BAYREUTH. Bei der Wiederinbetriebnahme der Pegnitztalstrecke gibt es Fortschritte: Der Zugverkehr soll schrittweise zurückkehren. Ab Anfang Mai sollen wieder Züge zwischen Neuhaus und Pegnitz fahren. Nach aktuellem Stand will die Bahn die gesamte Strecke zwischen Hersbruck (rechts der Pegnitz) und Pegnitz bis zum Ende der Sommerferien wieder vollständig für den regulären Betrieb öffnen.
Für Fahrgäste aus Bayreuth ändert sich dadurch zunächst allerdings wenig. Zwar entfällt auf dem kurzen Abschnitt zwischen Neuhaus und Pegnitz künftig der Ersatzbus. Die gesperrte Strecke zwischen Pegnitz und Hersbruck bleibt jedoch weiterhin ein Engpass. Wer von Bayreuth nach Nürnberg unterwegs ist, müsste deshalb weiterhin umsteigen: mit dem Zug zunächst nach Pegnitz oder Neuhaus, von dort mit dem Bus nach Hersbruck und anschließend wieder mit der Bahn nach Nürnberg.
Der Umstieg würde dabei nicht in Pegnitz erfolgen, sondern erst in Neuhaus. Dort enden ab Mai die Züge der RE-Linien 30, 31, 32 und 38. Von Neuhaus fahren stündlich Ersatzbusse mit allen Zwischenhalten bis Hersbruck. Von dort geht es mit Regionalzügen oder der S-Bahn weiter nach Nürnberg.
Zeitlich bleibt diese Kombination aus Zug, Bus und erneutem Zug allerdings deutlich langsamer als der derzeitige Direktbus. Während die direkte Bahnverbindung über das Pegnitztal normalerweise nur rund 70 Minuten benötigt, dauert die Fahrt mit Umstieg derzeit meist etwa eine Stunde und 45 Minuten oder länger. Deshalb nutzen viele Pendler weiterhin den stündlichen Direktbus zwischen Bayreuth und Nürnberg, der meist in etwa anderthalb Stunden am Ziel ist.
Der Grund für die Einschränkungen sind Schäden an mehreren Pegnitzbrücken. Die DB InfraGO hatte die Strecke zwischen Hersbruck und Pegnitz im September 2025 kurzfristig sperren müssen. Inzwischen laufen umfangreiche Sanierungsarbeiten. Bautrupps erneuern Fugen, sichern Mauerwerk mit Ankern, verschließen Risse und verfüllen Hohlräume. Parallel laufen bereits die Planungen für eine grundlegende Erneuerung der Bauwerke.
Bis die Pegnitztalstrecke vollständig wieder befahrbar ist, bleibt der umfangreiche Ersatzverkehr bestehen. Neben den Direktbussen verkehren weiterhin auch Umleitungszüge zwischen Nürnberg, Marktredwitz und Hof über Weiden. Für Pendler aus Bayreuth dürfte die Bahn aber erst wieder zur schnellsten Verbindung werden, wenn die Strecke im Pegnitztal vollständig geöffnet ist.