Dialekt steht für Identität und Heimat. Der Bezirk Oberfranken fördert die Mundart auf viele Arten. Zum Tag der Muttersprache am 21. Februar beginnt erneut die Suche nach dem Oberfränkischen Wort des Jahres. 2025 gewann „Rowern“. Jetzt wird ein Nachfolger gesucht.
„Die Kür des Oberfränkischen Wort des Jahres ist mittlerweile ein festes Ritual geworden. Es macht mir jedes Mal Freude zu sehen, welche Vielfalt unsere Sprache in Oberfranken zu bieten hat“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Gesucht werden Dialektwörter aus ganz Oberfranken. Eine fünfköpfige Jury aus Sprachwissenschaft und Kultur wählt den Sieger.
„Rowern“ zeigt die Vielfalt der Region. Gemeint ist ein einrädriger Karren mit Kiste. Das Wort klingt je nach Gegend anders: Im Westen „Roban“, weiter östlich „Rowern“, im Fichtelgebirge „Rodwerm“. Auch die Endungen unterscheiden sich. Das Wort geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Es leitet sich von „Radeber“ ab, gebildet aus „Rad“ und dem mittelhochdeutschen „bern“ für tragen oder führen.
Seit 2015 läuft die Aktion. „Rowern“ ist das elfte Siegerwort. Frühere Gewinner waren etwa „Meichala“ (2023), „Waafn“ (2022), „Erpfl“ (2021), „Fregger“ (2020), „Sternlaschmeißer“ (2019), „derschwitzen“ (2018), „urigeln“ (2017), „a weng wenig“ (2016) und „Wischkästla“ (2015). Sie zeigen die Bandbreite der oberfränkischen Mundart.
„Wir suchen nach bekannten Wörtern, aber auch nach Neuschöpfungen, die das Gemeinte besonders präzise benennen und wofür es im Hochdeutschen oftmals gar keinen Ausdruck gibt“, sagt Barbara Christoph, Leiterin der KulturServiceStelle.
Vorschläge für das Oberfränkische Wort des Jahres 2026 sind online möglich unter www.bezirk-oberfranken.de/owdj oder per E-Mail an kulturservicestelle@bezirk-oberfranken.de
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