Seit Dezember 2025 meldet die Polizei in Oberfranken mehr Fälle von falschen Spendensammlern. Die Täter stehen auf Parkplätzen vor Drogerien, Supermärkten und Baumärkten. Sie nutzen mobile Kartenlesegeräte. Der Schaden liegt schon bei über 4.000 Euro. Die Polizei warnt deutlich vor der Masche.
So gehen die Täter vor
Die Betrüger sprechen gezielt Passanten an. Sie bitten um eine kleine Spende, angeblich für soziale Zwecke. Dann holen sie ein Kartenlesegerät hervor. Oder sie sagen, Spenden gehe nur mit Karte.
Die Opfer wollen helfen und bestätigen einen kleinen Betrag. Doch auf dem Gerät steht oft eine viel höhere Summe. Manchmal werden zusätzliche Nullen eingegeben. Viele merken das nicht vor der Bestätigung. Erst später sehen sie auf dem Kontoauszug die hohe Abbuchung.
Bekannte Fälle in der Region
In Oberfranken sind bisher sechs Fälle bekannt. Der jüngste passierte am Mittwoch, 11.02.2026, in Lichtenfels. Auf dem Parkplatz eines Baumarkts sprachen zwei angebliche Bettler einen Mann an. Sie baten um Geld für eine Einrichtung für Taubstumme. Der Mann wollte fünf Euro bar geben. Das lehnten sie ab. Sie verlangten Kartenzahlung. Der Mann bestätigte die Zahlung. Später stellte er fest: Statt fünf Euro wurden fast 1.000 Euro abgebucht.
Die Polizei bittet um Vorsicht. Die Täter nutzen die Hilfsbereitschaft der Menschen aus.
Tipps der Polizei
- Prüfen Sie vor jeder Kartenzahlung den Betrag auf dem Display. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Geben Sie Ihre Karte nie aus der Hand. Verdecken Sie die PIN bei der Eingabe.
- Spenden Sie am besten direkt an bekannte Organisationen über offizielle Wege. Geben Sie kein Geld an fremde Personen auf Parkplätzen.