Das Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) ist seit dem Halbjahr offiziell eine sogenannte Modus-Schule. Grundlage für die Auszeichnung war eine Externe Evaluation im Jahr 2025, bei der die Schule besonders gute Ergebnisse erzielte. Nur Einrichtungen mit einer solchen Bewertung können sich um den Status bewerben. Bayernweit tragen rund 60 von etwa 5500 Schulen diesen Titel.
Mit der Ernennung erhält das RWG mehr Gestaltungsspielraum im Schulalltag. Als Modus-Schule ist es in bestimmten Bereichen nicht mehr strikt an die Schulordnung gebunden. Dadurch kann die Schule neue Unterrichtsformen erproben und organisatorische Veränderungen innerhalb der Schulgemeinschaft umsetzen – vorausgesetzt, die geltenden Lehrpläne bleiben gewahrt. Bewähren sich diese Ansätze, können sie später auch von anderen Schulen übernommen werden.
Am RWG sind bereits erste Projekte geplant. Unter anderem soll die Zahl der Schulaufgaben in der dritten Fremdsprache reduziert werden. Zudem will die Schule neue Formen von Leistungsnachweisen testen. Ziel ist es, den Prüfungsdruck für Schülerinnen und Schüler zu verringern und zugleich mehr Zeit für Lernen und Üben zu schaffen.
Die Auszeichnung versteht die Schule daher nicht als Abschluss, sondern als Auftakt für weitere Entwicklungen – mit neuen Freiheiten, aber auch mit entsprechender Verantwortung.