Veröffentlicht am 08.04.2026 23:15

In Burghausen an die Leistung gegen Memmingen anknüpfen

Hart umkämpft wie im Hinspiel (Bild) wird es sicher auch am Freitag beim Rückspiel zwischen Wacker Burghausen und der SpVgg Bayreuth zugehen. (Foto: sd)
Hart umkämpft wie im Hinspiel (Bild) wird es sicher auch am Freitag beim Rückspiel zwischen Wacker Burghausen und der SpVgg Bayreuth zugehen. (Foto: sd)
Hart umkämpft wie im Hinspiel (Bild) wird es sicher auch am Freitag beim Rückspiel zwischen Wacker Burghausen und der SpVgg Bayreuth zugehen. (Foto: sd)
Hart umkämpft wie im Hinspiel (Bild) wird es sicher auch am Freitag beim Rückspiel zwischen Wacker Burghausen und der SpVgg Bayreuth zugehen. (Foto: sd)
Hart umkämpft wie im Hinspiel (Bild) wird es sicher auch am Freitag beim Rückspiel zwischen Wacker Burghausen und der SpVgg Bayreuth zugehen. (Foto: sd)

Am Freitag, 10. April, um 19 Uhr gastiert die SpVgg Bayreuth am 28. Spieltag der Regionalliga Bayern beim früheren Zweitbundesligisten Wacker Burghausen, einem Team aus dem Tabellenmittelfeld, für das aktuell in der Tabelle keine Gefahr mehr nach unten besteht, aber auch nach vorne nicht mehr viel gehen dürfte.

Für die Altstadt gilt es, nach dem souveränen 3:1-Heimsieg vom Ostermontag gegen den FC Memmingen in Burghausen den derzeitigen Abstand von zehn Punkten zum oberen Relegationsplatz 15 nicht geringer werden zu lassen. Die Salzachstädter stehen mit 39 Punkten aus 25 Spielen aktuell auf Tabellenplatz acht und haben sieben Zähler Vorsprung auf die Altstadt (32 Zähler aus 27 Partien/Rang 13). Seit dem Wiederbeginn nach der Winterpause hat der SV Wacker sieben Spiele absolviert und dabei drei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto. Zuletzt gab es zwei Erfolge, jeweils ein 1:0 gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München und zuletzt am Ostermontag bei der SpVgg Hankofen-Hailing.

Bei den stark abstiegsgefährdeten „Dorfbuam“ konnten sich die Burghausener dabei erst kurz vor Schluss in der ersten Minute der Nachspielzeit durch den eingewechselten Alexander Gordok den ersten Auswärtsdreier seit Ende September 2025 sichern. In den sechs zurückliegenden Auswärtspartien waren für den SV Wacker zuvor lediglich zwei Unentschieden herausgesprungen. Auch die Hoffnung, sich über den Bayerischen Totopokal vielleicht noch für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde zu qualifizieren, ist seit der 1:2-Halbfinal-Niederlage bei den Würzburger Kickers am 24. März zerstoben.

Nach dem Erfolg in Hankofen-Hailing bilanzierte Wacker-Cheftrainer Lars Bender: „Es war eine durchwachsene erste Halbzeit mit vielen Unzulänglichkeiten. Nach der Pause haben wir die Kontrolle über das Geschehen bekommen und besseren Fußball gespielt. Glücklicherweise ist es uns gelungen, das Tor zu erzielen und das Spiel so auf unsere Seite zu ziehen. Unter dem Strich war es ein glücklicher Sieg.” Der 36-jährige Ex-Profi Lars Bender war im Januar 2025 nach Burghausen gekommen und sollte eigentlich über einen längeren Zeitraum etwas aufbauen und den SV Wacker zurück in den Profifußball führen. Jetzt gab Bender jedoch zur Winterpause bekannt, dass er die Burghausener im Sommer verlassen und seinen Vertrag nicht verlängern will, um „den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn zu gehen“. Als Nachfolger wurde mittlerweile Matthias Ostrzolek, aktuell noch Spielertrainer bei Schwaben Augsburg, vorgestellt.

