Andi Seiferth wird den Bayreuthern lange fehlen. Foto: Thorsten Ochs.

Bitter! Seiferth fällt mehrere Monate aus

BAYREUTH. Am Montag gab es aus Sicht von medi bayreuth noch gute Nachrichten, denn es wurde Center Reid Travis verpflichtet. Am Dienstag wurde die Euphorie dann wieder getrübt, denn ein anderer Big Man fällt lange aus: Andi Seiferth muss aufgrund einer Schulterverletzung mehrere Monate pausieren.

„Nationalspieler Andreas Seiferth hat sich verletzt und fällt längere Zeit aus. Wie Mannschaftsarzt Dr. Holger Eggers mitteilt, zog sich der 30-Jährige eine Schulterverletzung zu und muss drei bis vier Monate pausieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesligisten. „Wann und wie man auf die Verletzung reagieren wird, werde man in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Möglichkeiten in den nächsten Tagen entscheiden“, sagte medi bayreuths Geschäftsführer Björn Albrecht.

Aktuell ist noch Pause, bald beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Diese startet für die Oberfranken am 28. September mit dem Pokalspiel beim Mitteldeutschen BC. Bei einer Pause von mehreren Monaten verpasst Seiferth auf jeden Fall die Vorbereitung und den Start der Saison. Somit dürfte wohl klar sein, dass auf der Position des Centers noch jemand kommen wird.

ms


Foto: 247sports.com

medi verpflichtet Center Reid Travis 

BAYREUTH. medi bayreuth hat in seinem Kader für die neue Saison die Center-Position neu besetzt. Reid Travis heißt der neue Big Man. Der US-Amerikaner ist 23 Jahre alt, 203 Zentimeter groß, 111 Kilogramm schwer und verbrachte seine Collegezeit bei Stanford Cardinal sowie den Kentucky Wildcats. Zuletzt stand er bei der NBA Summer League in Las Vegas für die Atlanta Hawks auf dem Parkett.

Raoul KornerReid hatte eine ausgezeichnete Collegekarriere und bringt alle Voraussetzungen mit, auch als Profi durchzustarten. Wir konnten uns bei der Summer League live von seiner Physis und Energie überzeugen, die er aufs Spielfeld bringt. Reid hat eine enorme physische Präsenz, reboundet sehr gut, ist für seine Masse sehr beweglich und passt daher genau in unser Anforderungsprofil.“

Matt Haufer: "Reid ist sozusagen ein Fallbeispiel für die Sinnhaftigkeit eines Trips zur NBA Summer League. Uns war der Spieler bereits im Vorfeld bekannt, aber wir hatten das Signal bekommen, dass er zunächst einmal alles auf die Karte NBA setzt. In Las Vegas ist er dann recht schnell verstärkt auf unserem Radar erschienen. Wir hatten dort außerdem die äußerst wertvolle Möglichkeit, eine Stunde lang persönlich mit ihm zu sprechen. So konnten wir ihn zum einen von Bayreuth überzeugen und uns zum anderen aber auch ein erstes Bild von seiner Persönlichkeit machen.”

Zweimal im All-Pac-12 First Team

Nach seiner Zeit an der DeLaSalle High School in Minneapolis hieß es für Reid sich für ein College zu entscheiden. In mehreren Recruiting Rankings wurde er unter den Top50 Spielern gelistet, weshalb er sich unter verschiedenen renommierten Colleges entscheiden konnte. Zur Wahl standen Minnesota, Duke, Michigan State und Stanford. Reid entschied sich für Stanford und spielte von 2014 bis 2018 insgesamt 98 Spiele für die Kalifornier. In 82 Partien stand er in der Startformation und erzielte durchschnittlich 14,6 Punkte und holte 7,7 Rebounds, was 2017 und 2018 mit der Wahl ins All-Pac-12 First Team honoriert wurde.

Von Stanford nach Kentucky

Nach vier Jahren bei Stanford zog es Reid in der Saison 2018/19 nach Lexington an die Universität von Kentucky. Als sogenannter “graduate transfer” schloss er sich den Wildcats an, um zum einen richtig weit im NCAA-Turnier zu kommen und sich zum anderen schon einmal für einen Vertrag in der NBA ins Gespräch zu bringen. Eine Knieverletzung stoppte den neuen medi-Center jedoch Mitte Februar kurz vor dem Southeastern Conference (SEC) Meisterschaft. Nur einen Monat später war Reid jedoch wieder zurück im Trikot der Wildcats und stieß mit Kentucky bis ins Halbfinale des SEC-Turniers vor, wo man allerdings mit 78:82 gegen Tennessee knapp das Nachsehen hatte.

