Veröffentlicht am 01.03.2024 10:13

So kann man chronische Schmerzen vermeiden

Dr. Stephan Fuchs (Foto: Archiv)
Dr. Stephan Fuchs (Foto: Archiv)
Dr. Stephan Fuchs (Foto: Archiv)
Dr. Stephan Fuchs (Foto: Archiv)
Dr. Stephan Fuchs (Foto: Archiv)

Leiden Sie seit einiger Zeit an wiederkehrenden Schmerzen und fühlen Sie sich durch diese Schmerzen im Alltag beeinträchtigt?

Überlegen Sie deshalb, Hilfe oder eine ärztliche Untersuchung zu suchen? Dann könnte die interdisziplinäre Untersuchung „A-IMA“ genau das Richtige für Sie sein!

Was ist A-IMA?

Hoffnung bietet Ihnen die multimodale Schmerzdiagnostik. Diese ist auch hier vor Ort in Bayreuth für Sie möglich: Das sogenannte ambulante interdisziplinäre multimodale Assessment, kurz A-IMA, ist eine neue Form der Untersuchung, die von verschiedenen Fachleuten durchgeführt wird, um Menschen mit Schmerzen zu helfen.

Dabei werden verschiedene Aspekte des Schmerzes betrachtet, wie zum Beispiel die körperlichen Ursachen, die psychischen Folgen oder die sozialen Auswirkungen. Auf dieser Grundlage wird dann eine passende Behandlung empfohlen, die den Schmerz lindern oder vermeiden soll.

Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. Deswegen soll der Übergang von akuten zu chronischen Schmerzen, so früh wie möglich verhindert werden.

Was sind die Vorteile für Patientinnen und Patienten?

Die Behandelnden arbeiten nicht nur eng sowie fachübergreifend untereinander zusammen, sondern beziehen die Betroffenen auch intensiv in den Prozess mit ein.

Persönliche Erfahrungen werden ernst genommen und Therapieempfehlungen können aktiv mitgestaltet werden. Die Untersuchungen finden auf einem hohen medizinisch-wissenschaftlichen Niveau statt. Dadurch werden unnötige Behandlungen vermieden und die Wartezeiten bleiben kurz.

Wer kann bei A-IMA mitmachen?

Teilnehmen können Versicherte der BARMER ab 18 Jahren, wenn diese Schmerzen haben, die sich in den letzten sechs Wochen nicht oder nur wenig gebessert haben die Schmerzen innerhalb der letzten beiden Jahre wiederholt aufgetreten sind oder sich im Alltag durch diese Schmerzen eingeschränkt fühlen.

Möglicherweise bemerken Betroffene auch erste Hinweise auf das Risiko einer Chronifizierung wie niedergeschlagene oder ängstliche Stimmung, sich ausbreitende Schmerzen oder die Vermeidung von körperlichen oder sozialen Aktivitäten.

„Das A-IMA ist eine wichtige Etappe zur Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland“, so Dr.
Stephan Fuchs. Er ist Orthopäde in Bayreuth und bietet A-IMA seit 2022 an. Seitdem hat er dutzende A-IMA-Patientinnen und -Patienten erfolgreich begleitet. Bundesweit wird diese neue Versorgungsform von über 30 Partnerzentren der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. erfolgreich angeboten.

„Wir hoffen, dass zukünftig auch noch weitere Kassen mitmachen und Ihre Patientinnen und Patienten diesbezüglich nicht allein lassen“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen, 95 Prozent davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen sechs Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes.

Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit), liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

Dr. med. Stephan Fuchs

Facharzt für Orthopädie und Schmerztherapeut, Sportarzt, physikalische Therapie, Diplom-Osteopath der DAAO


Von Stephan Fuchs
Bereitgestellt mit myContent.online CMS und PORTAL.
north