Veröffentlicht am 05.03.2026 13:39

Plakate gegen Callcenterbetrug jetzt in Arztpraxen

V.l.: Dr. Ingo Rausch und Dominik Klose - die ersten Plakate hängen  (Foto: Polizei Oberfranken )
V.l.: Dr. Ingo Rausch und Dominik Klose - die ersten Plakate hängen (Foto: Polizei Oberfranken )
V.l.: Dr. Ingo Rausch und Dominik Klose - die ersten Plakate hängen (Foto: Polizei Oberfranken )
V.l.: Dr. Ingo Rausch und Dominik Klose - die ersten Plakate hängen (Foto: Polizei Oberfranken )
V.l.: Dr. Ingo Rausch und Dominik Klose - die ersten Plakate hängen (Foto: Polizei Oberfranken )

Die Polizei Oberfranken baut ihre Präventionsarbeit gegen Callcenterbetrug weiter aus und setzt dabei auf eine neue Kooperation: In Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Kreisverband Bayreuth sollen künftig Präventionsplakate in zahlreichen Arztpraxen der Region ausgehängt werden.

Zum Start der Initiative kamen Dr. Rausch, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Bayreuth, und Dominik Klose, kriminalpolizeilicher Fachberater der Kriminalpolizei Bayreuth, zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, möglichst viele Praxen im Raum Bayreuth mit den entsprechenden Informationsplakaten auszustatten.

Mit der Aktion sollen vor allem ältere Menschen erreicht werden, die besonders häufig ins Visier von Betrügern geraten – etwa durch sogenannte Schockanrufe. Gleichzeitig richtet sich die Kampagne auch an jüngere Angehörige, die ihre Eltern oder Großeltern über typische Vorgehensweisen der Täter informieren können.

Bereits im vergangenen Jahr kamen die Plakate im Rahmen einer erfolgreichen Kampagne in Stadtbussen zum Einsatz. Über einen aufgedruckten QR-Code gelangen Interessierte direkt zu einem eindrucksvollen Präventionsvideo der Polizei Oberfranken. In diesem berichtet eine Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen. Ergänzt wird der Beitrag durch Originalaufnahmen eines echten Betrugsanrufs, wodurch die manipulativen Strategien der Täter realitätsnah verdeutlicht werden sollen.

„Betrüger arbeiten gezielt mit Angst, Zeitdruck und dem Gefühl der Isolation“, erklärt Dominik Klose von der Kriminalpolizei Bayreuth. „Umso wichtiger ist es, Menschen an Orten zu erreichen, an denen sie sich in Ruhe mit solchen Themen befassen können. Arztpraxen sind dafür besonders geeignet, weil wir dort auch Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die aktuelle Warnmeldungen möglicherweise nicht regelmäßig verfolgen. So erhöhen wir die Aufmerksamkeit und stärken die Prävention genau dort, wo sie gebraucht wird.“

Auch aus Sicht der Ärzteschaft ist die Unterstützung selbstverständlich. „Viele gesellschaftliche Themen betreffen unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar“, sagt Dr. Rausch. „In unseren Praxen begegnen wir täglich Menschen aller Altersgruppen. Wenn die Plakate dazu beitragen, über Betrugsmaschen aufzuklären und Gespräche innerhalb der Familien anzuregen, leisten wir gerne unseren Beitrag zu dieser wichtigen Initiative.“

Die Polizei weist weiterhin darauf hin: Seien Sie bei unbekannten Anrufen stets vorsichtig, geben Sie keine persönlichen Informationen preis und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen. Im Zweifelsfall gilt: Gespräch beenden und selbst die Polizei unter der Notrufnummer 110 kontaktieren.


Von Jessica Mohr
jm
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