matthias Bäumer, Area General Manager PUMA DACH, über die neue Partnerschaft. PUMAs Wiedereinstieg in die Basketball-Kategorie fand im vergangenen Jahr mit Unterstützung von Rap-Star und Unternehmer Jay-Z, PUMAs Kreativdirektor für Basketball und einer aufsehenerregenden Kampagne statt. Der erste Basketballschuh, der Clyde Court Disrupt, den PUMA präsentierte, war kurz nach seiner Markteinführung ausverkauft.

Namhafte Basketballspieler wie beispielsweise Skylar Diggins-Smith, Terry Rozier, Rudy Gay, Danny Green und DeMarcus Cousins, der viermalige All-Star der NBA, wurden seitdem von PUMA unter Vertrag genommen. Des Weiteren wurden die im jährlichen Draft am höchsten gesetzten Spieler DeAndre Ayton, Marvin Bagley III, Kevin Knox, Michael Porter Jr. und Zhaire Smith verpflichtet.

ms


Nachwuchskorbjäger gratulieren mit Titelgewinn

BAYREUTH. Der BBC Bayreuth e.V. feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Vereinsjubiläum. Aus diesem Grund standen mit Manfred Schöttner, Ingo Froese, Thomas Schindler, Dr. Stefan Arnold sowie Thomas Dressel und Martin Kerner mehrere ehemalige und aktuelle Präsidiumsmitglieder Hallensprecher Christian Höreth während der Halbzeitpause des Bundesligaspiels zwischen Medi Bayreuth und s.Oliver Würzburg Rede und Antwort.

Begleitet wurden die ehemaligen und aktuellen Vereinsfunktionäre von der U12-Mannschaft des BBC inviniti Bayreuth. Diese konnte am zurückliegenden Wochenende mit dem überraschenden Gewinn der Nordbayerischen Meisterschaft der nunmehr zwanzigjährigen Vereinsgeschichte ein echtes Highlight hinzufügen.

Mit acht Siegen und nur einer Niederlage hatten sich die Schützlinge von Head Coach Tristan Honka souverän die Meisterschaft in der Bezirksoberliga und damit das Startrecht bei den nordbayerischen Titelkämpfen auf der Anlage des gastgebenden Post-SV Nürnberg gesichert.

Die U12-Korbjäger starteten mit einer gehörigen Portion Respekt in den ersten Turniertag und lagen bei Halbzeit gegen Gruppenfavorit TV Lauf mit 16 Punkten scheinbar aussichtslos im Hintertreffen. Aggressive Defensivarbeit, kombiniert mit schneller Ballbewegung sorgte nach dem Seitenwechsel jedoch für den Umschwung. Punkt um Punkt schwand der Vorsprung der Mittelfranken, die Bayreuther konnten vorbeiziehen und am Ende einen 43:37 – Erfolg einfahren.

Nach deutlichen Siegen gegen den unterfränkischen Vizemeister SC Heuchelhof (68:38) sowie Oberpfalz-Sieger DJK Neustadt (48:33) beendeten die Honka-Schützlinge den ersten Turniertag als ungeschlagener Gruppensieger.

Mit einem 42:24 – Sieg über die TG Würzburg starteten die Bayreuther dann in den zweiten Turniertag und sicherten sich damit bereits die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft. Doch damit nicht genug. Mit einer weiteren Energieleistung und nicht zuletzt einer Serie von Dreiern ihres Topscorers Max Eichbaum zwangen die BBC-Korbjäger im darauffolgenden Halbfinale den oberfränkischen Vizemeister BG Regnitztal mit 55:45 in die Knie – Finale!

Hier kam es schließlich zum Aufeinandertreffen mit Titelverteidiger und Gastgeber Post-SV Nürnberg, der stark in die Partie startete und sich immer wieder am offensiven Brett durchsetzen konnte. Die Bayreuther Nachwuchskorbjäger boten den favorisierten Gastgebern aber mutig die Stirn, ließen nicht locker und fanden immer wieder passende Antworten. Ihren knappen 31:29 – Pausenvorsprung konnten die Bayreuther dann nach dem Seitenwechsel mit zuweilen überragender Defensivarbeit ausbauen und sich am Ende mit 52:46 die Nordbayerische Meisterschaft sichern.