Mit den Kentucky Wildcats im Elite 8 der NCAA

Das große NCAA Turnier stand ihm aber noch bevor und als das an Nummer zwei in der Midwest Region gesetzte Team starteten die Wildcats ins den “March Madness”. Nach einem ungefährdeten 79:44 Erfolg über die Abilene Christian Wildcats, eliminierte Kentucky in der Runde der letzten 32 Teams Wofford mit 62:56. Reid Travis war in 37 Minuten Spielzeit mit 14 Punkten Topscorer seines Teams. Zudem schnappte er sich elf Rebounds.

In der nächsten Runde wartete nun die Universität von Houston und auch hier reichten den Wildcats 62 Punkte zum Sieg. Reid sammelte diesmal sechs Punkte und war mit elf eingesammelten Abprallern bester Rebounder der Partie.

Für das Final Four sollte es leider jedoch nicht ganz reichen, denn im Elite 8, der Runde der letzten acht Mannschaften, musste sich Kentucky nach Verlängerung der University of Auburn mit 71:77 geschlagen geben. Reid kam in dieser Partie auf neun Punkte und sechs Rebounds.

Insgesamt spielte Reid Travis in seinem letzten Collegejahr insgesamt 32 Partien für die Kentucky Wildcats. In durchschnittlich 28:36 Minuten Einsatzzeit erzielte er dabei im Schnitt 11,2 Punkte, 7,2 Rebounds und 0,9 Assists pro Partie.

Steckbrief:

Name:                 Reid Travis

Position:             Power Forward / Center

Geburtstag:         25. November 1995

Geburtsort:          Minneapolis, Minnesota (USA)

Größe:                 203 cm

Gewicht:             111 kg

Letzter Verein:     Kentucky Wildcats / NCAA (USA)

College:               Stanford / Kentucky

Nationalität:         USA

red


Zurück in der BBL: Assem Marei Foto: Thorsten Ochs

Assem Marei ist zurück in der Bundesliga

BAYREUTH. In der kommenden Saison wird es für medi bayreuth ein Wiedersehen mit Assem Marei geben: Am Sonntag wurde nämlich der Wechsel des Centers zum oberfränkischen Rivalen Brose Bamberg bekannt. Der 27-Jährige kommt vom türkischen Erstligisten Pinar Karsiyaka und hat in Bamberg einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

In Deutschland ist Marei natürlich bestens bekannt, denn von 2016 bis 2018 lief er für Bayreuth auf. Bei den „Heroes of Tomorrow“ steigerte er sich kontinuierlich und war am Ende einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft. 2018 entschied er sich allerdings zu einem Wechsel in die Türkei. Nun wird es für den reboundstarken Mann unter dem Korb ein Wiedersehen mit einigen seiner alten Kollegen sowie Coach Raoul Korner geben.

 

 

„Ich hatte zwei tolle Jahre in Bayreuth und freue mich, wieder zurück in Oberfranken zu sein. Wir können diese Saison viel erreichen, denn wir werden ein Team aus Kämpfern haben, die alles auf dem Parkett lassen. Genau das werde ich auch tun: 100 Prozent Energie, jedes einzelne Spiel“, sagt Marei.

ms

 


Raoul Korner & Co. werden erneut international spielen.

medi geht im FIBA Europe Cup an den Start

Bayreuth. Bayreuths Geschäftsführer Björn Albrecht hatte nach der vergangenen Saison bereits klar gesagt, dass wenn es eine Möglichkeit gibt, in Europa zu spielen, dann wird medi bayreuth das auch wahrnehmen. Es sah zuletzt immer mehr so aus, dass die Oberfranken im FIBA Europa Cup spielen würden. Am Samstag gab es Gewissheit, die „Heroes of Tomorrow“ werden zum dritten Mal in Folge europäisch vertreten sein.

