Veröffentlicht am 30.03.2026 20:20

In Fürth Lehren aus dem Spiel in Hankofen-Hailing ziehen

Die Altstadt will am Mittwoch um 19 Uhr in Fürth Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage (im Bild eine Spielszene) nehmen und sich weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Die Altstadt will am Mittwoch um 19 Uhr in Fürth Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage (im Bild eine Spielszene) nehmen und sich weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Die Altstadt will am Mittwoch um 19 Uhr in Fürth Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage (im Bild eine Spielszene) nehmen und sich weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Die Altstadt will am Mittwoch um 19 Uhr in Fürth Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage (im Bild eine Spielszene) nehmen und sich weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)
Die Altstadt will am Mittwoch um 19 Uhr in Fürth Revanche für die 0:3-Hinspielniederlage (im Bild eine Spielszene) nehmen und sich weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. (Foto: Archiv/Dirk Ellmer)

Wiedergutmachung für die 0:2-Niederlage bei der SpVgg Hankofen-Hailing am vergangenen Samstag will die SpVgg Bayreuth im Rahmen des 26. Spieltags der Regionalliga Bayern am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr im Auswärtsspiel bei der Zweitliga-Reserve der SpVgg Greuther Fürth leisten. Einfach wird dies sicher nicht, schließlich treten die Fürther mit einem neuen Übungsleiter zum Duell an.

Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling fand nach der Partie bei den „Dorfbuam“ aus Niederbayern deutliche Worte: „Wir haben nicht auf die Kette gebracht, was wir in solch einer hitzigen Atmosphäre hätten machen müssen und wie ich es vor dem Spiel noch gesagt habe. Elfmeter verschossen, Gelb-Rote Karte – Wir haben heute einfach ordentlich einen in die Fresse bekommen. Das Schöne ist, dass wir das Ganze am Mittwoch in Fürth schon wieder vergessen machen können, wenn wir das Spiel sauber aufarbeiten, sauber annehmen und einfach merken, dass man, wenn man die Grundtugenden nicht auf den Platz bringt, gegen jeden Gegner verlieren kann“.

Damit war auch schon die Marschroute für die Partie am Mittwoch im Sportpark Thomas Sommer im Ronhof vorgegeben. Die U23 der SpVgg Greuther Fürth steht aktuell in der Tabelle der Regionalliga Bayern mit 19 Punkten nach 25 Partien auf dem unteren Relegationsplatz 16 und befindet sich ähnlich wie die mit einem Zähler weniger auf dem direkten Abstiegsrang 17 rangierende SpVgg Hankofen-Hailing in akuter Abstiegsgefahr. Seit dem Wiederbeginn nach der Winterpause ist das „kleine Kleeblatt“ in sechs Partien bislang noch sieglos. Unentschieden wurden in Buchbach sowie in den Heimspielen gegen Hankofen-Hailing und gegen Bayern München II geholt. Zuletzt gab es am vergangenen Samstag eine 2:4 (0:1)-Auswärtsniederlage bei Schwaben Augsburg.

Die Tore für die Fürther erzielten Lado Akhalaia in der 66. Minute zum 1:2 und Halit Yilmaz zum 2:3 in der dritten Minute der turbulenten Nachspielzeit. Die Hoffnungen des Kleeblatts auf ein Ausgleichstor in letzter Sekunde wurden von den „Schwabenrittern“ jedoch gleich im direkten Gegenzug mit dem Treffer zum 4:2-Endstand zerstört.

Nach der Partie zogen die Verantwortlichen des „kleinen Kleeblatts“ schließlich die Notbremse und stellten am Montag Nachmittag Trainer Roberto Hilbert frei. Vorerst übernimmt Christian Fiedler, der Leiter der Fürther Nachwuchs-Akademie, den Trainerposten der zweiten Mannschaft selbst und wird weiterhin von Co-Trainer Daniel Felgenhauer unterstützt. „Zuallererst möchten wir uns bei Roberto Hilbert bedanken. Sowohl für seinen Einsatz als U23-Trainer als auch für das offene und verständnisvolle Gespräch. Es ist unser Weg, nicht nur Nachwuchstalente auf dem Platz zu fördern, sondern auch jungen Trainern die Chance zu geben, sich bei uns zu entwickeln. Leider verlief die Saison sportlich bislang nicht so, wie wir uns das alle gewünscht haben. Im Vordergrund steht für uns, die Mannschaft in der Regionalliga zu halten, und dafür halten wir es für notwendig, nochmal einen neuen Impuls reinzugeben”, begründete Christian Fiedler die Trennung von Ex-Profi und Nationalspieler Hilbert. Für die Bayreuther macht der Trainerwechsel die Fürther Mannschaft sicherlich noch einmal schwerer einschätzbar.

