Richard Wagners Wohnhaus Wahnfried, das er sich zwischen 1872 und 1874 am Hofgarten in errichten ließ und in dessen Garten er 1883 bestattet wurde, beherbergt seit 1976 das Richard-Wagner-Museum. Auf einem Teil des Grundstücks entstand von 2010 bis 2015 ein moderner Museumsneubau. Das Museum feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.
Im Jubiläumsjahr wurde die Ausstellung „50/150 – Utopie und Echo“ kurz vor der Eröffnung der Festspiele eröffnet. Beim Erleben eröffnen sich neue Perspektiven auf Richard Wagner, die Festspiele und ihre Wirkungsgeschichte. Eine Besonderheit: Die Ausstellung findet nicht nur in den geschlossenen Räumen des Museums statt, sondern für alle sichtbar auch im Park vor Haus Wahnfried.
Der österreichische Komponist und Klangkünstler Georg Nussbaumer hat die Grün-flächen in eine begehbare Installation verwandelt. Musikalische Motive Richard Wagners, biografische Episoden und Elemente seiner Bühnenwerke verbinden sich zu neuen Klang- und Raumerlebnissen.
Hundehaus
14 Hundehütten entlang der Wahnfried-Allee erinnern an die namentlich bekanntenHunde der Familie Wagner. Aus den Hütten erklingt zunächst Bellen, das sich nach und nach zu Wagner-Leitmotiven formt und durch den Park wandert.
Wahnhall
Acht waagerecht montierte Orgelpfeifen zeichnen die Flugbahn eines geworfenen Speers nach. Die Installation verweist auf Wotans Speer aus dem „Ring des Nibelungen“ und verbindet das Motiv mit Klängen aus Wagners Musik.
Schaumfried
Georg Nussbaumer verwandelt den Rhein aus dem „Ring“ in einen goldenen Bierstrom. Eine Gärungswolke in einem Modell von Haus Wahnfried spielt auf Rausch und die überwältigende Wirkung von Wagners Musik an.
Wahnfried leuchtet!
Mit Einbruch der Dunkelheit wird die Fassade von Haus Wahnfried zur Projektionsfläche. Die rund 20-minütige Licht- und Videoshow erzählt in sechs Kapiteln die Geschichte des Hauses – von Richard Wagners Vision über die Bayreuther Festspiele, die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum heutigen Museum. Zu sehen bis 26. August täglich um 21.30, 22 und 22.30 Uhr.