Veröffentlicht am 27.08.2026 10:15

„In Buchbach die letzten Körner zusammenkratzen und weiter Vollgas geben“

Mit einer ähnlich guten Leistung wie beim Pokalspiel in Aubstadt in der zweiten Halbzeit (im Bild der zweifache Torschütze Patrick Scheder in einer Spielszene) könnte die SpVgg auch beim TSV Buchbach punkten. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Mit einer ähnlich guten Leistung wie beim Pokalspiel in Aubstadt in der zweiten Halbzeit (im Bild der zweifache Torschütze Patrick Scheder in einer Spielszene) könnte die SpVgg auch beim TSV Buchbach punkten. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Mit einer ähnlich guten Leistung wie beim Pokalspiel in Aubstadt in der zweiten Halbzeit (im Bild der zweifache Torschütze Patrick Scheder in einer Spielszene) könnte die SpVgg auch beim TSV Buchbach punkten. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Mit einer ähnlich guten Leistung wie beim Pokalspiel in Aubstadt in der zweiten Halbzeit (im Bild der zweifache Torschütze Patrick Scheder in einer Spielszene) könnte die SpVgg auch beim TSV Buchbach punkten. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Mit einer ähnlich guten Leistung wie beim Pokalspiel in Aubstadt in der zweiten Halbzeit (im Bild der zweifache Torschütze Patrick Scheder in einer Spielszene) könnte die SpVgg auch beim TSV Buchbach punkten. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)

Eine knifflige Aufgabe erwartet die SpVgg Bayreuth am 6. Spieltag der Regionalliga Bayern mit dem Auswärtsspiel beim aktuell punkt- und torgleich mit dem FV Illertissen an der Tabellenspitze stehenden TSV Buchbach. Der TSV Buchbach, an der Grenze von Ober- zu Niederbayern im Landkreis Mühldorf am Inn beheimatet, ist ein absolutes Urgestein der Regionalliga Bayern. Das bodenständige Team gehört der viertklassigen Regionalliga des BFV seit deren Gründung in der Saison 2012/13 an.

Nach dem zehnten Platz in der vergangenen Spielzeit ist der Kultclub in der aktuellen Saison mit elf Punkten nach fünf Spielen noch ungeschlagen. Nach einem Auftakt-1:1 bei Schwaben Augsburg gab es einen 5:1-Heimsieg gegen den VfB Eichstätt, einen 2:0-Auswärtssieg beim amtierenden Regionalliga-Meister 1. FC Nürnberg II sowie ein Heim-1:1-Unentschieden gegen den TSV Aubstadt. Zuletzt holten die Buchbacher einen 3:1-Auswärtssieg beim noch punktlosen Tabellen-Schlusslicht SpVgg Ansbach.

Nach dem 1:0 durch Tobias Heiland bauten die Aubstadter ihre Führung in der zweiten Halbzeit durch Tobias Stoßberger (52.) und abermals Tobias Heiland (62.) auf 3:0 aus, der Ansbacher Ehrentreffer durch Dino Nuhanovic zum 1:3 in der 76. Minute hatte nur noch statistischen Wert. „Wir haben eine sehr gute Leistung über 60 Minuten gezeigt und in der Summe dann auch verdient 3:0 geführt. Danach muss ich meiner Mannschaft schon ein wenig ankreiden, dass wir komplett den Faden verloren haben. In der Kabine war ich stinksauer und habe ein paar deutliche Worte gewählt, weil wir das Spiel fast noch aus der Hand geben. Wenn Ansbach das 3:2 erzielt, dann kommen Sie noch einmal sehr stark heran. Da müssen wir in der kommenden Woche bei der Videoanalyse schon ein paar deutliche Worte wählen und das entsprechend aufarbeiten. Bis zur 60. Minute war es allerdings eines der besten Spiele, die wir bisher gemacht haben. Insgesamt ist der Sieg verdient, Glückwunsch an die Jungs”, bilanzierte der Buchbacher Trainer Sven Zurawka nach der Partie. Der 30-jährige Zurawka kam zu Saisonbeginn als Nachfolger des kurz vor Ende der vergangenen Spielzeit entlassenen Marc Unterberger neu vom ASV Neumarkt aus der Bayernliga Nord.

Im Angriff der Buchbacher ist bislang der 26-jährige Tobias Stoßberger mit drei Toren und zwei Vorlagen der herausragende Akteur. Im Sturm der Oberbayern geblieben sind zudem Tobias Sztaf (26), Andreas Hirtlreiter (23) und der 27-jährige Josue M´bila.

Im Mittelfeld ist der 28-jährige Mannschaftskapitän Samed Bahar (bisher drei Tore) die zentrale Figur. Albano Gashi (31) hat bisher ein Tor erzielt und vier Vorlagen zu Treffern gegeben. Der 26-jährige Tobias Heiland sticht bislang als dreifacher Torschütze und zweifacher Vorlagengeber hervor. Neu von der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt 04 ist der 21-jährige Leo Haas gekommen, der auch bereits zweimal ins Schwarze getroffen hat. Romeo Ivelj (21), der 26-jährige Daniel Muteba und Philipp Zimmerer (20) komplettieren das Mittelfeld.

