Veröffentlicht am 23.08.2026 17:30

SpVgg Bayreuth erwartet heißer Pokalfight in Aubstadt

Einen ähnlichen Kampf wie gegen den FV Illertissen (Bild) muss die SpVgg Bayreuth auch in Aubstadt liefern, wenn sie das Verbandspokal-Viertelfinale erreichen will. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Einen ähnlichen Kampf wie gegen den FV Illertissen (Bild) muss die SpVgg Bayreuth auch in Aubstadt liefern, wenn sie das Verbandspokal-Viertelfinale erreichen will. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Einen ähnlichen Kampf wie gegen den FV Illertissen (Bild) muss die SpVgg Bayreuth auch in Aubstadt liefern, wenn sie das Verbandspokal-Viertelfinale erreichen will. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Einen ähnlichen Kampf wie gegen den FV Illertissen (Bild) muss die SpVgg Bayreuth auch in Aubstadt liefern, wenn sie das Verbandspokal-Viertelfinale erreichen will. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Einen ähnlichen Kampf wie gegen den FV Illertissen (Bild) muss die SpVgg Bayreuth auch in Aubstadt liefern, wenn sie das Verbandspokal-Viertelfinale erreichen will. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)

Vier Tage nach dem 2:2-Unentschieden am 5. Spieltag der Regionalliga Bayern gegen den FV Illertissen geht es für die SpVgg Bayreuth am Dienstag, 25. August, um 18.30 Uhr im Achtelfinale des Bayerischen Verbandspokals (Totopokal) zum Ligarivalen TSV Aubstadt, der selbst so bezeichneten „Macht im Grabfeld“.

Die Aubstadter haben drei Tage länger Zeit zur Vorbereitung auf die Pokalpartie, da ihr Punktspiel gegen den TSV 1860 München wegen des Engagements der Löwen im DFB-Pokal am Wochenende bereits am vergangenen Dienstag stattfand. Trotz eines eigenen Chancenplus unterlagen die Unterfranken dem Drittliga-Zwangsabsteiger mit 2:3 (0:2). Torschützen für das Team aus dem Grabfeld waren Franz Helmer zum 1:2 (78.) und Marco Nickel (89.) zum 2:3.

Der Aubstadter Trainer Claudiu Bozesan bilanzierte nach der Partie: „Das Ergebnis ist ärgerlich. Wir müssen vor der Pause eigentlich das 1:1 machen, bekommen im Gegenzug das 0:2. In der zweiten Halbzeit haben wir fast nichts zugelassen, waren die aktivere Mannschaft und sind zweimal zurückgekommen. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, wurden aber nicht belohnt. Aus meiner Sicht hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Am Ende muss man sagen, dass der TSV 1860 cleverer war und deshalb gewonnen hat.” Nach dem furiosen 5:1-Sieg im Eröffnungsspiel der Regionalliga gegen den FC Schweinfurt 05 holten die Unterfranken in der Liga ein 2:2-Unentschieden gegen Wacker Burghausen, ein 1:1 beim TSV Buchbach und mussten sich schließlich den Münchener Löwen beugen.

Im Pokalspiel gegen die Altstadt wollen die Aubstadter sicherlich erfolgreicher sein als zuletzt gegen 1860 München und ins Viertelfinale einziehen. In den ersten beiden Hauptrunden des Verbandspokals siegten die Unterfranken auswärts bei der unterklassigen 1. FC Viktoria Untererthal mit 9:0 und bei Regionalliga-Absteiger Viktoria Aschaffenburg mit 4:2.

Bester Torschütze der Aubstadter in der Liga ist bislang der 26-jährige Severo Sturm mit drei Treffern und einer Vorlage. Max Grimm (22), der gegen Buchbach die Gelb-Rote Karte sah und gegen die Löwen gesperrt war, ist der zweite gefährliche Scorer mit zwei Toren und drei Vorlagen. Stürmer Franz Helmer (25) hat bislang ein Tor und Pascal Moll (25) eine Vorlage auf dem Konto.

