Veröffentlicht am 05.03.2026 14:04

„Hauts nimmer hi mitm Knie?“

Foto: red
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Die Therapiemöglichkeiten bei Kniebeschwerden sind ebenso vielfältig wie die Ursachen. Christian M. Benker und Dr. Mark Schmolze sind ausgewiesene Spezialisten, wenn es um die Behandlung von Knieschmerzen geht – und das nicht erst, wenn es um die Frage nach einem künstlichen Gelenk geht. Beide sind nicht nur Orthopäden und Oberärzte der Klinik für Orthopädie an der Klinikum Bayreuth GmbH, sondern auch zertifizierte Hauptoperateure im Endoprothetikzentrum an der Klinik Hohe Warte und haben hier zudem ein KnorpelKompetenzZentrum etabliert. Im Rahmen eines Medizinischen Vortrags werden sie am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr im Speisesaal des Therapiezentrums der Klinik Hohe Warte, das breite Behandlungsspektrum vorstellen.

Konservative Therapie
Als Orthopäden haben Benker und Schmolze ein breites Spektrum an Behandlungsalternativen bei Knieschmerzen, bevor sie zum künstlichen Gelenk raten. „Gelingt es, mithilfe konservativer Therapien, die Schmerzen deutlich zu lindern, Beweglichkeit wiederherzustellen und Fehl- und Schonhaltungen zu vermeiden, lässt sich ein Gelenkersatz oft über Jahre hinauszögern“, sagen sie. Auch Schmerzmittel oder eine Spritze ins Knie, beispielsweise mit PRP, sind kein Tabu. „Je später der Gelenkersatz erfolgen kann, desto unwahrscheinlicher wird es, dass Patientinnen oder Patienten sich im Laufe ihres Lebens einer weiteren großen Knieoperation unterziehen müssen. Das ist gut, denn: „Mit jedem weiteren Gelenkersatz nimmt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen zu“, sagen Schmolze und Benker.

Wiederaufbau des Knorpels und Knorpelersatz
Knorpelschäden können Knieschmerzen verursachen. „Umkehren lässt sich dieser Prozess nicht“, sagt Benker. Was einmal kaputt ist, kann nicht wiederhergestellt werden – oder doch? „Jein“, sagen die beiden Experten. Denn es gibt durchaus Möglichkeiten, den Knorpel wieder aufzubauen: Beim sogenannten Minced-Cartilage wird eine kleine Menge körpereigenes Knorpelgewebe entnommen und zerkleinert. Mit dieser Masse wird der Defekt aufgefüllt und durch ein Kollagen-Implantat verschlossen. Innerhalb weniger Monate bildet sich daraus neues Knorpelgewebe. Alternativ lässt sich auch aus dem Knie entnommener Knorpel im Labor „züchten“ und wieder einsetzen (Autologe Chondrozyten-Transplantation, kurz ACT). Hierdurch erlangen die Patientinnen und Patienten unter Umständen über Jahre eine schmerzfreie Zeit. „Im gleichen Eingriff können auch bestehende Fehlstellungen der Beinachse, wie X-Beine oder O-Beine, effektiv korrigiert werden – falls notwendig“, sagt Benker.

Gelenkersatz – jetzt doch
Meist spüren die Patientinnen und Patienten selbst, wann es Zeit für ein künstliches Gelenk wird. „Sind alle konservativen Therapien ausgeschöpft, die Arthrose fortgeschritten und die Schmerzen so groß, dass sie Betroffene erheblich beeinträchtigen, ist es Zeit. Abhängig davon, wo der Gelenkverschleiß lokalisiert ist, bietet es sich an, nur einen Teil des Kniegelenks mit einer Teil- oder Schlittenprothese zu ersetzen“, erklärt Schmolze. Ist das ganze Gelenk betroffen, kommt eine Vollprothese zum Einsatz.

Probleme trotz oder mit dem künstlichen Gelenk
„Heutige Prothesen haben eine Lebenszeit von mehr als 20 Jahren. Patientinnen und Patienten haben daher nach dem Gelenkersatz im besten Fall viele Jahre Ruhe“, sagen die beiden Orthopäden. Aber: Künstliche Gelenke können auch mal Beschwerden machen. Nicht immer liegt die Ursache hierfür im Kniegelenk selbst. Treten jedoch eine Lockerung der Prothesenteile und/oder eine Instabilität auf, kann eine Nachoperation notwendig werden. Schnelles Handeln ist bei einer Infektion oder einem Unfall mit Knochenbruch um die Prothese notwendig. „Beschwerden wie Schwellungen, Rötungen, Schmerzen oder Fieber, sollten immer ernst genommen und frühzeitig abgeklärt werden“, raten die Knieexperten. An der Klinik Hohe Warte operieren Schmolze und Benker auch Patientinnen und Patienten, bei denen ein bereits implantiertes künstliches Gelenk Beschwerden verursacht.

Diese Revisionsoperationen sind komplexer als ein erster Gelenkersatz. „Wir haben auf diesem Gebiet viel Erfahrung und erzielen auch in schwierigen Fällen gute Erfolge.“

So erreichen Sie uns:

Beide Kniespezialisten bieten im Rahmen der ambulanten Versorgung eine Sprechstunde an – jetzt neu – im MVZ MedCenter,
Spinnereistraße 7.

Terminvereinbarungen:
Per E-Mail: info@medcenter.info oder telefonisch: 0921 1512 686-0

Weitere Informationen zum Endoprothetikzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH: klinikum-bayreuth.de/endoprothetikzentrum


Von red
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