„Meister müssen aufsteigen!” - Diese Zielsetzung verfolgt die Initiative „Aufstiegsreform 2025” und setzt sich konsequent für eine Neueinteilung der Regionalligen nach dem sogenannten „Kompassmodell” mit vier Ligastaffeln mit je 20 Vereinen nach Himmelsrichtungen (West, Nord, Ost, Süd) ein. Ziel ist es, durch die Veränderungsbereitschaft aller Regionalligen eine gerechte und zukunftsfähige Lösung im besten Sinne des deutschen Fußballs zu schaffen. Dieser Initiative, die mittlerweils 77 Vereine umfasst, tritt nun auch die SpVgg Bayreuth offiziell bei.
Neben der Altstadt schließen sich auch der 1. FC Saarbrücken (3. Liga) und die TSG Neustrelitz (NOFV-Oberliga Nord) neu der bundesweiten Reforminitiative an und setzen damit das nächste Zeichen für den gemeinsamen Reformwillen. Damit wächst das vereinsübergreifende Bündnis auf insgesamt 77 Klubs – von der Bundesliga bis zur Oberliga.
Nächste Schritte im Reformprozess
„Wir haben als Reforminitiative versprochen, das aktuell wichtigste Thema im deutschen Fußball weiterhin aktiv zu gestalten. Umso mehr freuen wir uns, dass wir ab sofort auf die Unterstützung von drei weiteren Klubs bauen können. In allen Regionalverbänden wurden inzwischen Informationsveranstaltungen abgehalten. Als nächster Schritt sollten die Klubs in einem transparenten und vergleichbaren Verfahren um ihr Votum gebeten werden. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass sich der DFB gemeinsam mit den Regionalverbänden auf Grundlage eines aussagekräftigen Stimmungsbildes aller Regionalligisten so schnell wie möglich auf ein Modell verständigt, damit die angestrebte Reform nicht weiter verzögert wird“, erklärt Tommy Haeder, Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform 2025“.
Die Debatte um eine Lösung in der Regionalliga-Frage hat zuletzt auch in der bundesweiten medialen Berichterstattung weiter an Relevanz gewonnen. Der Kreis prominenter Unterstützer für das „Kompass-Modell“ ist in den vergangenen Wochen weiter gewachsen.
DFL positioniert sich klar
So sprach sich auch das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) unter der Leitung von Hans-Joachim Watzke auf seiner Sitzung am 20. April 2026 im Beisein von DFB-Präsident Bernd Neuendorf einstimmig für das sogenannte Kompass-Modell aus. Später erklärte Ligapräsident Watzke auf Anfrage der Sport Bild: „Meister müssen aufsteigen, wir halten vier Regionalligen im Kompass-Modell für richtig“. Der Sprecher der Reforminitiative, Tommy Haeder, betont ausdrücklich, wie hilfreich diese Unterstützung im laufenden Prozess ist: „Für uns als Reforminitiative ist klar: An dem „Kompass-Modell“ führt kein Weg mehr vorbei – insbesondere mit Blick auf die aktuelle Stimmungslage im Fußball-Deutschland und die gewichtigen Argumente für dieses plausible und gerechte Lösungsmodell. Die klare Positionierung der DFL ist dabei ein unglaublich wichtiges Signal. Mit Blick auf den weiteren Prozess ist es entscheidend, dass das Thema nicht wieder in den Hintergrund rückt und der Raum für weitere Scheindiskussionen durch klare Führung des DFB geschlossen wird. Wir stehen jetzt an einem Punkt, an dem wir dieses wichtige Projekt gemeinsam über die Ziellinie bringen müssen.“
Fahrplan bis zur Umsetzung
Mit Blick auf den weiteren zeitlichen Ablauf soll der Meinungsbildungsprozess in allen Regionalverbänden zu den beiden vorgeschlagenen Modellen bis Ende Mai abgeschlossen werden. Im Anschluss gilt es, unter Federführung des DFB gemeinsam mit den Regionalverbänden eine Verständigung auf ein Modell herbeizuführen. Die anschließende Detailausgestaltung ist bis zum ersten Quartal 2027 vorgesehen, ehe die Umsetzung nach aktuellem Stand bis zum zweiten Quartal 2027 erfolgen soll. Als Qualifikationssaison wird die Spielzeit 2027/28 angestrebt. Ab der Saison 2028/29 soll die neue viergleisige 4. Liga an den Start gehen.
Lorenz Röthlinger, Geschäftsführer der SpVgg Bayreuth, erklärt in der Angelegenheit: „Wir freuen uns, ab sofort Teil der Reforminitiative zu sein und unterstützen das Kompass-Modell. Wer über eine gesamte Saison Außergewöhnliches leistet und Meister wird, darf nicht durch zwei Relegationsspiele alles verlieren. Wir fordern die Rückkehr zum sportlichen Leistungsprinzip in allen Regionalligen: Ein Titel muss ohne Wenn und Aber zum Aufstieg führen. Nur so bleibt der Wettbewerb für Vereine, Fans und Sponsoren glaubwürdig und planbar.“