„Wir freuen uns sehr, ein weiteres Jahr international spielen zu können. Nicht nur aus sportlicher Hinsicht ist es toll, auf europäischem Parkett dabei zu sein. Auch in finanzieller Hinsicht ist der internationale Wettbewerb für uns lukrativ und eine tolle Chance, die gesamte Organisation medi bayreuth noch professioneller aufzustellen“, freut sich Albrecht. „Wir wollen unsere Stadt und unseren Klub in Europa präsentieren und dabei unseren Sponsoren, Partnern und Fans in einem interessanten Wettbewerb internationalen Basketball mit spannenden Gegner anbieten. Ich sehe der Saison im FIBA Europe Cup durchweg optimistisch entgegen.“

Und Coach Raoul Korner fügt an: “Wir haben uns vor zwei Jahren auf die Fahnen geschrieben, Bayreuth auch international vertreten zu wollen, sofern wir einen Startplatz dafür bekommen. Es ist deutlich zu merken, dass sich das Image unserer Organisation dadurch sehr positiv entwickelt hat. Das hat für uns nicht nur positive budgetäre Gründe, sondern hilft uns auch bei der Spielerakquise. Der FIBA Europe Cup ist ein Bewerb, in dem wir bei gutem Saisonverlauf durchaus Chancen haben, weit zu kommen, was einen zusätzlichen sportlichen Reiz ausmacht.“

Zum dritten Mal in Folge Europa

Damit startet medi nach zwei Jahren in der Champions League nun im FIBA Europa Cup. In der Champions League reichte es sogar einmal zum Top Acht, im letzten Jahr war in der Gruppenphase Schluss. Die Gruppenauslosung für den FIBA Europe Cup findet am kommenden Mittwoch (24. Juli) in München statt. Am 16. Oktober beginnt die Gruppenphase. Hier wird das Teilnehmerfeld in acht Vierergruppen aufgeteilt. Die jeweils beiden Besten dieser acht Gruppen qualifizieren sich für die zweite Gruppenphase, die in vier Vierergruppen ausgetragen wird.

ms

zum Bild: Raoul Korner & Co. werden erneut international spielen.


Foto: www.twitter.com/ebruinsma33

medi bayreuth verpflichtet Power Forward

BAYREUTH. medi bayreuth hat seinen fünften Neuzugang für die zwischen 24. und 26. September beginnende Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga unter Vertrag genommen. Vom ungarischen Meister Falco-Vulcano wechselt Power Forward Evan Bruinsma aus Szombathely zu medi bayreuth. Der 26-jährige US-Amerikaner mit niederländischen Wurzeln ist 202 Zentimeter groß, 97 Kilogramm schwer und erhält einen Einjahresvertrag in Bayreuth.

Landesmeister in den letzten beiden Spielzeiten

Nach seiner Collegezeit von 2010 bis 2014 an der University of Detroit Mercy führten Evan Bruinsmas Basketballstationen ihn in Europa über Luxemburg, Tschechien und Bulgarien in der Saison 2017/18 in die Niederlande. Hier konnte er mit Donar Groningen das Double aus Meisterschaft und Pokal gewinnen und zog mit den Niederländern bis ins Halbfinale des FIBA Europe Cups (FEC) ein. Aufgrund seiner starken Saison wurde Evan zum Forward of the Year und ins All-FIBA Europe Cup 1st Team gewählt.

 

 

Sein Weg führte ihn weiter nach Ungarn, wo er in der Vorsaison für das FEC-Team von Falco-Vulcano Energia KC Szombathely spielte.

Auch wenn es für die Ungarn auf europäischem Parkett nicht ganz so toll lief (mit zwei Siegen und vier Niederlagen landete man in der Gruppenphase hinter Szolnok und Dinamo Sassari auf Platz drei und schied aus), produzierte Evan Bruinsma hier starke Zahlen. In vier Partien erzielte er durchschnittlich 19,8 Punkte, 5,0 Rebounds, 1,3 Assists und 1,0 Steals. Vor allem gegen den späteren FEC-Champion, Dinamo Sassari, spielte er mit 24 Punkten, sechs Rebounds und drei Assists groß auf.

Waren die Falcons in der Gruppenphase des FIBA Europe Cups mit zwei Niederlagen noch am Ligakonkurrenten aus Szolnok gescheitert, revanchierte man sich im Halbfinale um die ungarische Meisterschaft eindrucksvoll. Mit einem 3:0 zogen die Falcons in die Finalserie ein, die die Mannschaft von Head Coach Gašper Okorn gegen Egis Kormend ebenfalls mit 3:0 Siegen gewinnen und somit den ungarischen Titel erringen konnte.

In den 36 Saisonspielen in Ungarn brachte es Evan Bruinsma im Schnitt auf 14,0 Punkte, 7,1 Rebounds, 2,1 Assists und 1,3 Assists. In der Endspiel-Serie gegen Kormend konnte er sogar nochmals einen draufpacken. 19,3 Punkte und 8,3 Rebounds pro Partie bescherten ihm neben dem Meistertitel auch den des wertvollsten Spielers in den Finals.