Neu in der Abwehr der Oberbayern sind der 23-jährige Dominik Auerhammer, der vom SV Kirchanschöring aus der Bayernliga Süd kam, Faton Dzemailji (27, wechselte vom SV Wacker Burghausen, bisher eine Vorlage), und der 24-jährige frühere Unterhachinger Tizian Zimmermann. Geblieben ist der frühere Bayreuther Jonas Wieselsberger (27, in der Saison 2023/24 bei der Altstadt), der in der laufenden Spielzeit bereits zwei Vorlagen gab. Marinus Erber (20), Rocco Tavra (24) und der 30-jährige Routinier Philipp Walter blieben den Buchbachern in der Defensive ebenso erhalten wie Stammtorhüter Ludwig Zech (25).

In der Historie der Regionalliga Bayern trafen der TSV Buchbach und die SpVgg Bayreuth bislang insgesamt 20mal aufeinander. Die Bilanz ist dabei mit jeweils acht Siegen für beide Teams und vier Unentschieden ausgeglichen. In der vergangenen Saison 2025/26 gewann die Altstadt das Hinspiel im heimischen Hans-Walter-Wild-Stadion mit 2:0, das Rückspiel bei den Oberbayern endete mit einem 1:1-Unentschieden.

Die SpVgg Bayreuth steht in der Tabelle der Regionalliga Bayern aktuell mit sieben Zählern nach fünf Partien auf Rang zehn. Nach zuvor den beiden Niederlagen gegen den FC Memmingen und beim FC Schweinfurt 05 gab es zuletzt nach einem intensiven Spielverlauf ein 2:2-Unentschieden gegen Tabellenführer FV Illertissen. Zweimal gingen die Bayreuther in Führung (1:0 durch Erijon Shaqiri in der 31. und 2:1 durch Kelvin Onuigwe in der 57. Minute), mussten sich aber letztlich mit einem Punkt begnügen.

Cheftrainer Lukas Kling war dennoch zufrieden: „Für uns war es ein guter Punkt, obwohl es eventuell auch drei Zähler hätten werden können. Am Ende war es ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften auf einen Sieg aus waren. Beide Teams können mit dem Punkt auf jeden Fall leben. Es macht mich stolz, dass die Jungs auch nach den zweimaligen Rückschlägen nicht aufgesteckt, sondern weiter Gas gegeben und das Tempo hochgehalten haben. Das ist der richtige Weg und das stimmt mich sehr positiv.“

Unter der Woche stand für die SpVgg Bayreuth zudem am Dienstagabend das Verbandspokal-Achtelfinale beim unterfränkischen Ligarivalen TSV Aubstadt auf dem Programm. Mit einem unglücklichen 6:7 nach Elfmeterschießen (2:2, Halbzeit 0:1 in der regulären Spielzeit, zweifacher Torschütze Patrick Scheder) schied die Altstadt trotz einer herausragenden Leistung in der zweiten Halbzeit aus. Lukas Kling bilanzierte nach der Partie: „Wir spielten eine bodenlose erste und eine richtig überragende zweite Halbzeit, was dann auch das Ergebnis widerspiegelte. Wir konnten froh sein, dass wir in der ersten Hälfte nicht zwei oder drei Gegentore bekamen, Aubstadt kann hingegen froh sein, dass wir am Ende der zweiten Halbzeit nicht noch das Siegtor machten. Letztlich war es ein gutes Spiel von beiden Seiten und dann halt Glückssache im Elfmeterschießen, wo wir leider den Kürzeren gezogen haben. Was sehr positiv war, ist, dass die Jungs nach dem Auftritt in der ersten Halbzeit besser aus der Kabine gekommen sind, zweimal einen Rückstand ausgeglichen und letztlich sogar noch am Siegtreffer geschnuppert haben“.

Im Vorfeld des Punktspiels beim TSV Buchbach kündigte Lukas Kling an: „Mit Buchbach haben wir einen Gegner, der individuell sehr gut besetzt ist und die ein eingeschworener Haufen sind, der im Kern schon seit Jahren zusammenspielt. Aktuell sind sie als Tabellenzweiter, punkt- und torgleich mit dem Ersten, sehr gut in die Saison gestartet. Wenn wir so auftreten wie in der zweiten Halbzeit im Pokalspiel in Aubstadt haben wir auf jeden Fall eine Chance, dass wir was mitnehmen. Wenn wir so auftreten wie in der ersten Hälfte, kommen wir unter die Räder. Es wird nicht leicht werden, vor allem nach den beiden sehr schweren Spielen gegen Illertissen und in Aubstadt. Aber wir werden versuchen, die letzten Körner zusammenzukratzen und weiterhin Vollgas zu geben“.


Von Roland Schmidt
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