CSU: Klima-City statt Klima-Notstand

Bayreuth. Die CSU strebt eine Klima-City Bayreuth an. Das haben die Vorsitzende des Kreisverbandes Bayreuth-Stadt und Bundestagsabgeordnete Silke Launert, Bezirksrat und Fraktionsvorsitzender Stefan Specht, Alt-OB Michael Hohl und 2. Bürgermeister Thomas Ebersberger bei einer Pressekonferenz der Kreisverbandes Bayreuth-Stadt und der Stadtratsfraktion angekündigt.

Die CSU möchte damit in der Stadt einen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen leisten, auch wenn diese freilich nur einen marginalen Teil ausmachten. Was die CSU auf keinen Fall will ist es, den Klima-Notstand auszurufen, so wie dies andere Kommunen in Oberfranken bereits getan hätten.

Nach den Worten von Specht gewinne der lokale Klimaschutz immer mehr an Bedeutung. Das habe nicht zuletzt der Bericht des Meteorologen Christoph Thomas von der Universität Bayreuth in der jüngsten Stadtratssitzung deutlich gemacht. Ziel einer künftigen Klima-City Bayreuth soll es deshalb sein, bei allen anstehenden Entscheidungen verstärkt Klimaaspekte zu berücksichtigen.

 

Niemand soll das Auto verboten werden, stellte Dr. Silke Launert klar, Aber viele Probleme könnten vor Ort gelöst werden, ohne dass Berlin gleich mit dem Verbotshammer kommt.

Es geht nicht darum die Bürger zu bekehren oder ihnen Angst zu machen, indem sogar Worte wie Notstand bei Klimabelangen verwendet werden. Das sehe ich extrem kritisch. Sondern vielmehr gilt es, erste Rahmenbedingungen schaffen, damit jeder nachhaltiger handeln kann“, so Launert.

Ein Umstieg auf das Fahrrad sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, könne aber nur ein Teilaspekt des Klimaschutzes sein. Launert plädierte für ein Miteinander, etwa von Radfahrern und Autofahrern. Leider sei aber oft das Gegenteil zu erleben. Dabei outete sich die Abgeordnete auch als „bekennender Fan des E-Rollers“. Vor allem in Berlin habe sie positive Erfahrungen damit gemacht.

 

Eine klimafreundliche Stadt zu werden, sei ein komplexes Thema, so Michael Hohl. Ressortübergreifend sollte ein Klimakonzept erarbeitet werden. Ihm gehe es dabei unter anderem um ein sogenanntes Pocket-Park Programm für die Innenstadt, also um kleine Grünflächen in Wohngebieten verteilt auf die ganze Stadt um flächendeckend für Kühlung zu sorgen.

Bürgermeister Thomas Ebersberger plädierte für eine intelligente wissenschaftliche Unterstützung, um das positive Lebensumfeld zu erhalten. Es könne nicht sein, dass man Bienen unterstützt, aber im Privaten kaum etwas dafür tut, kritisierte er die Unterstützer des umstrittenen Volksbegehrens zum Artenschutz.

red.