Die ruhige Winterzeit im Kreuzsteinbad ist vorbei. Auf dem Gelände wird wieder gearbeitet: Mitarbeitende lösen Abdeckungen, reinigen Anlagen und bereiten die Becken auf die kommende Saison vor.
Zunächst entfernen sie die Schutzkonstruktionen an den Beckenköpfen. Diese bestehen aus Styrodurplatten, Holzbohlen und Folien und sollen Frostschäden verhindern. „Diese Abdeckungen sind unser wichtigster Schutz gegen die Kälte“, erklärt Badleiter Uwe Kasel. Mit Steinen beschwert, halten sie auch stärkeren Winden stand. Das Auspacken des Wellenbeckens markiert für Kasel jedes Jahr einen besonderen Moment: „Dann merkt man, dass das Bad wieder zum Leben erwacht.“
Nach dem Winter zeigen sich die Becken zunächst mit grünem Wasser. „Das sind Algen“, sagt Kasel. Da das Wasser über Monate nicht umgewälzt wird, entwickle sich ein ähnlicher Zustand wie in einem Teich. Bald wird es abgelassen, anschließend reinigen die Mitarbeitenden die Becken gründlich mit Hochdruckreinigern sowie Laugen und Säuren. „Das dauert mehrere Wochen, ist aber notwendig, damit im Mai alles wieder in einwandfreiem Zustand ist.“
Auch die Technik wird schrittweise wieder in Betrieb genommen. Weil das Bad nicht frostsicher ist, werden im Herbst alle Leitungen entleert. Nun müssen sie neu befüllt und geprüft werden. Derzeit gibt es auf dem Gelände nur an der Werkstatt fließendes Wasser. „Wenn wir am Schwimmerbecken arbeiten, legen wir zunächst 75 Meter Schlauch“, sagt Kasel.
Neben den Becken stehen viele weitere Arbeiten an: Pflasterflächen werden gereinigt, Sportfelder vorbereitet und Ausstattung wie Tore, Tischtennisplatten oder Sonnenschirme aufgebaut. „Viele kleine Aufgaben, die zusammen viel Zeit brauchen“, so Kasel.
Das Team für die Freibadsaison wächst ebenfalls. Wie jedes Jahr sucht das Kreuzer studentische Aushilfen für die Beckenaufsicht. „Die Suche läuft gut, aber wir sind noch längst nicht komplett“, sagt Beyer. Interessierte können sich über die Webseite der Stadtwerke Bayreuth bewerben. Und auch beim Thema Kiosk gibt es Bewegung: „Wir suchen seit dem vergangenen Herbst einen neuen Pächter. Die Gespräche laufen gut und gehen davon aus, dass wir schon bald mehr sagen können“, so Beyer.
Für Besucher bringt die neue Saison auch eine Neuerung: Das Kreuzsteinbad führt ein digitales Kassensystem ein. Tickets können künftig online gekauft und am Eingang gescannt werden. Saisonkarten gibt es digital fürs Smartphone oder als Plastikkarte. „Das wird die Wartezeiten deutlich verkürzen“, sagt Bäderleiter Benjamin Beyer.
Auch Familien können sich freuen: Ein neuer Spielplatz ist fertiggestellt. Rund 150.000 Euro investierten die Stadtwerke in die Anlage mit langlebigen Geräten aus Recyclingkunststoff. „Das ist eine schöne und nachhaltige Ergänzung für unser Gelände“, sagt Kasel.
Bis zur geplanten Öffnung am 11. Mai bleibt für das Team noch viel zu tun. „Wenn die ersten warmen Tage kommen und die Menschen wieder ins Kreuzer strömen, wissen wir, wofür sich der Aufwand lohnt“, sagt Kasel. „Dieser Moment ist jedes Jahr etwas Besonderes.“