Am Gymnasium Christian-Ernestinum in Bayreuth läuft derzeit das Projekt „Pixelpause – Jede Minute zählt“. Ziel ist es, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Viele Kinder und Jugendliche verbringen täglich mehrere Stunden am Smartphone. Das Projekt setzt genau hier an. Es soll das Bewusstsein für die eigene Bildschirmzeit schärfen und zur Reflexion anregen. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung in der Schule, sondern auch um den Alltag am Nachmittag, an Wochenenden und in den Ferien.
Kern des Projekts ist eine dreiwöchige Klassen-Challenge. Die Schülerinnen und Schüler versuchen in dieser Zeit, ihre Bildschirmzeit zu reduzieren. Jede Klasse tritt gegen die anderen an. Entscheidend ist die durchschnittliche Bildschirmzeit pro Klasse. Die Klasse mit dem niedrigsten Wert gewinnt den Wettbewerb.
Die Challenge wird von einer Spendenaktion begleitet. Ein Teil der Spendensumme geht an die „OpferHilfe Oberfranken“. Die Organisation unterstützt die Schule als externer Partner in der Medienerziehung und arbeitet ehrenamtlich mit den Medienscouts zusammen. Die andere Hälfte der Spenden wird in neue Pausenangebote investiert, etwa in Spiele, Bälle oder Geräte.
Das Projekt verfolgt mehrere Ziele. Es soll zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Nutzungsverhalten anregen. Gleichzeitig steht die Verringerung der Bildschirmzeit im Fokus. Der Wettbewerb schafft zusätzliche Motivation und nutzt gruppendynamische Effekte.
Die Teilnahme an der Challenge ist freiwillig und setzt die Zustimmung der Eltern voraus. Einmal pro Woche erfassen die Medienscouts die gesamte Bildschirmzeit der vergangenen Tage auf den Smartphones der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Insgesamt erfolgt dies viermal. Die erste Erhebung dient als Ausgangswert für die spätere Auswertung. Auch die letzte Schulwoche sowie die Ferienzeiten werden nachträglich berücksichtigt.
Erfasst wird ausschließlich die Nutzung des Smartphones, nicht die von Tablets. Für jede Klasse wird aus den gesammelten Daten ein Durchschnittswert gebildet. Grundlage sind die Werte aller teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Am Ende zählt die Summe der durchschnittlichen Bildschirmzeiten über die drei Schulwochen. Die Klasse mit dem niedrigsten Gesamtwert gewinnt die Challenge.