Veröffentlicht am 14.04.2026 10:00

Gegen Vilzing weiter für den Klassenerhalt punkten

Auf die Leistungsträger der Altstadt wie Maximilian Fesser (hier nach einem Torerfolg gegen Schwaben Augsburg) wird es auch im Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing ankommen. (Foto: Dirk Ellmer)
Auf die Leistungsträger der Altstadt wie Maximilian Fesser (hier nach einem Torerfolg gegen Schwaben Augsburg) wird es auch im Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing ankommen. (Foto: Dirk Ellmer)
Auf die Leistungsträger der Altstadt wie Maximilian Fesser (hier nach einem Torerfolg gegen Schwaben Augsburg) wird es auch im Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing ankommen. (Foto: Dirk Ellmer)
Auf die Leistungsträger der Altstadt wie Maximilian Fesser (hier nach einem Torerfolg gegen Schwaben Augsburg) wird es auch im Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing ankommen. (Foto: Dirk Ellmer)
Auf die Leistungsträger der Altstadt wie Maximilian Fesser (hier nach einem Torerfolg gegen Schwaben Augsburg) wird es auch im Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing ankommen. (Foto: Dirk Ellmer)

Im Heimspiel gegen die DJK Vilzing will die SpVgg Bayreuth im Rahmen des 29. Spieltages der Regionalliga Bayern am Freitag, 17. April, um 19 Uhr auf dem Weg zur Sicherstellung des Klassenerhalts möglichst dreifach punkten.

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen den FC Memmingen und dem 1:1-Auswärtsunentschieden beim SV Wacker Burghausen haben die Altstädter 33 Punkte nach 28 Spielen auf dem Konto und stehen auf Tabellenplatz zwölf, acht Punkte vor Schwaben Augsburg auf dem oberen Relegationsplatz 15, das aber auch noch ein Spiel weniger absolviert hat.

Das Team aus dem Chamer Ortsteil Vilzing in der Oberpfalz hat als Tabellenzehnter aktuell 38 Punkte aus 28 Spielen und damit fünf Zähler mehr als die Bayreuther auf der Habenseite. Vilzing spielte in den vergangenen Jahren seit dem Aufstieg im Jahr 2022 eine gute Rolle in der Regionalliga Bayern, in der Saison 2023/24 wurde man sogar Vizemeister hinter den Würzburger Kickers, in der vergangenen Spielzeit reichte es immerhin zu Rang acht.

Nach zuvor vier sieglosen Partien mit lediglich einem 0:0-Unentschieden in Illertissen und Niederlagen gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg, Viktoria Aschaffenburg sowie bei der Reserve des FC Bayern München gelang den Oberpfälzern am vergangenen Samstag mit einem 1:0-Arbeitssieg im Heimspiel gegen den VfB Eichstätt wieder einmal ein „Dreier“. In einer Partie mit wenigen spielerischen Glanzpunkten bewiesen die Huthgarten-Kicker am Ende die nötige Geduld und Effizienz. Schütze des Siegtores war letztlich der eingewechselte „Joker“ Simon Sedlaczek in der 78. Minute nach feiner Vorarbeit von „Comebacker“ Erol Özbay.

„Das war heute ein Abnutzungskampf, auf den wir die Mannschaft eingestellt hatten. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, nicht in Rückstand zu geraten. In der zweiten Halbzeit konnten wir zum Glück den Treffer erzielen und das Spiel auf unsere Seite ziehen. Insgesamt geht das in Ordnung”, bilanzierte der Vilzinger Trainer Thorsten Kirschbaum nach der Partie.

Mit 36:36 Treffern hat die DJK aktuell ein ausgeglichenes Torverhältnis, wobei die Torschützen breit über den Vilzinger Kader verteilt sind. Die meisten Treffer hat mit sechs Toren bislang mit dem 31-jährigen Abwehrroutinier und Mannschaftskapitän Felix Weber ein in Bayreuth bestens bekannter Akteur erzielt. Weber spielte in der Aufstiegssaison 2021/22 und in der Drittligaspielzeit 2022/23 bei den Altstädtern. Nach dem Drittligaabstieg wechselte er zunächst zum FC Homburg und heuerte dann 2024/25 in Vilzing an. Auf vier Treffer kommt bislang der 31-jährige Mittelstürmer-Routinier Andreas Jünger.

Ein weiterer sehr erfahrener Spieler, Jakob Zitzelsberger, kommt auf drei Treffer. Der 29-jährige Abwehrchef hat sich allerdings bereits nach nur fünf Saisonspielen im Training das vordere Kreuzband gerissen und fällt nach wie vor aus. Der Ausfall von Zitzelsberger war für die Oberpfälzer in der Phase der ersten Saisonspiele bereits der dritte schwerwiegende personelle Rückschlag. Zuvor waren bereits der eigentlich als Sturmführer vorgesehene frühere Altstädter Markus Ziereis und Defensivallrounder Martin Tiefenbrunner mit Kreuzbandverletzungen ausgefallen.