 

 

Raoul Korner :Evan fällt in die Kategorie „moderner Power Forward“, da er athletisch und vielseitig ist. Er spielt mit hoher Intensität, reboundet gut, ist mobil, kann werfen, den Ball auf den Boden setzen und trifft gute Entscheidungen. Es ist auch kein Zufall, dass er bei seinen letzten beiden Stationen jeweils die Meisterschaft gewonnen hat. Evan hat die letzten drei Saisons bereits international gespielt und kennt daher auch diesen Spielrhythmus. Die BBL ist für ihn der nächste logische Karriereschritt und ich freue mich sehr, dass er den bei uns in Bayreuth machen wird.“

Matt Haufer: "Evan Bruinsma verkörpert, wie das Raoul schon gesagt hat, das Profil eines modernen Power Forwards. Er ist beweglich, enorm spielintelligent und ein vielseitiger Scorer, kann aber auch selbst Angriffssysteme initiieren. Dieser Spielertypus hat in der BBL zuletzt bei einigen Mannschaften sehr gut funktioniert. Zwei Meisterschaften in den letzten beiden Jahren zeugen davon, dass Evan weiß, wie man gewinnt und dass er die entsprechende Mentalität mitbringt. Zudem hat er im FIBA Europe Cup bereits nachgewiesen, dass er auf internationalem Parkett gut zurechtkommt. Das Engagement in Deutschland stellt für ihn eine große Chance dar, sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Dementsprechend zügig hat er sich dafür entschieden, unser Angebot anzunehmen."

Steckbrief:

Name:                 Evan John Bruinsma

Position:             Power Forward

Geburtstag:         9. September 1992

Geburtsort:          New Era, Michigan (USA)

Größe:                 202 cm

Gewicht:             97 kg

Letzter Verein:     Falco KC Szombathely (HUN)

College:               University of Detroit Mercy

Nationalität:         USA

red


Von links: Thomas Dressel, Präsident des BBC Bayreuth e.V., Schiedsrichter und „Mann für alle Fälle“ Mbaye Seye sowie Alexis Karypidis, neuer ehrenamtlicher Marketing- und Sponsoringberater für den BBC Bayreuth e.V. Foto: Roland Schmidt

Ein BBC‘ler bei der NBA Summer-League

BAYREUTH. Beim BBC Bayreuth e.V. ist er ein „Mann für alle Fälle“, hilft viel bei der Jugendarbeit mit und ist allseits beliebt. Auf internationaler Ebene pfeift er als Schiedsrichter mit in Afrika erworbener Lizenz des Interantionalen Basketballverbandes FIBA bei hochklassigen Turnieren. Derzeit hat der aus dem Senegal stammende Mbaye Seye eine einmalige Chance: Er darf bei der „Summerleague“ der Nordamerikanischen Profiliga NBA als Schiedsrichter pfeifen und an einer Fortbildung mit NBA-Referees teilnehmen.

Mbaye Seye ist 37 Jahre alt und seit der Saison 2014/15 beim BBC Bayreuth e.V. engagiert. Seine Hauptbeschäftigung in Bayreuth ist eigentlich sein Promotionsstudium, das er im Rahmen des „BIGSAS“-Programmes, der Bayreuther Graduiertenschule für Afrikastudien, absolviert. Seine Promotion schreibt er zu einem Thema aus den Medienwissenschaften.

 

 

Ausgleich zum Studium findet Mbaye Seye beim Basketball. „Bei uns im Verein hilft er immer, wo man ihn braucht“, erklärt Thomas Dressel, der Präsident des BBC Bayreuth e.V., im Gespräch mit der Bayreuther Sonntagszeitung. So trainiert er unter anderem die Anfänger in den Jugendteams der U14 und U16 und begleitet die Nachwuchsspieler bei Basketballcamps. „Der Sport ist für ihn und uns auch wichtig als Element der Integration, man kommt miteinander in Kontakt. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben“, betont Thomas Dressel.
Neben der Arbeit im BBC Bayreuth e.V. ist Mbaye Seye außerdem als Schiedsrichter aktiv. Auf nationaler Ebene darf er dabei aufgrund der geltenden deutschen Bestimmungen bislang bis zur Männer-Regionalliga und zur Zweiten Bundesliga der Damen pfeifen.
International schaut es jedoch anders aus. Im Jahr 2010 hat Mbaye Seye nämlich in seinem Heimatland Senegal die FIBA-Lizenz erworben und darf somit auf internationaler Ebene Spiele leiten – und dies hat er auch schon in größerem Maßstab getan. Alleine bei der Qualifikationsrunde für die jetzt am 31. August in China beginnende Basketball-Weltmeisterschaft hat er elf Spiele geleitet.