„Wir freuen uns und gratulieren unserer U12 zu diesem Erfolg, den sie sich mit harter Arbeit über die ganze Saison hinweg wirklich verdient hat. Das ist eine herausragende Bestätigung für die Nachwuchsarbeit in unserem Verein!“, freut sich BBC-Präsident Thomas Dressel.

Bayerische Meisterschaft in Bayreuth

Mit dem Titelgewinn haben die Bayreuther auch das Recht gewonnen, die diesjährige Bayerische Meisterschaft am Wochenende 18./19. Mai auszurichten. In der Dreifach-Turnhalle am Roten Main werden neben dem BBC Bayreuth der Post-SV Nürnberg, die Regnitztal Baskets, der TV Lauf, Südbayern-Meister FC Bayern München und der TSV Jahn München um den Bayern-Titel und die Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft kämpfen

red

Im Bild der Nordbayerische Meister (vorne v. li.) mit Head Coach Tristan Honka, Benni Schultheiss, Max Seifried, Lennox Knarr, Christian Roth, Noah Göppner, Max Schneider, Panos Karipidis, Diego Ferri, Max Eichbaum, Liam Holländer, Ben-Luca Kirchner, Sascha Badstieber und Samuel Schwarz. Im Hintergrund aktuelle und ehemalige Präsidiumsmitglieder (v. li.): Martin Kerner, Ingo Froese, Thomas Schindler, Thomas Dressel, Dr. Stefan Arnold und Manfred Schöttner. (Foto: Peter Kolb)


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Klare Pleite im Derby gegen Würzburg

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Foto: ochsenfoto.de

BAYREUTH. Das war es nun endgültig mit den Playoffs! Nach einer defensiv desolaten Vorstellung gab es für die Bayreuth am Dienstag die nächste klare Niederlage. Im Derby gegen Würzburg unterlag medi am Ende mit 84:99 und hat keine Chance mehr, unter die ersten Acht zu kommen.

53 Würzburger Punkte vor der Pause

Headcoach Raoul Korner veränderte seine Starting Five nach der klaren Niederlage in Ulm auf zwei Positionen: Eric Mika rotierte wieder für Hassan Martin ins Team und Nik Raivio begann für Adonis Thomas. Auch David Stockton durfte mal wieder ran, er kam Mitte des ersten Viertels von der Bank und überzeugte zunächst mit sieben Punkten in zehn Minuten. Allerdings gehörte der erste Abschnitt den Würzburgern, die sehr hochprozentig trafen. Und wenn ein Wurf mal nicht fiel, holten sie sich den Rebound. Von Bayreuth kam defensiv zu wenig, denn der Gegner machte in Abschnitt eins gleich 30 Punkte. Dank eines Dreiers von Stockton lagen die Gastgeber zur Viertelpause nur noch mit acht Punkten zurück.

Auch im zweiten Abschnitt hatte medi defensiv große Probleme und erlaubte den Gästen immer wieder offene Würfe. Die Würzburger zogen zeitweise bis auf 18 Zähler weg. Zwar starteten die Oberfranken einen kleinen Lauf, doch darauf hatten die Würzburger die richtige Antwort. Aufgrund einer ganz schwachen Bayreuther Defensive stand es zur Pause deutlich 53:36 für die Gäste.

 

 

Kurzes Strohfeuer von medi

Aber in der Pause passierte was in den Köpfen der Bayreuther, denn die Hausherren kamen mit viel Energie aus der Kabine und legten einen 10:3-Lauf zum 46:56 aufs Parkett. Aber das war leider nur ein kleines Strohfeuer, denn anschließend übernahm Würzburg wieder das Kommando und zog bis Viertelende bis auf 74:55 weg. Somit war die Partie bereits vor dem Schlussabschnitt entschieden. Am Ende stand ein klarer und verdienter 99:84-Sieg für Würzburg auf der Anzeigetafel. Damit sind die Playoffs zwei Spieltage vor Saisonende für Bayreuth definitiv nicht mehr zu erreichen. Am Freitag steht noch das Derby gegen Bamberg an, am Sonntag geht es nach Braunschweig. Anschließend haben die „Heroes of Tomorrow“ Sommerpause.

ms


Die Woche der fränkischen Basketballderbys

Foto: Thorsten Ochs.