Ebenfalls drei Tore haben das 20-jährige Mittelfeldtalent Simon Sedlaczek sowie dessen routinierter Mittelfeldkollege Thomas Haas (28) erzielt. Der deutsch-türkische Stürmer Erol Özbay (22), dessen aktuell mit einem Mittelfußbruch ausfallender Offensivpartner Benedikt Fischer (25) und Daniel Steininger (31, derzeit verletzt, kam vor der Saison vom TSV Steinbach-Haiger aus der Regionalliga Südwest zurück in seine niederbayerische Heimat und war 2022/23 Teil der Drittligamannschaft der SpVgg Bayreuth) haben doppelt getroffen. Ebenfalls zwei Treffer haben die Mittelfeldakteure Nik Leipold (21, kam vom VfB Eichstätt mit dem er vergangene Saison in die Regionalliga Bayern aufstieg) und Jonas Goß (24) sowie der kurz nach Saisonbeginn vom FC Gießen aus der Hessenliga gekommene bulgarische Abwehrspieler Martin Mihaylov auf dem Konto.

Der französische Mittelfeldakteur Alexis Alban Fambo (26) und der verletzte 24-jährige Mittelfeldspieler Lukas Schröder haben je einmal getroffen. Weitere Vilzinger Stammspieler sind im Mittelfeld der 22-jährige Josef Gottmeier und in der Abwehr Luis Bezjak (23), Elija Härtl (24) und Mario Kufner (27). Hinzu kommen der zuletzt verletzte Stammtorhüter Fabian Eutinger (22, kam vor der Saison vom TSV Rain aus der Bayernliga Süd) und der mittlerweile in sieben Spielen eingesetzte Keeper Sandro Weber (26), der erst kürzlich seinen Vertrag in Vilzing verlängert hat.

In der Historie der Regionalliga Bayern gab es zwischen der SpVgg Bayreuth und der DJK Vilzing seit der Saison 2023/24 insgesamt fünf Partien – und die Bilanz ist für die Altstadt deutlich negativ. Dreimal gewannen die Oberpfälzer, zweimal spielte man unentschieden. Zuletzt gab es im Hinspiel der laufenden Spielzeit am 4. Oktober 2025 einen Vilzinger 1:0-Heimsieg gegen die SpVgg. Die Altstadt drängte viel, ging aber zu fahrlässig mit ihren eigenen Chancen um und verlor letztlich durch ein unglückliches Eigentor von Julian Bell, von dessen Rücken der Ball nach einer Ecke in das eigene Gehäuse geprallt war (19.).

„Wir kamen in der ersten Viertelstunde gut in die Partie rein, dann bekamen wir ein Standard-Gegentor. Wir hatten auch selbst genügend Standardsituationen, um selbst ein Tor zu machen., schafften es aber nicht, den Ball über die Torlinie zu drücken. In der zweiten Halbzeit haben wir viel mit langen Bällen operiert und haben weiter Druck gemacht, waren eigentlich dran, den Ausgleich zu machen. Ein paar Kontersituationen hat unser Keeper entschärft. Wir haben es aber einfach nicht geschafft, den Ball über die Torlinie zu bringen. Es ist sehr enttäuschend, mit null Punkten nach Hause fahren zu müssen“, analysierte Altstadt-Cheftrainer Lukas Kling seinerzeit nach der Partie.

Der erste Sieg gegen Vilzing überhaupt in der Ligahistorie wäre für die Altstadt am Freitag ein fast schon vorentscheidender Schritt zum Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern. Nach den beiden Niederlagen bei den akut abstiegsgefährdeten Teams der SpVgg Hankofen-Hailing und der zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth haben sich die Gelb-Schwarzen durch den 3:1-Heimsieg gegen den FC Memmingen am Ostermontag und das 1:1-Unentschieden bei Wacker Burghausen am vergangenen Freitag wieder gefangen. Torschütze in Burghausen war Winter-Neuzugang Florian Markert in der 25. Minute. Markert hat als talentierter Nachwuchsspieler ebenso wie Felix Schäffner und Keeper Lino Kasten in den vergangenen Tagen seinen Vertrag für die kommende Saison in Bayreuth verlängert.

Nach der Partie bei den Salzachstädtern bilanzierte Coach Lukas Kling: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Jungs. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, waren sehr aggressiv. Wir machten das 1:0, Burghausen erzielte dann den verdienten Ausgleich. Sie hatten gute Chancen, waren brandgefährlich. In der zweiten Halbzeit war es ein offeneres Spiel. Meine Mannschaft hat wieder Leidenschaft auf den Platz gebracht. Wir nehmen den Punkt sehr gerne mit.”

Auf das Heimspiel am Freitag gegen die DJK Vilzing blickt Lukas Kling mit folgender Einschätzung voraus: „Mit Vilzing kommt eine Mannschaft, die schon eine gewisse Qualität hat, die über die Teamstärke kommt und zuletzt zwar nicht zu viel gewonnen hat, aber im letzten Heimspiel doch einen 1:0-Heimsieg gegen Eichstätt erzielen konnte – auch das zeigt eine gewisse Qualität, weil Eichstätt ja jetzt auch keine Laufkundschaft ist. Wir müssen komplett bei uns bleiben, müssen unsere Sachen machen, die wir gegen Memmingen und in Burghausen richtig gut gemacht haben – kompakt stehen, als Team fungieren, zweite Bälle erkämpfen, gutes Umschaltspiel zeigen. Das wird wieder der Schlüssel zum Erfolg sein und dann behalten wir hoffentlich die drei Punkte zu Hause“.


Von Roland Schmidt
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