Einen weiteren Erfolg im Abstiegskampf will die SpVgg Bayreuth im Rahmen des 24. Spieltags der Regionalliga Bayern am Samstag, 21. März, um 14 Uhr im Heimspiel gegen Schwaben Augsburg einfahren.
Die Altstädter sind als aktueller Tabellen-13. seit der Winterpause nach dem 1:1 in Eichstätt, dem 2:1-Heimsieg gegen Bayern München II und dem 1:1 beim TSV Buchbach am Freitag vor einer Woche noch ungeschlagen und haben 26 Punkte auf dem Konto. Die „Schwabenritter“ aus Augsburg sind sogar noch stärker in die Rest-Rückrunde gestartet. Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Viktoria Aschaffenburg und einem 2:2 im Heimspiel gegen den TSV Buchbach, wobei der fast schon sicher geglaubte Sieg nach einer 2:0-Führung in der Nachspielzeit flöten ging, gab es zuletzt am vergangenen Samstag einen 3:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Hankofen-Hailing. Dank der bislang sieben Punkte nach der Winterpause arbeiteten sich die Schwaben mit jetzt 19 Zählern auf Tabellenplatz 15, den oberen Relegationsplatz, nach vorne. Nimmt man den 2:1-Heimsieg gegen Bayern München II unmittelbar vor der Winterpause noch dazu, haben die Schwaben zehn Zähler aus den vergangenen vier Partien geholt. Für Bayreuth heißt dies, dass man die Fuggerstädter keineswegs unterschätzen sollte.
In der Partie bei den „Dorfbuam“ in Hankofen-Hailing gingen die Schwaben in der 29. Minute durch ein Fallrückzieher-Traumtor von Achitpol Keereerom mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel schickten sich die Gastgeber an, das Heft in die Hand zu nehmen, Felix Schwarzholz verpasste ihnen jedoch in der 60. Minute mit dem 2:0 den nächsten Nackenschlag. In der Nachspielzeit (90.+2) sorgte Jonas Greppmeier für den 3:0-Endstand in dem Duell im Tabellenkeller.
„Über 90 Minuten gesehen war es ein hochverdienter Sieg für uns. Wir hatten von Anfang an die Kontrolle. Allein der Treffer zum 1:0, der absolut sehenswert war, war sein Eintrittsgeld wert. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht”, resümierte der Augsburger Spielertrainer Matthias Ostrzolek nach der Partie. Der 35-jährige Ex-Profi, seit 2023 bei den „Schwabenrittern“, hat mittlerweile seine A-Lizenz erworben, wird die Fuggerstädter im Sommer verlassen und heuert als neuer Cheftrainer bei Ligakonkurrent Wacker Burghausen an.
Trotz der prekären Abstiegsgefahr hat es bei den Schwaben in der Winterpause keinen Schnellschuss auf dem Transfermarkt gegeben. Die Augsburger gehen personell unverändert in die Restsaison. „Wir vertrauen unserem Kader, zumal einige Verletzte wie unser Kapitän Marco Greisel oder Jonas Greppmeir wieder zurückkehren”, betont Sportdirektor Max Wuschek, der sich im Hintergrund nach wie vor auch mit der schwelenden Thematik „Flutlicht im Rosenaustadion” herumschlagen muss. Bekanntlich entspricht die Flutlichtanlage in der altehrwürdigen Spielstätte nicht mehr den Anforderungen des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Es steht eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro und sogar ein Punktabzug im Raum, sollte dahingehend nicht bald Besserung in Sicht sein. „Es gibt dazu keinen neuen Stand, wir harren der Dinge, die kommen. In erster Linie befindet sich der FC Augsburg in der Sache mit der Stadt in Gesprächen”, erklärte Wuschek vor kurzem.
Bester Torschütze bei den „Schwabenrittern“ ist in der laufenden Saison der 24-jährige Stürmer Achitpool Keereerom mit bislang sieben Treffern. Auf vier Tore kommt der 31-jährige Abwehrroutinier Benedikt Krug. Jeweils drei Treffer haben die Angreifer Mark Radoki (24) und Marc Sodji (22), der vor der Saison vom TSV Rain am Lech aus der Bayernliga Süd kam, erzielt. Zweimal traf der 25-jährige Abwehrspieler Dennis Ruisinger ins Schwarze und auf je ein erzieltes Tor kommen Stürmer Jonas Greppmeir (27), die Mittelfeldakteure Maximilian Heiß (30), Marco Luburic (28), Levis Schaber (21, kam während der Hinrunde vom Süd-Bayernligisten TSV Landsberg) und Felix Schwarzholz (26, kam vor der Saison vom FC Memmingen) sowie der beim FC Augsburg und Dinamo Zagreb ausgebildete Abwehrspieler David Luburic (18).
In der Historie der Regionalliga Bayern gab es bislang drei Duelle zwischen der Altstadt und den „Schwabenrittern“. In der Saison 2024/25 siegte die SpVgg zu Hause mit 3:2, in Augsburg gab es ein 1:1. Auch das Hinspiel in der laufenden Spielzeit endete am 5. September 2025 im Augsburger Rosenaustadion unentschieden 2:2. Die beiden Altstädter Führungstreffer von Thomas Winklbauer zum 1:0 (52.) und 2:1 (75.) wurden seinerzeit von den Schwaben jeweils ausgeglichen.
Am Freitag vor einer Woche holte die Altstadt in einer zerfahrenen und niveauarmen Partie ein 1:1-Unentschieden beim TSV Buchbach. Torschütze für die Altstadt war in der 13. Minute Winter-Neuzugang Davide Sekulovic zur vorübergehenden 1:0-Führung. „Die Platzverhältnisse waren sehr schlecht. Unter dem Strich ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir hatten zu Beginn Glück, dass Buchbach den ersten Elfmeter verschossen hat. Dann machen wir aus dem Nichts ein Tor. Der zweite Elfmeter, der ebenfalls berechtigt war, bringt das Unentschieden. In der zweiten Halbzeit hatte jeder jeweils eine Großchance. Mehr gibt es nicht dazu zu sagen, spielerisch war nicht viel geboten”, resümierte SpVgg-Cheftrainer Lukas Kling nach der Partie.
Vor dem Spiel gegen Schwaben Augsburg gibt Kling folgende Einschätzung ab: „Mit Schwaben Augsburg kommt eine Mannschaft, die aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt hat. Ihr Tabellenplatz spiegelt nicht ganz das wider, was sie eigentlich auf den Platz bringen. Für uns wird es mehr oder weniger ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn wir die Partie erfolgreich gestalten, können wir uns schon mal ein bisschen Luft verschaffen. Auf jeden Fall dürfen wir nicht verlieren, das ist das Wichtigste. Nach dem grandiosen Heimspiel gegen Bayern II wollen wir mit den Fans im Rücken an die Leistung gegen München anknüpfen“.