 

 

Besonders ist ihm dabei die Partie zwischen Angola und Marokko vor 11.500 Zuschauern in Erinnerung geblieben. Aber auch bei sicher nicht einfach zu leitenden, emotionalen Partien wie dem Maghreb-Derby zwischen Ägypten und Marokko gehörte er zum Team der Referees.
Auch bei der „Afro Basket“, der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft für Nationalteams, war er schon mehrfach als Schiedsrichter aktiv. Außerdem wird Mbaye Seye bei internationalen Jugend- und Damentitelkämpfen eingesetzt.

Derzeit erlebt er jedoch einen absoluten Höhepunkt in seiner bisherigen Schiedsrichterkarriere: Seit Freitag befindet sich Mbaye Seye nämlich bei der Summer-League der NBA in Las Vegas. Er ist dabei einer von sechs ausgewählten FIBA-Referees und der einzige, der vom afrikanischen Verband entsandt wird. In Las Vegas pfeift der 37-Jährige Spiele zwischen den am Wettbewerb beteiligten NBA-Mannschaften und darf gleichzeitig an einer Schiedsrichter-Fortbildung mit Referees der nordamerikanischen Profiliga teilnehmen. „Für mich ist das nicht nur ein Riesen-Erlebnis, es bringt mir sicher auch viel für meine weitere Tätigkeit als Schiedsrichter. Mein Ziel ist es nämlich, bald auch in Deutschland höherklassige Spiele pfeifen zu dürfen. Nächster Step ist hier die ProB als dritte Liga nach der BBL und der ProA“, erklärt Mbaye Seye. Seine weitere Zukunft im deutschen Schiedsrichterwesen hängt natürlich auch mit davon ab, ob er nach Abschluss seiner Promotion an der Bayreuther Uni in Deutschland bleibt. In jedem Fall gefällt es Mbaye Seye in Bayreuth sehr gut und der BBC Bayreuth e.V., in der die Jugendarbeit im Vordergrund steht, ist für ihn wie eine zweite Familie geworden.

 

 

Mehr Sponsoren akquirieren

Mit Alexis Karypidis, Inhaber des Restaurants Plaka, übernimmt ein weithin geschätzter Basketballenthusiast mit bester Vernetzung in der örtlichen Wirtschaft den Posten eines ehrenamtlichen Marketing- und Sponsoringberaters für den BBC Bayreuth e.V..

Unter dem Dach des BBC Bayreuth e.V. sind die Jugendmannschaften von der U8 bis zur U16 sowie die Hobbyspieler des Seniorenbereiches organisiert. Nicht dazu gehören die Profimannschaft von medi Bayreuth, die zweite Mannschaft sowie die Teams der NBBL und JBBL.
„Wir sind eigentlich die Basis für das Profiteam und die Jugendmannschaften in der NBBL und JBBL. Wir haben im U14 und U16-Bereich Mannschaften, die in der höchsten Bayerischen Klasse mitspielen, die U12 wurde kürzlich sogar Bayerischer Vizemeister hinter Bayern München. Unser Ziel ist es, diesen Stand halten zu können. Dies läuft nicht ohne finanzielle Basis und dafür braucht man Sponsoren. Das ist momentan etwas das Feld, das bei uns brach liegt und es freut mich, dass Alexis Karypidis sich bereit erklärt hat, diese Aufgabe zu übernehmen“, erklärte Thomas Dressel, der Präsident des BBC Bayreuth e.V., im Gespräch mit der BTSZ.

 

 

Den Ausschlag, dass sich Alexis Karypidis verstärkt engagieren will, gab die kürzlich in Bayreuth stattgefundene Bayerische Meisterschaft der U12, bei der auch sein Sohn im Bayreuther Team aktiv war und der BBC den Vizetitel holte.
„Die Kinder und die Jugend sind schließlich unsere Zukunft. Hierfür ist Geld immer sinnvoll eingesetzt. Ich will einen ehrlichen Job machen und ein Netzwerk von Sponsoren aufbauen. Langfristig, wenn wir im Optimalfall jedes Jahr ein bis zwei selbst im Verein ausgebildete Nachwuchsspieler bei den Profisn einbauen können, hätte sich die Sache mehr als gelohnt“, erklärte Alexis Karypidis.

