Veröffentlicht am 16.03.2026 14:52

„Richard zieht ein”

Foto: red
Foto: red
Foto: red
Foto: red
Foto: red

Drei Gemeinden aus dem Landkreis Bayreuth nehmen am Jubiläumsprojekt „Richard zieht ein – und Walhall wird lebendig“ teil. Eine interdisziplinäre Fachjury hat sie im Rahmen des Festspieljubiläums Festival150 Bayreuth ausgewählt.

Das Projekt bringt erstmals künstlerische Impulse der Bayreuther Festspiele in den Landkreis. Geplant ist ein eigenes Ausstellungs- und Beteiligungsformat. Ziel ist es, die Stadt Bayreuth stärker mit ihrem Umland zu verbinden.

Jede ausgewählte Gemeinde übernimmt dabei eine symbolische Rolle in einer neu interpretierten Wagner-Mythologie. Zusammen bilden sie eine kulturelle Achse zwischen Stadt und Land. Gleichzeitig soll das Projekt die regionale Identität sichtbar machen.

Die ausgewählten Gemeinden
Eckersdorf – „Der Drache“
Bezug zu mystischen Wesen und zum Salamandertal. Außerdem erinnert das Motiv an einen Aufenthalt von Richard Wagner im Jahr 1872 im Schloss Fantaisie.

Creußen / Lindenhardt – „Der Held“
Das Lindenblatt steht symbolisch für Erkenntnis und menschliche Verletzlichkeit.

Goldkronach – „Der Schatz“
Das Motiv greift die Bergbaugeschichte der Region auf und knüpft an das Rheingold an.

Ausstellungen im Herbst
Die Kunstwerke entstehen zu den jeweiligen Themen der Gemeinden. Ausgestellt werden sie im Rathaus oder Gemeindehaus – den symbolischen „Festspielhäusern“ der Orte. Die Präsentationen sind für den kommenden Herbst geplant.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres werden die beteiligten Gemeinden und Künstler am 25. Juli in der Schlossgalerie Bayreuth vorgestellt. Dort eröffnet eine Ausstellung mit Wagner-Interpretationen des Künstlers Michael Apitz.

Weitere Arbeiten sind ab 6. August im Landratsamt Bayreuth zu sehen. Die Ausstellung findet im Rahmen des Sonderformats „Sommergalerie meets Festival150“ statt.

Das Projekt wird von der Region Bayreuth initiiert und gemeinsam mit dem Kunstverein Bayreuth sowie dem Jubiläumsprogramm Festival150 umgesetzt. Gefördert wird es vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie von Stadt und Landkreis Bayreuth.

Aufruf an Künstlerinnen und Künstler
Professionell arbeitende Künstler können sich ab sofort bewerben. Voraussetzung ist, dass sie in einer der ausgewählten Gemeinden wohnen, dort einen Ortsteil oder Bezirk als Wohnsitz haben oder in der Gemeinde ein Atelier betreiben.

Einzureichen sind bis 14. April 2026 per E-Mail:
- ein kurzes Statement zur künstlerischen Idee (max. eine halbe Seite),
- ein Lebenslauf,
- ein Portfolio oder ein Link zur eigenen Website.

Die Auswahl trifft die Fachjury am 15. April 2026.
Das Honorar für ausgewählte Künstler beträgt 400 Euro. Es wird aus Regionalmanagementmitteln des Freistaats Bayern sowie von Stadt und Landkreis Bayreuth finanziert.


Von Jessica Mohr
jm
north