Veröffentlicht am 03.04.2026 20:51

„Einfach spielen, kompakt stehen, auf Umschaltmomente warten“

Wie zuletzt gegen Schwaben Augsburg (Bild) will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag auch gegen den FC Memmingen endlich wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Dirk Ellmer)
Wie zuletzt gegen Schwaben Augsburg (Bild) will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag auch gegen den FC Memmingen endlich wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Dirk Ellmer)
Wie zuletzt gegen Schwaben Augsburg (Bild) will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag auch gegen den FC Memmingen endlich wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Dirk Ellmer)
Wie zuletzt gegen Schwaben Augsburg (Bild) will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag auch gegen den FC Memmingen endlich wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Dirk Ellmer)
Wie zuletzt gegen Schwaben Augsburg (Bild) will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag auch gegen den FC Memmingen endlich wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Dirk Ellmer)

Um nicht noch weiter in den Abstiegskampf der Regionalliga Bayern abzugleiten, will die SpVgg Bayreuth am Ostermontag, 6. April, um 14 Uhr im Heimspiel gegen den FC Memmingen in die Erfolgsspur zurückkehren und die jüngste Serie von zwei Niederlagen beenden.

Enttäuschend waren die Auftritte der Gelb-Schwarzen in den beiden Auswärtsspielen bei den akut abstiegsgefährdeten Teams der SpVgg Hankofen-Hailing und der zweiten Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Mit 0:2 bei den „Dorfbuam“ und zuletzt 0:3 am vergangenen Mittwoch im Sportpark Ronhof gab es zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg und nicht der nötigen Einstellung, um gegen um den Klassenerhalt kämpfende Teams im Tabellenkeller bestehen zu können. „Die erste Halbzeit war völlig beschämend. Ich wollte eine Reaktion meiner Mannschaft sehen - und die habe ich gesehen, aber in die völlig falsche Richtung. In der ersten Halbzeit kann ich sie überhaupt nicht in Schutz nehmen, zweite Halbzeit waren die Jungs bemüht. Wir kriegen dann drei Konter, wovon zwei drin sind. Vorne waren wir einfach zu ungefährlich in der Box. Wer von uns gemeint hat, dass wir schon aus dem Gröbsten raus sind, weil wir die ersten vier Spiele nach der Winterpause recht ordentlich gespielt haben, der ist jetzt hoffentlich wieder in der Realität angekommen”, erklärte Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling schonungslos nach der Partie in Fürth.

Am Ostermontag will es die SpVgg Bayreuth (aktuell 29 Punkte nach 26 Spielen auf Tabellenplatz 13) jetzt besser machen. Gegner FC Memmingen steht als Aufsteiger mit 32 Punkten aus 25 Spielen in der Tabelle einen Rang vor der Altstadt. Am vergangenen Mittwoch waren die Allgäuer nicht gefordert, da ihr eigentlich angesetztes Heimspiel gegen Schwaben Augsburg witterungsbedingt abgesagt werden musste. Seit der Winterpause gab es für die Memminger in sechs Spielen nur eine Niederlage im Auswärtsspiel am 27. März in Buchbach, zuvor spielte man viermal unentschieden und gewann das Heimspiel gegen den TSV Aubstadt mit 2:1.

Beim Spiel in Buchbach lag der FC Memmingen zur Halbzeit mit 2:1 in Führung (Tore: Fabian Lutz zum 1:1 in der 20. und David Günes in der 32. Minute zum 2:1), das Buchbacher Siegtor zum 3:2 fiel dann für Memmingen äußerst unglücklich durch ein Eigentor von Maximilian Dolinski (73.). „Für uns war es leider ein Déjà-vu - fast so wie vor zwei Jahren, als wir hier waren. Wir konnten noch mit der Führung in die Pause gehen, aber in der zweiten Halbzeit kippte das Spiel in sehr kurzer Zeit. Es hätte aus meiner Sicht aber auch auf die andere Seite kippen können. Wir müssen es leider so akzeptieren”, erklärte Cheftrainer Matthias Günes nach der Niederlage.

Bester Torschütze der Allgäuer ist aktuell das 20-jährige Eigengewächs David Günes. Der junge Stürmer, übrigens Neffe von Trainer Matthias Günes, hat bislang achtmal ins Schwarze getroffen und gilt in seiner ersten Regionalligasaison als „die Entdeckung“ beim FCM. Auf sechs Tore kommt der vor der Saison vom FC Sonthofen aus der Bayernliga Süd nach Memmingen gewechselte, 30-jährige Mittelfeld-Routinier Fabian Lutz. Abwehrspieler Jakob Gräser (27) hat bereits viermal im gegnerischen Tor eingenetzt.

Auf jeweils zwei Treffer kommen die beiden Angreifer Philipp Kirsamer (22, kam vom FV Ravensburg aus der Oberliga Baden-Württemberg) und der 28-jährige Pascal Maier. Je ein Tor haben Nachwuchsstürmer Fabian Kroh (19), die Mittelfeldakteure Marcello Barbera (27, kam vom TSV Kottern aus der Bayernliga Süd), Timo Schmidt (21) und Luis Vetter (24) sowie Defensivroutinier David Bauer (31) auf dem Konto. Insgesamt ist das Team, das am Ende der vergangenen Saison den Aufstieg in die Regionalliga Bayern schaffte, weitgehen zusammengeblieben.

In der Winterpause kamen das 20-jährige Mittelfeldtalent Constantin Kresin von der Bundesligareserve des FC Augsburg sowie Abwehrspieler Rufus Roth vom TSV Kottern aus der Bayernliga Süd neu zu den Memmingern. Nico Nollenberger (vier Tore und vier Assists bis zur Winterpause), Bruder des früheren Altstädter Drittliga-Akteurs Alexander Nollenberger (heute in der 2. Bundesliga beim 1.FC Magdeburg) hat die Memminger im Winter verlassen und hat sich Südwest-Regionalligisten SV Sandhausen angeschlossen.

In der Historie der Regionalliga Bayern trafen die Altstadt und der FC Memmingen bislang insgesamt 18mal aufeinander. Neunmal behielt die SpVgg Bayreuth die Oberhand, in sieben Spielen siegten die Memminger und zweimal trennte man sich unentschieden. Auch das Hinspiel der laufenden Saison in Memmingen endete nach einer guten kämpferischen Leistung der Bayreuther am 23. September 2025 mit einem 1:1-Remis. Den 1:0-Führungstreffer der Gelb-Schwarzen durch Thomas Winklbauer kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.) glich Timo Schmidt in der 58. Minute aus.

Die personelle Situation der Altstadt für das Spiel am Ostermontag entspannt sich immerhin dahingehend, dass Kapitän Nicolas Andermatt nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins Aufgebot zurückkehrt. Im Vorfeld der Partie gegen den Aufsteiger aus dem Allgäu erklärte Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling: „Mit Memmingen erwartet uns eine Mannschaft, bei der sehr viel über den Kampf kommt. Sie verfügen über sehr viel mannschaftliche Geschlossenheit und haben bislang bewiesen, dass dies für sie in der Liga als Aufsteiger hervorragend funktionieren kann. Nach den letzten beiden Spielen müssen wir dermaßen gewarnt sein, dass wir absolut gegen jeden Gegner Probleme haben werden, wenn wir nicht ansatzweise unsere Leistung bringen. Der Fokus wird für uns wieder darauf liegen, einfach zu spielen, kompakt zu stehen und auf Umschaltmomente zu warten“.


Von Roland Schmidt
rs
north