BAYREUTH. Die letzten beiden Heimspiele in easyCredit Basketball Bundesliga bescheren medi bayreuth zum Abschluss der Hauptrunde eine fränkische Derbywoche. Vor dem Oberfrankenderby am Freitag gegen Brose Bamberg (Tip-Off 19:00 Uhr) steht für die Mannschaft von Raoul Korner am morgigen Dienstag um 19:00 Uhr das Aufeinandertreffen mit dem unterfränkischen Rivalen aus Würzburg auf dem Programm.

Die Partie gegen s.Oliver Würzburg musste aufgrund der Teilnahme der Unterfranken am Finale des FIBA Europe Cups verschoben werden und stopft nun den Terminkalender beider Teams in der letzten Woche der regulären Saison nochmals so richtig. In Zahlen heißt dies: drei Spiele innerhalb von nur fünf Tagen.

Während medi bayreuth nach zuletzte zwei Auswärtsniederlagen (beim MBC und in Ulm) in der heimischen Oberfrankenhalle gerne an die vorangegangenen Heimspiele gegen Bonn und Berlin anknüpfen möchte, wollen die Würzburger ihre aktuelle Auswärtsserie von drei Niederlagen in Folge (in Ulm 94:95 n.V., in Oldenburg 93:109 und am Sonntag in Berlin 69:108) durchbrechen.

Die Erinnerung an das Hinspiel sollte dem Team von Head Coach Raoul Korner die nötige Motivation geben, um morgen Abend in eigener Halle nochmals richtig Gas zu geben. Dabei zählt das medi Team natürlich auch in den beiden Frankenderbys erneut auf möglichst viel Rückenwind durch die Unterstützung vom Publikum in der Oberfrankenhalle.

Raoul Korner: „Mir ist das Hinspiel in Würzburg noch allzu gut im Gedächtnis, als wir nach einer großartigen ersten Hälfte danach komplett den Faden verloren und so das Spiel noch aus der Hand gegeben haben. Diese vier Punkte Differenz gilt es nun aufzuholen, um die Würzburger in der Tabelle zu überholen. Um das zu schaffen, müssen wir die Dreipunktelinie verteidigen und in der Offensive den Ball bewegen. Was mir aber am Wichtigsten ist: dass wir uns in den letzten Spielen vor unseren Fans daheim von unserer besten Seite zeigen und so noch die eine oder andere Humba mit den Kids tanzen können.”

red


Nach dem Coup folgt die Ernüchterung

Weißenfels. Nach dem Überraschungserfolg gegen Alba folgte die große Enttäuschung in Weißenfels: medi bayreuth verlor beim MBC klar mit 90:108 und präsentierte sich vor allem defensiv unterirdisch. Kapitän Bastian Doreth wählte nach der Partie klare Worte.

Immer wieder Warren

Mit dem Sieg gegen Alba war freilich nicht unbedingt zu rechnen. Mit dem Überraschungserfolg war medi wieder voll dabei im Kampf um die Playoffs. Doch direkt nach der Partie richtete Coach Raoul Korner den vollen Fokus auf die Begegnung beim MBC und forderte vollen Fokus und Einsatz. Aber das zeigte seine Mannschaft am Sonntag nicht. Wacher waren die Gastgeber, die gleich mal mit einem 8:0-Lauf starteten. Die Bayreuther kamen nicht wirklich ins Spiel und lagen nach zehn Minuten bereits 16:25 zurück.

Im zweiten Abschnitt lief es bei den Oberfranken offensiv zwar besser, doch defensiv war der Wurm drin. Zur Pause stand es verdientermaßen 53:43 für die Gastgeber, bei denen Andrew Warren extrem gut aufgelegt war.

medi kommt nicht ran

Nach der Pause waren die »Heroes of Tomorrow» nun gefordert, mehr Willen zeigte allerdings weiterhin der MBC. Die Bayreuther kamen zu keiner Zeit wirklich ran und führten in der gesamten Begegnung kein einziges Mal. Nach vor allem defensiv desolater Leistung stand am Ende ein klares 90:108 auf der Anzeigetafel. »Das war heute eine Schande wie wir gespielt haben, auch unseren Fans gegenüber, die hier zahlreich erschienen sind. Damit können wir die Playoffs abschreiben», wählte Kapitän Bastian Doreth nach der Begegnung bei »Magenta Sport» deutliche Worte. Weiter geht es für medi am Samstag in Ulm.

ms