Alle Aktivitäten werden in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der sportlichen Leitung von medi Bayreuth durchgeführt. „Auch mein Freund Headcoach Raoul Korner weiß die Arbeit des BBC Bayreuth e.V. sehr zu schätzen“, so Alexis Karypidis.

rs


Basketball Neuzugang Bryce Alford Foto: KNBR The Sports Leader

Vierter Neuzugang bei medi Bayreuth

BAYREUTH. Mit Bryce Alford komplettiert medi Bayreuth ihren Backcourt. Der 24-jähriger Amerikaner wechselt aus der G-League der NBA zu medi bayreuth.

Der 190 Zentimeter große US-Amerikaner spielte zuletzt in der G-League für das Team der Oklahoma City Blue, dem Farmteam der Oklahoma City Thunder. Seine Collegezeit absolvierte er in Los Angeles bei den UCLA Bruins, mit denen er im NCAA-Turnier dreimal in die Runde der letzten 16 Mannschaften einziehen konnte. Alford kann sowohl Point als auch die Shooting Guard spielen und erhält einen Einjahresvertrag.

Fünftbester Scorer aller Zeiten bei UCLA

In seiner Zeit an der University of California absolvierte Bryce insgesamt 141 Partien, von denen er in 105 in der Startformation der Bruins stand. Während er in seinen ersten drei Jahren das Spiel als Point Guard lenkte, wechselte er in seiner vierten Saison zurück auf seine angestammt Position als Shooting Guard, um dem damaligen Freshman Lonzo Ball (New Orleans Pelicans / NBA) Platz im Team der Bruins zu machen. Während seiner vier College-Jahre stand Bryce durchschnittlich 32 Minuten pro Partie auf dem Parkett und erzielte dabei im Schnitt 13,6 Punkte, gab 3,8 Assists und schnappte sich 2,8 Rebounds.

Damit schaffte er es in den Bestenlisten der Bruins auf Platz eins bei gespielten Minuten (4.511), Dreier-Versuchen (829) und getroffenen Dreiern (329). In der UCLA-Rangliste der besten Scorer liegt Bryce Alford hinter Don MacLean, Kareem Abdul-Jabbar, Jason Kapono und Reggie Miller auf Platz fünf (1.922 Punkte).

 

Der Sprung in die NBA blieb bislang verwehrt

Beim NBA Draft 2017 wurde Bryce Alford nicht berücksichtigt. Über die Summer League mit den Golden State Warriors führte ihn sein Weg ins G-League Team der Oklahoma City Blue, dem Farmteam der Thunder. Hier absolvierte er in den beiden vergangenen Spielzeiten jeweils 50 Spiele, stand dabei im Schnitt fast 32 Minuten auf dem Spielfeld und erzielte hier durchschnittlich 15,3 Punkte, 2,7 Assists und 2,3 Rebounds.

Matt Haufer (Sportlicher Leiter medi bayreuth): "Um festzustellen, dass Bryce ein exzellenter Distanzschütze ist und Reichweite bis weit hinter den Perimeter besitzt, genügt eine oberflächliche YouTube-Recherche. Er kann aber viel mehr als nur werfen und wird uns auf der Position des Shooting Guards ein flexibleres Skill-Set geben, als wir es in der vergangenen Saison hatten. Durch seine Erfahrung als Point Guard entlastet er den Spielaufbau und ermöglicht es uns, die Zahl der Ballhandler und Kreativspieler auf dem Feld zu erhöhen. Weiterhin hat er bei einem historischen Top-Programm wie UCLA und in der NBA G League auf höchstem Niveau eine tragende Rolle gespielt und Spiele entschieden. Von dieser Wettbewerbserfahrung wird er auch bei seinem ersten Engagement in Europa profitieren."