Mit Abstand bester Torjäger der Salzachstädter in der laufenden Saison ist der 29-jährige Mittelfeldroutinier Felix Bachschmid mit neun Treffern und vier Vorlagen. Sein 25-jähriger Mittelfeldkollege Denis Ade folgt mit fünf Treffer, ist jedoch seit der vorletzten Partie gegen die „kleine Bayern“ mit einer Knieverletzung außer Gefecht. Jeweils vier Tore geschossen haben der von der U23 des FC Augsburg gekommene 22-jährige Mittelstürmer Noah Müller und sein 21-jähriger Sturmkollege Tom Sanne, der vor der Saison aus der zweiten holländischen Liga zum SV Wacker wechselte. Auf bislang drei Treffer kommt Mittelfeldakteur Noah Shawn Agbaje (24).
Zweimal haben die Mittelfeldakteure Alexander Gordok (24) und der vor der Saison von der zweiten Mannschaft der SpVgg Unterhaching nach Burghausen gekommene 21-jährige Noa-Gabriel Simic ins Schwarze getroffen. Jeweils einen Treffer haben Stürmer Timothée Diowo (24, kam von Schwaben Augsburg), die Mittelfeldspieler Artur Andreichyk (20), Moritz Bangerter (21, kam von der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München), Filip Ilic (22) und Lukas Walchhütter (22) sowie Abwehrroutinier Alexander Sorge (32, kam vor der Saison von Kickers Offenbach aus der Regionalliga Südwest) erzielt. Weitere wichtige Burghausener Stammspieler in der Defensive sind der 26-jährige, 1,94 Meter große Tscheche Vojtech Mares, Kapitän Christoph Schulz (29), der von der SpVgg Hankofen-Hailing gekommene Benedikt Schwarzensteiner (21) sowie der 24-jährige, vor der Saison von der zweiten Mannschaft des FC St. Pauli an die Salzach gewechselte Jannis Turtschan. Als Neuzugang für die Abwehr kam in der Winterpause der 21-jährige Franzose Amadou Soumaré von USL Dunkerque. Bewährter Rückhalt der Burghausener im Tor ist der 30-jährige österreichische Keeper Markus Schöller.

In der Historie der Regionalliga Bayern gab es bislang 18 Aufeinandertreffen der SpVgg Bayreuth mit Wacker Burghausen. Die Bilanz für die Altstadt ist dabei negativ, nur drei Mal behielten die Gelb-Schwarzen die Oberhand, neunmal siegte Burghausen und in sechs Spielen trennte man sich unentschieden bei einem Torverhältnis von 18:29. Das Hinspiel der laufenden Saison im Hans-Walter-Wild-Stadion ging am 26. September 2025 ebenfalls mit 2:0 an Wacker Burghausen. „Es war heute einfach eine blutleere Vorstellung der Mannschaft, wir haben überhaupt keinen Spielaufbau gehabt, haben mit dem Ball unheimlich schlecht gespielt. Wacker Burghausen war ein paar Klassen besser. Deshalb haben wir verdient verloren. Wir müssen schleunigst auch was an der Einstellung verändern“, befand damals die deprimierte Altstadt-Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba nach der Partie. Das Rückspiel in Burghausen ist für Dr. Kalemba übrigens das letzte Spiel ihres noch bis 15. April dauernden Engagements bei der SpVgg Bayreuth. Offiziell vom Verein und den Fans verabschiedet wurde Dr. Kalemba bereits am Ostermontag beim Heimspiel gegen den FC Memmingen.

Gegen die Allgäuer machte das Team der Altstadt ihrer scheidenden Chefin mit einem 3:1-Sieg auch ein überzeugendes Abschiedsgeschenk. Torschützen für die SpVgg waren vor der Pause Patrick Scheder (21.) und Davide Sekulovic (30.). In der zweiten Halbzeit sorgte Mannschaftskapitän Nicolas Andermatt (50.) mit dem 3:0 für die Entscheidung, den Memminger Ehrentreffer zum 1:3 markierte David Günes in der 53. Minute. Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling bilanzierte nach der Partie: „Ich muss die Mannschaft loben. Wir standen kompakt in der Defensive, sind auf die ersten Bälle gegangen. Genau das haben wir in den letzten Spielen vermissen lassen. Wir waren aggressiv und zielstrebig nach vorne. Wir haben sogar in der ersten Halbzeit noch einige Chancen liegen lassen. Wir sind gut aus der Halbzeitpause gekommen. Nach dem Memminger Tor zum 3:1 haben wir es sauber zu Ende gespielt.”

Zum Spiel in Burghausen, bei dem die Altstadt einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen könnte, erklärt Lukas Kling: „Mit Burghausen erwartet uns eine Mannschaft, die aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt hat. Es wird für uns eine sehr lange Auswärtsfahrt. Wir sitzen gefühlt einen halben Tag im Bus. Wir müssen versuchen, das abzuschütteln und genau das auf den Platz zu bringen wie zuletzt gegen Memmingen. Dann können wir auf jeden Fall was mitnehmen. Mit einem Punkt wäre ich auswärts schon zufrieden. Wir werden alles versuchen, um auf jeden Fall nicht mit null Punkten nach Hause zu gehen. Hierzu müssen wir insbesondere mannschaftliche Geschlossenheit und die Basics zeigen.


Von Roland Schmidt
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