Veröffentlicht am 30.01.2026 09:35

Warnstreik trifft den öffentlichen Nahverkehr: Einschränkungen in Bayreuth erwartet

Foto: red
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Die Gewerkschaft ver.di ruft für Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Der Streik gilt für ganz Bayern.

Betroffen sind Betriebe, in denen der Tarifvertrag Nahverkehr gilt. Dazu zählen auch die Stadtwerke Bayreuth. Fahrgäste müssen mit Einschränkungen rechnen.

Ver.di fordert mehr Geld und bessere Arbeitszeiten. Konkret geht es um 668,75 Euro mehr Lohn im Monat. Zudem soll die Wochenarbeitszeit sinken. Die Mindestruhezeit zwischen zwei Schichten soll elf Stunden betragen.

„Die Beschäftigten halten Bayreuth jeden Tag mobil. Dafür brauchen sie faire Bedingungen“, sagt Gewerkschaftssekretärin Sarah Hettler aus Bayreuth. Die Arbeit im Schichtdienst sei sehr belastend.

Der Tarifvertrag gilt bayernweit für mehr als 20 Unternehmen. Rund 9.000 Beschäftigte fallen darunter. Mit höheren Löhnen will ver.di Lücken im Lohnsystem schließen. Auch die Einstiegsgehälter im Fahrdienst sollen steigen. Sie liegen in Bayern unter dem Niveau anderer Bundesländer.

Die Gespräche zwischen ver.di und den Arbeitgebern laufen seit dem vergangenen Jahr. Die Gewerkschaft hatte vorgeschlagen, zuerst die Löhne anzuheben. Danach sollten bessere Arbeitsbedingungen folgen. Die Arbeitgeber lehnten das ab.

„Die Eskalation tragen die Arbeitgeber“, sagt Katharina Wagner von ver.di" class="auto-detected-link" target="_blank">ver.di. Man habe Lösungen angeboten. Diktate akzeptiere die Gewerkschaft nicht. Auch ver.di" class="auto-detected-link" target="_blank">ver.di Bayern warnt vor weiteren Streiks. Ohne Bewegung der Arbeitgeber könne sich der Konflikt zuspitzen.

In Bayern regelt ein einziger Tarifvertrag sowohl Lohn als auch Arbeitszeit. Ver.di will das ändern. Ziel ist ein eigener Vertrag für Arbeitsbedingungen. So sollen Verbesserungen dauerhaft gesichert werden.

Die Gewerkschaft sieht auch die Politik in der Pflicht. Ein starker Nahverkehr brauche genug Personal und eine stabile Finanzierung. Sparen am Personal sei der falsche Weg. Das schade auch Städten wie Bayreuth.


Von Jessica Mohr
jm
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