 

Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth): Bryce ist ein extrem spiel intelligenter Werfer, der bereits im College konstant auf Top-Niveau abgeliefert hat. Als er erstmals in der G-League aufgetaucht ist, hat mich mein früherer Assistant und jetziger G-League Head Coach Martin Schiller auf ihn aufmerksam gemacht. Er meinte, Bryce sei genau der Typ Spieler, der zu meiner Spielphilosophie passe. Seitdem habe ich ihn auf dem Radar und freue mich sehr, dass wir ihn für unser Programm begeistern konnten."

red

Foto: KNBR The Sports Leader


James Robinson kommt zurück zu medi

BAYREUTH. Nach einem Jahr in Israel lenkt der 25-jährige US-Amerikaner James Robinson wieder das Spiel von medi

Playoff-Einzug in der easyCredit BBL, Viertelfinale in der Basketball Champions League - gemeinsam mit medi-Kapitän Bastian Doreth stellte er in der Bayreuther Basketball Geschichte das wohl erfolgreichste Point Guard Duo der letzten Jahre: James Robinson. Jetzt ist der 25-Jährige zurück!

Nach einem Jahr in Diensten des israelischen Erstligisten Bnei Herzlia kehrt der 191 Zentimeter große US-Amerikaner ins Team der HEROES OF TOMORROW zurück.

Das sagt Matt Haufer (Sportlicher Leiter medi bayreuth):

"Es ist ein relativ offenes Geheimnis, dass wir James im vergangenen Sommer gerne weiterverpflichtet hätten. Am Ende hat er sich für ein deutlich höher dotiertes Angebot aus Israel entschieden - wirtschaftlich gesehen nachvollziehbar, in sportlicher Hinsicht verlief die Saison allerdings eher enttäuschend. Trotzdem deutete James in einigen Partien seine enorme Qualität an und kratzte zum Beispiel gegen den Euroleague-Vertreter Maccabi Tel-Aviv am Triple-Double. Bei uns findet er eine stabile Situation mit klarer Rollendefinition vor. Seine Stärken sind uns bestens bekannt und wurden in der Vorsaison teils schmerzlich vermisst: der sogenannte "clutch-Faktor", also die Fähigkeit, in entscheidenden Spielphasen zu übernehmen, eine physische Interpretation der Aufbauposition und kaum Fehler beim Ballvortrag. Weiterhin mussten wir für eine Einschätzung seiner Charaktereigenschaften kein Feedback aus zweiter Hand einholen, sondern lediglich die eigene Erinnerung bemühen. James hat beim gesamten Staff des Klubs einen tadellosen Eindruck hinterlassen und wir freuen uns auf seine Rückkehr nach Oberfranken.“

Das sagt Raoul Korner (Head Coach medi bayreuth):

“Manchmal muss man auf die andere Seite des Zauns klettern, um zu sehen, dass dort der Rasen doch nicht grüner ist als der eigene. Umso glücklicher bin ich, dass wir nun mit einem Jahr Unterbrechung den gemeinsamen, erfolgreichen Weg wieder fortsetzen können. James war ein wichtiger Teil der erfolgreichsten Mannschaft in Bayreuth der letzten Jahre und wird uns mit seinen Qualitäten wieder Stabilität auf der so wichtigen Point Guard Position geben.“

Saison in Israel mit nur wenigen Höhepunkten

Dem Höhenflug der HEROES OF TOMORROW in der Saison 2017/18 mit dem Erreichen der Playoffs in der BBL sowie der Basketball Champions League folgte ein sportlich gesehen doch eher nüchternes Jahr für James Robinson. Mit seinem Team aus Herzlia, 15 Kilometer nördlich von Tel Aviv gelegen, landete er am Ende der Saison mit einer Bilanz von nur sieben Siegen aus 33 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. James stand in 24 Spielen durchschnittlich rund 25:06 Minuten auf dem Parkett und erzielte dabei im Schnitt 9,2 Punkte sowie je 3,2 Rebounds und Assists.

 

Rückblick auf seine Werte in Bayreuth in der Saison 2017/18:

Bundesliga-Stats:  34 Spiele, 23:20 Minuten, 9,7 Punkte, 2,1 Rebounds, 3,5 Assists, 10,1 Effektivität

Champions-League-Stats: 18 Spiele, 26:00 Minuten, 10,2 Punkte, 2,6 Rebounds, 3,1 Assists, 10,4 Effektivität

 

Steckbrief:

Name:                 James Robinson

Position:             Point Guard

Geburtstag:         4. März 1994

Geburtsort:           Mitchellville, Maryland (USA)

Größe:                 191 cm

Gewicht:             91 kg

Letzter Verein:     Bnei Herzlia (Israel)

College:               Pittsburgh

Nationalität:         USA

 

Zum Bild: James Robinson (Mitte) in der Saison 2017/18 für medi im Spiel gegen Alba Berlin.  Foto: Thorsten Ochs


Grüttner Bacoul verstärkt deutsche Achse bei medi

Nächster Neuzugang für medi bayreuth: Joanic Grüttner Bacoul wechselt nach Oberfranken und verstärkt die deutsche Achse um Kapitän Bastian Doreth, Andi Seiferth, Lukas Meisner und Nico Wenzl. Der neue Mann hat auch die französische Staatsbürgerschaft. Der 23-Jährige stand zuletzt bei der BG Göttingen unter Vertrag, kam in der vergangenen Saison pro Spiel etwas mehr als zehn Minuten zum Einsatz und erzielte dabei 1,6 Punkte.

