Veröffentlicht am 20.02.2026 13:06

Was achtlos fällt, bleibt lange liegen

Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg. Das schadet der Umwelt, beeinträchtigt Pflanzen- und Tierwelt und verschmutzt Straßen und Plätze. (Foto: Pexels)
Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg. Das schadet der Umwelt, beeinträchtigt Pflanzen- und Tierwelt und verschmutzt Straßen und Plätze. (Foto: Pexels)
Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg. Das schadet der Umwelt, beeinträchtigt Pflanzen- und Tierwelt und verschmutzt Straßen und Plätze. (Foto: Pexels)
Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg. Das schadet der Umwelt, beeinträchtigt Pflanzen- und Tierwelt und verschmutzt Straßen und Plätze. (Foto: Pexels)
Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg. Das schadet der Umwelt, beeinträchtigt Pflanzen- und Tierwelt und verschmutzt Straßen und Plätze. (Foto: Pexels)

BAYREUTH.Während die Stadt Erlangen und der Landkreis Dachau bereits vorangehen, soll nun auch Bayreuth nachziehen: Die Stadtratsfraktion der Grünen und Unabhängigen fordert die Einführung kostenloser Taschenaschenbecher für Bürgerinnen und Bürger.

In einem Antrag regen die Stadträtinnen Sabine Steininger und Gabriele Hemmer an, sogenannte „Taschenaschenbecher“ künftig im Neuen Rathaus (Bürgerdienst), im Rathaus an der Wilhelm-Pitz-Straße sowie beim Stadtbauhof bereitzuhalten und kostenfrei auszugeben.

„Viele Bürgerinnen und Bürger schnippen ihre Kippe weg und denken sich nichts dabei“, erklärt Sabine Steininger, Fraktionsvorsitzende und Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin. Besonders sichtbar sei das Problem im Bereich der ZOH sowie an zahlreichen weiteren öffentlichen Plätzen im Stadtgebiet.

Gabriele Hemmer verweist auf die ökologischen Folgen: „Zigarettenstummel schaden der Umwelt und beeinträchtigen Pflanzen- und Tierwelt.“ Die Schadstoffe lösten sich schnell aus den Filtern, deren vollständige Zersetzung jedoch zehn bis 15 Jahre dauere. Eine einzige Zigarette enthalte tausende Schadstoffe, darunter auch krebserregende Substanzen. Pro Kippe gelangten zwei bis sechs Milligramm Nikotin in die Umwelt – und damit potenziell auch ins Trinkwasser.

Neben den Umweltaspekten sehen die Antragstellerinnen auch Auswirkungen auf das Stadtbild. Weggeworfene Zigarettenreste verschmutzten Straßen und Plätze, beeinträchtigten den Gesamteindruck und minderten den Wohlfühlfaktor im öffentlichen Raum.

Zudem verursache die Entsorgung erhebliche Kosten. Die städtischen Reinigungskräfte müssten die Stummel einzeln aufsammeln oder absaugen. Nach Ansicht der Fraktion könnten diese Mittel sinnvoller in die Anschaffung und Verteilung der Taschenaschenbecher investiert werden.

Kostenlose Exemplare werden am Samstag, 21. Februar 2026, am Infostand der Grünen in der Bayreuther Innenstadt ausgegeben – solange der Vorrat reicht.


Von Gabriele Munzert
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