Die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Wochen, zuletzt die 0:1-Niederlage am vergangenen Samstag beim bis dato punktlosen Schlusslicht SpVgg Ansbach, entsprechen nicht den eigenen Ansprüchen der SpVgg Bayreuth. Dennoch sieht Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer keinen Anlass, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen. Das Vertrauen in Cheftrainer Lukas Kling, sein Trainerteam und die Mannschaft ist unverändert groß. Am morgigen Dienstag, 15. September, um 19 Uhr empfängt die SpVgg den TSV Aubstadt.
Nach dem jüngsten Auftritt in Ansbach richtet sich der Blick bei der SpVgg Bayreuth bereits wieder nach vorne. Auch wenn das Ergebnis erneut nicht den eigenen Vorstellungen entsprach, sah Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer gegenüber den vergangenen Wochen wieder Schritte in die richtige Richtung.
„Natürlich können und wollen wir mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen nicht zufrieden sein. Aber wir haben in Ansbach wieder eine Mannschaft gesehen, die sich Möglichkeiten herausgespielt hat und wieder zu Abschlüssen gekommen ist. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen wir uns für diesen Aufwand auch wieder belohnen.“
Dabei gehe es insbesondere darum, im letzten Drittel konsequenter zu werden, in entscheidenden Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und vorhandene Möglichkeiten wieder in Tore umzumünzen.
„Fußball wird am Ende an Toren und Punkten gemessen. Wir müssen deshalb daran arbeiten, vor dem Tor konsequenter zu werden und gleichzeitig über die gesamte Spielzeit die notwendige Konzentration und Stabilität zu behalten. Das sind Dinge, die wir beeinflussen können – und genau dort müssen wir ansetzen.“
Dass die aktuelle Situation nach einer starken Vorbereitung und einem gelungenen Saisonstart enttäuschend ist, will Röthlingshöfer dabei nicht kleinreden: „Natürlich haben wir uns nach der Vorbereitung und den ersten guten Spielen einen besseren Verlauf in der Liga gewünscht. Das ist überhaupt keine Frage. Gleichzeitig haben wir aber schon vor der Saison gesagt, dass das keine einfache Spielzeit werden wird. Wir haben einen großen Umbruch hinter uns und mit der Reamateurisierung bewusst einen neuen Weg eingeschlagen. Dass dabei nicht von Beginn an alles funktioniert und es Rückschläge geben kann, war uns bewusst. Entscheidend ist jetzt, wie wir damit umgehen und dass wir den nächsten Entwicklungsschritt machen.“
Bereits zuletzt hatte Röthlingshöfer die tägliche Arbeit des Trainerteams, die akribische Vorbereitung sowie die sportliche Entwicklung hervorgehoben und eine grundsätzliche Trainerdiskussion als verfrüht bezeichnet. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert.
„Ich sehe die tägliche Arbeit von Lukas und seinem Team sehr genau. Ich sehe, wie intensiv Spiele vorbereitet und aufgearbeitet werden und wie klar an den Themen gearbeitet wird, die uns momentan noch fehlen. Für mich stellt sich die Trainerfrage deshalb nicht.“
Das Vertrauen des Geschäftsführers beschränkt sich dabei nicht auf den Trainerstab: „Ich bin auch weiterhin von der Qualität und vom Potenzial unserer Mannschaft überzeugt. Wir haben bewusst viele Spieler dabei, die sich noch entwickeln können und sollen. Wir haben in dieser Saison schon gesehen, was in dieser Mannschaft steckt. Jetzt geht es darum, diese Qualität konstanter auf den Platz zu bekommen und sich für die eigene Arbeit wieder mit Ergebnissen zu belohnen.“
Für Röthlingshöfer ist der eingeschlagene Weg zudem deutlich größer als die aktuelle sportliche Situation der Regionalligamannschaft. Die gemeinsam entwickelte sportliche Ausrichtung ist inzwischen auch über die erste Mannschaft hinaus im Verein verankert.
„Die Philosophie und die sportlichen Grundgedanken, die wir gemeinsam verfolgen, betreffen nicht nur unsere erste Mannschaft. Wir haben diese Linie bereits in unserem Nachwuchsbereich implementiert und wollen eine klare Verbindung zwischen NLZ, zweiter Mannschaft und erster Mannschaft schaffen. Spieler sollen bei uns möglichst einheitliche Prinzipien kennenlernen und dadurch perspektivisch den nächsten Schritt innerhalb des Vereins machen können. Lukas und sein Trainerteam sind ein wichtiger Bestandteil dieser sportlichen Entwicklung.“
Gerade deshalb sei es aus Sicht des Geschäftsführers falsch, aufgrund einer schwierigen Phase die grundsätzliche Ausrichtung infrage zu stellen. „Wir werden jetzt nicht anfangen, aufgrund einiger negativer Ergebnisse alles über Bord zu werfen. Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden und sehen auch, was sich innerhalb des Vereins bereits entwickelt. Ich habe volles Vertrauen in Lukas, sein Trainerteam und in das Potenzial unserer Mannschaft. Jetzt müssen wir gemeinsam weiterarbeiten und dafür sorgen, dass sich diese Entwicklung bei unserer ersten Mannschaft wieder in Toren und Punkten widerspiegelt.“