„Die Rolle, die Joanic bei uns ausfüllen wird, ist eine extrem wichtige für den Erfolg jeder Mannschaft. Der Spieler muss bereit sein, für das Team alles zu geben, egal wie viel er spielt. Solche Spieler stehen selten im Rampenlicht, und dennoch sind sie für den Teamerfolg unverzichtbar“, sagt Coach Raoul Korner. „Joanic hat in Göttingen seinen Job hervorragend gemacht und bewiesen, dass er immer Vollgas geht, egal ob und wie viel er beim letzten Spiel auf dem Spielfeld gestanden hat. Ihm wurde in seiner Karriere nie etwas geschenkt und genau diese Mentalität können wir bei uns sehr gut brauchen.“

Joanic Grüttner Bacoul wurde in der Talentschmiede des TuS Lichtenfelde ausgebildet. Über die Jugend in Jena führte sein Weg zu Eintracht Stahnsdorf und zur TG Würzburg. Dort spielte er jeweils in der ProB. In der Saison 2016/17 sammelte er im Göttinger Trikot erstmals BBL-Erfahrung.

Er bringt Hustle, Intensität und Eigenmotivation mit

“Während der Saison 2015/2016 habe ich Joanic des öfteren live in der Würzburger ProB-Mannschaft gesehen. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich nicht unbedingt ein Vermögen darauf verwettet, dass aus ihm ein Erstligaspieler wird. Das meine ich überhaupt nicht despektierlich, ganz im Gegenteil, denn ich hätte es besser wissen sollen“, so der Sportliche Leiter Mat Haufer. „Schließlich war schon damals erkennbar, dass er bereit ist, in punkto Hustle, Intensität und Eigenmotivation mehr in die Waagschale zu werfen als andere. Diese Eigenschaften gepaart mit solider Athletik und einem inzwischen sehr stabilen Distanzwurf haben dazu beigetragen, meine Einschätzung zu widerlegen.“

 ms


Shooting Guard als erster Neuzugang

BAYREUTH. Der erste Neuzugang für die kommende Spielzeit der HEROES OF TOMORROW in der easyCredit Basketball Bundesliga ist gefunden. Er heißt James Woodard, ist 25 Jahre alt, 191 Zentimeter groß und 86 Kilogramm schwer. Der in Arcadia, im US-Bundesstaat Oklahoma geborene US-Amerikaner spielte zuletzt in Nordmazedonien für KK MZT Skopje Aerodrom, wo er mit seinem Team erst am vergangenen Donnerstag die Meisterschaft mit einem 3:0 im Finale im Stadtderby gegen KK Rabotnicki Skopje gewinnen konnte.
Ausschlaggebend im Recruiting-Prozess waren jedoch weniger die Leistungen in der nordmazedonischen Meisterschaft als vielmehr das eindrucksvolle Auftreten von James Woodard in der ABA 2, also dem Unterbau der Adriatic Basketball League (ABA). Hier steuerte er in 26 Spielen bei einer Einsatzzeit von 32 Minuten im Schnitt starke 14,3 Punkte, 4,3 Rebounds, 2,4 Assists bei einer Wurfquote von fast 60% Prozent im Zwei- und 41% im Drei-Punkte-Bereich bei.

Raoul Korner: „James ist ein variabel einsetzbarer Teamplayer, der bei uns den nächsten Schritt in seiner bisher sehr schlüssig verlaufenen Karriere nehmen will. Wer auch immer bisher mit ihm zu tun hatte, spricht in höchsten Tönen von ihm. James bringt eine gute Mischung aus Erfahrung einerseits und Entwicklungsambition andererseits mit.“

Name:                James Alexander Woodard
Position:             Shooting Guard
Geburtstag:      25. Januar 1994
Geburtsort:        Arcadia, Oklahoma (USA)     
Größe:                191 cm
Gewicht:             86 kg
Letzter Verein:     MZT Skopje
College:              Tulsa
Nationalität:        USA
red