Veröffentlicht am 17.04.2026 19:00

Drei Bühnen gehen neue Wege

Die Macher hinter dem Projekt: Hinten v.l.: Anja Dechant-Sundby, Naturbühne Trebgast und Dr. Kerstin Löw, Rosenberg Festspiele Kronach. Vorne v.l.:Matthias Fischer, Luisenburg Festspiele, Sigurd Sundby und Bernd Berleb, beide Naturbühne Trebgast. (Foto: Hoffmann)
Die Macher hinter dem Projekt: Hinten v.l.: Anja Dechant-Sundby, Naturbühne Trebgast und Dr. Kerstin Löw, Rosenberg Festspiele Kronach. Vorne v.l.:Matthias Fischer, Luisenburg Festspiele, Sigurd Sundby und Bernd Berleb, beide Naturbühne Trebgast. (Foto: Hoffmann)
Die Macher hinter dem Projekt: Hinten v.l.: Anja Dechant-Sundby, Naturbühne Trebgast und Dr. Kerstin Löw, Rosenberg Festspiele Kronach. Vorne v.l.:Matthias Fischer, Luisenburg Festspiele, Sigurd Sundby und Bernd Berleb, beide Naturbühne Trebgast. (Foto: Hoffmann)
Die Macher hinter dem Projekt: Hinten v.l.: Anja Dechant-Sundby, Naturbühne Trebgast und Dr. Kerstin Löw, Rosenberg Festspiele Kronach. Vorne v.l.:Matthias Fischer, Luisenburg Festspiele, Sigurd Sundby und Bernd Berleb, beide Naturbühne Trebgast. (Foto: Hoffmann)
Die Macher hinter dem Projekt: Hinten v.l.: Anja Dechant-Sundby, Naturbühne Trebgast und Dr. Kerstin Löw, Rosenberg Festspiele Kronach. Vorne v.l.:Matthias Fischer, Luisenburg Festspiele, Sigurd Sundby und Bernd Berleb, beide Naturbühne Trebgast. (Foto: Hoffmann)

OBERFRANKEN. Die Region bekommt eine neue kulturelle Allianz: Mit dem „Theaterdreieck Oberfranken“ haben sich die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel, die Naturbühne Trebgast und die Rosenberg Festspiele Kronach erstmals zu einem festen Bündnis zusammengeschlossen.

Ihr Ziel: die kulturelle Vielfalt der Region stärken und gemeinsam mehr Menschen für Theater begeistern. Konkurrenzdenken soll bewusst in den Hintergrund treten. Stattdessen setzen die Verantwortlichen auf Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.

Hinter dem Projekt stehen mit Matthias Fischer, Anja Dechant-Sundby, Bernd Berleb und Kerstin Löw die prägenden Köpfe der drei Bühnen. Sie eint die Überzeugung, dass Kultur gerade in der Region sichtbarer werden muss. Theater sei keine Selbstverständlichkeit, sondern eine freiwillige Leistung – und gerade deshalb von besonderem Wert.

Konkret soll das Bündnis vor allem den Austausch fördern. Geplant sind gemeinsame Werbung, eine zentrale Internetseite sowie ein übergreifender Spielplan. Besucher sollen einfacher den Weg von einer Bühne zur nächsten finden – vom Felsenlabyrinth der Luisenburg über die Naturkulisse in Trebgast bis hin zur historischen Festung in Kronach. Auch bei Ausstattung und Organisation denken die Partner weiter: Kostüme, Requisiten oder technische Lösungen könnten künftig stärker geteilt werden.

Dabei bringt jede Bühne ihr eigenes Profil ein. Die Luisenburg-Festspiele setzen auf große Produktionen – von Musical bis Schauspiel. In Kronach liegt der Schwerpunkt auf klassischem Theater mit Kinderstück, Komödie und bekannten Stoffen vor der eindrucksvollen Kulisse der Festung Rosenberg. Die Naturbühne Trebgast wiederum verbindet Schauspiel mit musikalischen Elementen und setzt auf ein breites Sommerprogramm bis in den September.

Trotz unterschiedlicher Größenordnungen sehen alle Beteiligten klare Vorteile. Gerade kleinere Häuser könnten von der gemeinsamen Präsenz profitieren, während größere Bühnen ihre Reichweite erweitern. Für das Publikum entsteht ein vielfältiges Angebot, das sich über die gesamte Region spannt.

Der Zusammenschluss versteht sich auch als Signal über die Theater hinaus. In einer Zeit, in der vielerorts stärker auf Abgrenzung gesetzt wird, wollen die Bühnen bewusst einen anderen Weg gehen. „Wir sitzen alle im selben Boot“, so der Tenor. Kultur, darin sind sich die Beteiligten einig, lasse sich nicht aufteilen – und schon gar nicht erschöpfen.

Mit dem „Theaterdreieck Oberfranken“ setzen die drei Freilichtbühnen daher nicht nur auf mehr Sichtbarkeit, sondern auch auf ein gemeinsames Selbstverständnis: Theater als verbindendes Erlebnis – über Orte und Grenzen hinweg


Von Gabriele Munzert
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