Stammkräfte im Aubstadter Mittelfeld sind der nach einem einjährigen USA-Aufenthalt nach Deutschland zurückgekehrte Trainersohn Fabio Bozesan (25, zuvor FC Schweinfurt 05), der ebenfalls aus dem Schweinfurter Drittligakader der vergangenen Saison gekommene Routinier Joshua Endres (29, ein Tor), Leon Heinze (27, eine Vorlage), der vom Würzburger FV gekommene Ukrainer Heorhii Nachkebiia (ein Tor), Urgestein und Routinier Timo Pitter (33) sowie Marvin Weiß (24).

In der Abwehr verteidigen Routinier und Mannschaftskapitän Steffen Behr (31), der aus Freiberg in der Regionalliga Südwest gekommene Jacob Engel (25, bisher ein Tor), sowie die erfahrenen Ingo Feser (30), Tim Hüttl (28) und Marco Nickel (27, ein Tor). Das Aubstadter Gehäuse hütet der 27-jährige, vor zwei Jahren von Bayern Hof gekommene Ukrainer Vladyslav Vertey (27).

Die Historie der Regionalliga Bayern verspricht einen interessanten Spielverlauf – insgesamt elfmal trafen die Altstadt und die Aubstadter bislang aufeinander. Sechs Partien endeten dabei mit einem Unentschieden, dreimal siegte die SpVgg Bayreuth – und in der vergangenen Saison 2025/26 siegte Aubstadt zweimal – 3:2 in der Hinrunde in Bayreuth und zum Saison-Abschluss bei den Unterfranken souverän mit 4:0. Für die Bayreuther dürfte dies eine zusätzliche Motivation sein, um im Pokalspiel am Dienstag die Revanche zu suchen.

Die Altstadt besiegte in den ersten beiden Hauptrunden des Verbandspokals Bezirksligisten Bavaria Waischenfeld mit 5:0 und nach einer Aufholjagd den Bayernligisten TSV Kornburg nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2. In der Regionalliga Bayern steht das Team von Lukas Kling mit sieben Punkten nach fünf Partien aktuell auf Rang neun. Man hat damit zwei Punkte mehr, aber auch ein Spiel weniger als der TSV Aubstadt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den FC Memmingen und beim FC Schweinfurt 05 holten die Bayreuther zuletzt am vergangenen Freitag im heimischen Hans-Walter-Wild-Stadion in einer intensiven Partie ein 2:2-Unentschieden gegen den FV Illertissen. Zweimal gingen die Bayreuther in Führung (1:0 durch Erijon Shaqiri in der 31. und 2:1 durch Kelvin Onuigwe in der 57. Minute), mussten sich aber letztlich mit einem Punkt begnügen.

Cheftrainer Lukas Kling war dennoch zufrieden: „Für uns war es ein guter Punkt, obwohl es eventuell auch drei Zähler hätten werden können. Am Ende war es ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften auf einen Sieg aus waren. Beide Teams können mit dem Punkt auf jeden Fall leben. Es macht mich stolz, dass die Jungs auch nach den zweimaligen Rückschlägen nicht aufgesteckt, sondern weiter Gas gegeben und das Tempo hochgehalten haben. Das ist der richtige Weg und das stimmt mich sehr positiv.“

In der Vorschau auf das Pokalspiel in Aubstadt am Dienstag erklärt der Bayreuther Trainer: „Mit Aubstadt geht es gegen eine Mannschaft die eine total hohe individuelle Klasse hat, die sehr erfahren ist und richtig gute Einzelspieler hat. Wir müssen da sehr kompakt auftreten, sehr giftig in die Zweikämpfe gehen und den Aubstadtern die Lust am Spiel nehmen. Es ist dort bei den Platzgegebenheiten nicht einfach, Fußball zu spielen. Aber es ist ein Pokalfight und den Fight müssen wir einfach auch so angehen“.

Hinsichtlich der Verletztensituation betonte Lukas Kling, dass man sehen müsse, ob der zuletzt pausierende Dennis Lippert zurückkommt. Der im Punktspiel gegen Illertissen gesperrte Edwin Schwarz darf auf jeden Fall spielen. „Mit Marlon Fries, Niklas Jeck, Denis Latifovic und Tino Lennerth haben wir vier Spieler, die nach dem Illertissen-Spiel angeschlagen sind. Da muss man abwarten, was die Tage bis zum Pokalspiel noch bringen“, so der Bayreuther Coach. Kurt Pestel und Jann George sind langzeitverletzt.


Von Roland Schmidt
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