Stadtbummel ist heute Pflicht

BAYREUTH. Am heutigen Sonntag ist in der Innenstadt verkaufsoffen. Anlass für den verkaufsoffenen Sonntag ist der Martinimarkt.

Die Geschäfte rund um den Martini-Markt öffnen von 13 bis 18 Uhr für die Kunden. Im Interview berichten Einzelhändler über den Nutzen des verkaufsoffenen Sonntags und erläutern, aus welchem Grund sie sich beteiligen. Shoppen ist inzwischen eine attraktive Freizeitbeschäftigung. Bei einem verkaufsoffenen Sonntag bietet der Einzelhandel meist Schnäppchen und es ist zudem eine gute Gelegenheit, bei einem Bummel durch die Stadt, Zeit mit der gesamten Familie zu verbringen – und vielleicht findet man bei dieser Gelegenheit erste Weihnachtsgeschenke.

Einzelhändler im Interview zum Thema “Einkaufen am Sonntag”:

 

Dagmar Zimmermann, Schloss Parfümerie:
Entweder alle oder gar nicht. Dieser Tag ist nur attraktiv, wenn alle mitmachen. An diesem Tag kommen sehr viele Fremde in die Stadt und so kann man sich nochmal neu präsentieren. Vor allem jetzt mit unserem neuen Laden. Dafür eignet sich der verkaufsoffene Sonntag sehr gut. Vorteile, beispielsweise im finanziellen Sinne, gibt es aber nicht.

 

Sabine Dressel, Cecil:
Natürlich machen wir beim verkaufsoffenen Sonntag mit, einfach um uns nicht auszugrenzen. Wenn es so eine Aktion gibt, dann sollten auch alle an einem Strang ziehen. Er bringt nicht mehr Geld, dieser eine Tag, er ist für uns also nicht effektiv. Wir machen das nur für die Gemeinschaft der Bayreuther Innenstadt-Geschäfte. Denn nur in einer Gemeinschaft kann man auch etwas erreichen.

 

Chris Wagner, Wellensteyn:
Der verkaufsoffene Sonntag belebt vor allem die Innenstadt, auch mal an einem sonst ruhigen Sonntag. Es kommen auch andere Kunden, beispielsweise aus dem Landkreis und der Oberpfalz, oder Stammkunden, die unter der Woche wenig Zeit haben. Wir haben einen neuen Laden und präsentieren den gerne. Eine Attraktion ist ganz sicher unser Wellensteyn-Eisbär, der Kunden und Passanten unterhält.

 

Viktor und Alexander Prieb, Photo Porst:
Den verkaufsoffenen Sonntag wie vor zehn Jahren gibt es nicht mehr – denn es gibt das Internet. Da kauft der Kunde rund um die Uhr und verzichtet möglicherweise am Sonntag auf den Weg in die Stadt. Eine Häufung der Verkaufsstrategieen, wie verkaufsoffener Sonntag, Black Friday oder Midnight Shopping, ist ungünstig. Wir öffnen wegen der Gemeinschaft. Wenn sich alle beteiligen, sind wir auch mit dabei.

gmu/jm