Veröffentlicht am 22.05.2026 21:36

„Unfassbar stolz auf das, was die Jungs geleistet haben“

Felix Heim (rechts) war der erfolgreichste Torschütze der Altstadt in der vergangenen Saison. (Foto: Dirk Ellmer)
Felix Heim (rechts) war der erfolgreichste Torschütze der Altstadt in der vergangenen Saison. (Foto: Dirk Ellmer)
Felix Heim (rechts) war der erfolgreichste Torschütze der Altstadt in der vergangenen Saison. (Foto: Dirk Ellmer)
Felix Heim (rechts) war der erfolgreichste Torschütze der Altstadt in der vergangenen Saison. (Foto: Dirk Ellmer)
Felix Heim (rechts) war der erfolgreichste Torschütze der Altstadt in der vergangenen Saison. (Foto: Dirk Ellmer)

„Unsere Jungs haben heute wieder alles rausgehauen, so wie in den letzten Heimspielen auch, und haben sich den Punkt redlich verdient. Wir sind unfassbar stolz auf das, was die Jungs jetzt geleistet haben und dass wir heute den Klassenerhalt feiern können“. Mit diesen Worten drückte SpVgg Bayreuth-Cheftrainer Lukas Kling nach dem Punktgewinn im letzten Saison-Heimspiel gegen den Meister der Regionalliga Bayern, die Zweitligareserve des 1. FC Nürnberg, seine Erleichterung und Genugtuung über den vorzeitig erreichten Verbleib in der höchsten bayerischen Amateurklasse aus.

Wenn man die zahlreichen Widrigkeiten anschaut, mit denen die Altstadt während der Saison zu kämpfen hatte, war der Klassenerhalt, der letztlich mit 38 Punkten aus 34 Spielen erreicht wurde, nicht unbedingt sicher anzunehmen. Immer mit dem Damoklesschwert einer gewissen wirtschaftlichen Unsicherheit aufgrund der vorhandenen finanziellen Altlasten im Hintergrund hatte das Team eigentlich von Beginn der Saison an mit einem unglaublichen Verletzungspech zu kämpfen. Es gab kaum ein Spiel, in dem die SpVgg wirklich in Bestbesetzung antreten konnte. Nicht selten mussten mehr als fünf verletzte oder angeschlagene Spieler ersetzt werden, auf der Torhüterposition wurden mit Maurice Dehler, Henry Höcker, Lucas Zahaczewski, Lino Kasten und im letzten Saisonspiel in Aubstadt schließlich auch noch mit Nachwuchskeeper Konrad Mayer nicht weniger als insgesamt fünf Schlussmänner eingesetzt. „Höhepunkt“ des Verletzungspechs war schließlich das Spiel am vergangenen Samstag in Aubstadt, bei dem Coach Kling auf insgesamt zehn verletzte oder angeschlagene Akteure sowie einen weiteren Gelb-gesperrten Spieler verzichten musste. Die 0:4-Niederlage bei den Unterfranken im letzten Saisonspiel war damit klar und deutlich. Aber es gibt nichts Negatives, in dem Lukas Kling nicht auch etwas Positives für den Entwicklungsprozess sieht: „Mit neun U23-Spielern in unserer Startformation gegen eine mit allen Wassern gewaschene Herrenmannschaft war heute einfach kein Kraut gewachsen. Die 0:4-Niederlage war verdient. Ich hoffe, der eine oder andere junge Spieler zieht seine Lehren aus dem Spiel, dass es nicht einfach ist, in der Regionalliga zu spielen“.

Der personelle Umbruch in der Winterpause, der zu ein paar Abgängen führte, weil man der Mannschaft klar sagte, wie die wirtschaftliche Lage bei der Altstadt ausschaut und man den Spielern, denen diese Bedingungen zu unsicher sind, freistellte, den Verein zu verlassen, hatten schon zu Unkenrufen geführt, die das Ende der SpVgg nah sahen. Dann aber überraschten Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba, die die Altlasten akribisch aufgearbeitet hatte und einen Weg erarbeitet, wie es weitergeht, und Trainer Kling mit der Verpflichtung von Maximilian Fesser, Angelo Brückner, Davide Sekulovic und Florian Markert als Neuzugänge. Die Finanzierung erfolgte kostengünstig insbesondere über Sponsoren und Leihgeschäfte. Auch die angekündigte Umstellung des Spielbetriebs auf ambitionierte Amateurbasis schreckte das Team, das mit den Neuzugängen schnell eine echte Einheit bildete, nicht. Mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen nach der Winterpause, darunter einem 2:1-Heimsieg im „Die Altstadt für alle“-Spiel vor 6.723 Zuschauern gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München, wurde die Grundlage für den als Ziel ausgerufenen Klassenerhalt gelegt. Es folgte mit den zwei Niederlagen bei den Kellerkindern SpVgg Hankofen-Hailing und SpVgg Greuther Fürth II zunächst ein gewisser Rückschlag, dann wurden aber erneut acht Punkte aus den folgenden vier Partien geholt, was letztlich zusammen mit dem Punkt gegen die zweite Mannschaft des Club zum Klassenerhalt reichte.

Erfolgreichster Bayreuther Torschütze der vergangenen Regionalliga-Saison war trotz mehrerer Verletzungen Felix Heim mit fünf Treffern in 14 Einsätzen. Auf je vier Tore kamen Winter-Neuzugang Maximilian Fesser, Thomas Winklbauer und der ebenfalls erst Ende Januar zum Team gekommene Davide Sekulovic.

Aktuell sind folgende Spieler für die kommende Saison 2026/27 weiter- bzw. neu verpflichtet:

Tor:Lucas Zahaczewski, Lino Kasten
Abwehr: Dennis Lippert, Felix Schäffner, Edwin Schwarz
Mittelfeld:Tino Lennert, Florian Markert
Angriff:Levi Kraus, Jann George, Kelvin Onuigwe (neu, von SSV Jahn Regensburg II), Micah Ham (neu, von FC Ingolstadt 04 II)


Von Roland Schmidt
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