Aktueller Top-Torschütze der U23 des Kleeblatts ist Lado Akhalaia mit insgesamt acht Treffern. Der 23-jährige, 1,90 Meter große mazedonische Stürmerhüne hat trotz seines jungen Alters bereits eine sehr interessante Vergangenheit hinter sich. Seine fußballerische Ausbildung genoss der ehemalige mazedonische U21-Nationalspieler in den prestigeträchtigen Akademien von Inter Mailand und des FC Turin, dann zog es ihn über Belgien und Luxemburg, wo er sogar schon Luft in der Champions-League-Qualifikation schnupperte, nach Franken zu den Würzburger Kickers und seit der laufenden Saison zur zweiten Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth.

Fünf Treffer hat der 23-jährige, vom FC Augsburg II gekommene Mittelfeldakteur Juan Cabrera auf dem Konto, der neben seinen Einsätzen in der Reservemannschaft auch schon bei drei Zweitligaspielen des Kleeblatts eingewechselt wurde. Auf drei Tore kommt der spielende Co-Trainer Daniel Adlung, der als Ex-Profi mit seinen 38 Jahren Routine und Erfahrung ins Fürther Spiel bringt. Ebenfalls drei Treffer haben die Mittelfeldakteure Philipp Hack (23, kam vor der Saison von Holstein Kiel II und wurde vorher in Schweinfurt ausgebildet und spielte beim FC Eintracht Bamberg), Adem Imeri (20) und der nach der Winterpause noch nicht zum Einsatz gekommene Halit Yilmaz (22, früher Pipinsried und Türkgücü München) auf dem Konto. Auch der vom Berliner SC gekommene Mittelstürmer Joshua Okpalaike traf bislang dreimal ins Schwarze.

Sein 19-jähriger, vom SSV Jahn Regensburg nach Fürth gewechselte Sturmkollege Max Meyer erzielte bislang zwei Tore. Einen Treffer für die U23 hat der von Türkgücü München gekommene, 1,91 Meter große Stürmer David Abrangao (21), der auch schon sechsmal in der Zweitligamannschaft zum Einsatz kam und dort auch bereits ein Tor erzielte, auf dem Konto.

Ferner haben sich auch die Mittelfeldakteure Arjanit Fazlija (21) und Lucas Torres Farias (28, kam vom VfR Aalen aus der Oberliga Baden-Württemberg) mit jeweils einem Treffer in die Torschützenliste eingetragen. In der Abwehr kam in der Winterpause Jakob Krautkrämer (20) von der Bundesliga-Reserve des 1. FC Köln neu nach Fürth.

In der Historie der Regionalliga Bayern trafen die Altstadt und die zweite Vertretung der SpVgg Greuther Fürth bislang 19mal aufeinander, dabei gab es sieben Bayreuther Siege, in sieben Partien behielten die Fürther die Oberhand und in fünf Partien trennte man sich unentschieden. Das Torverhältnis in diesen Vergleichen spricht mit 26:23 für die Altstadt. Beim Hinspiel in der laufenden Saison am 19. September 2025 unterstrichen die Fürther mit einem 3:0-Auswärtssieg im Hans-Walter-Wild-Stadion, dass die Bayreuther das „kleine Kleeblatt“ keinesfalls unterschätzen sollten. Die Altstadt zeigte im Hinspiel zwar viele Angriffsbemühungen, war aber vor dem Tor viel zu harmlos. Die Fürther zeigten sich hingegen abgeklärt und effizient und siegten letztlich durch die Treffer von David Abrangao (19.), Lado Akhalaia (53.) und Max Meyer in der 81. Minute.

Die SpVgg Bayreuth steht mit aktuell 29 Punkten nach 25 Spielen derzeit auf Tabellenplatz 13 mit neun Punkten Vorsprung auf die Bundesliga-Reserve des FC Augsburg auf dem oberen Relegationsplatz 15 und zehn Zählern vor den Fürthern. Mit einem Punktgewinn oder gar Sieg im Ronhof könnte die Altstadt diesen Abstand halten bzw. sogar ausbauen.


Von Roland Schmidt
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