Veröffentlicht am 27.04.2026 19:00

Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga wohl geklärt

Am Freitag Abend kämpfte die SpVgg Unterhaching (dunkle Trikots) in Bayreuth noch hart und erkämpfte einen äußerst glücklichen Last-Minute-Sieg. Heute wurde jetzt bekannt, dass die Hachinger wohl auf einen möglichen Drittliga-Aufstieg verzichten. (Foto: Dirk Ellmer)
Am Freitag Abend kämpfte die SpVgg Unterhaching (dunkle Trikots) in Bayreuth noch hart und erkämpfte einen äußerst glücklichen Last-Minute-Sieg. Heute wurde jetzt bekannt, dass die Hachinger wohl auf einen möglichen Drittliga-Aufstieg verzichten. (Foto: Dirk Ellmer)
Am Freitag Abend kämpfte die SpVgg Unterhaching (dunkle Trikots) in Bayreuth noch hart und erkämpfte einen äußerst glücklichen Last-Minute-Sieg. Heute wurde jetzt bekannt, dass die Hachinger wohl auf einen möglichen Drittliga-Aufstieg verzichten. (Foto: Dirk Ellmer)
Am Freitag Abend kämpfte die SpVgg Unterhaching (dunkle Trikots) in Bayreuth noch hart und erkämpfte einen äußerst glücklichen Last-Minute-Sieg. Heute wurde jetzt bekannt, dass die Hachinger wohl auf einen möglichen Drittliga-Aufstieg verzichten. (Foto: Dirk Ellmer)
Am Freitag Abend kämpfte die SpVgg Unterhaching (dunkle Trikots) in Bayreuth noch hart und erkämpfte einen äußerst glücklichen Last-Minute-Sieg. Heute wurde jetzt bekannt, dass die Hachinger wohl auf einen möglichen Drittliga-Aufstieg verzichten. (Foto: Dirk Ellmer)

Am vergangenen Freitag war der Jubel nach dem 3:2-Siegtreffer der SpVgg Unterhaching in der Regionalliga-Partie bei der SpVgg Bayreuth in der achten Minute der Nachspielzeit noch so groß, als ob der Drittliga-Aufstieg geschafft wäre. Nun kristallisiert sich aber heraus: Die Unterhachinger werden mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen möglichen Aufstieg ins Profilager verzichten, damit dürfte feststehen, dass der aktuelle Tabellendritte Kickers Würzburg die Aufstiegsspiele zur Dritten Liga gegen den Meister der Regionalliga Nordost bestreiten werden.

Das Fußballportal fupa.net berichtete heute, dass die Entscheidung zum Aufstiegsverzicht bei den Hachingern mit ihrem Präsidenten Manni Schwabl gefallen sei, aber bislang noch nicht offiziell kommuniziert wurde. Der Entschluss der Münchner Vorstädter ist laut fupa.net „kein Hauruck-Entschluss, sondern das Ergebnis einer ehrlichen und offenen Analyse”.

Unterhaching möchte demnach noch mehr auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen und diese entwickeln. Talente wie der 17-jährige Wesley Krattenmacher sollen auf dem Rasen stehen und schon früh Verantwortung übernehmen - und natürlich auch das Kaufinteresse von höherklassigen Clubs auf sich ziehen. „Lieber eine gute Rolle in der Regionalliga spielen, als mit externen Neuzugängen, die sich möglicherweise nicht mit der Haching-DNA identifizieren, in der 3. Liga gegen den Abstieg kämpfen”, ist das Credo der Hachinger.

Der Aufstiegswille ist den Hachingern jedoch nicht komplett abhanden gekommen, vielmehr strebt man den Aufstieg in der Saison 2027/28 an, wenn der Meister der Regionalliga Bayern turnusmäßig wieder direkt und ohne Aufstiegsspiele aufsteigen soll. Bis dahin soll der Talentpool Zeit haben, sich für den Profibereich zu empfehlen, so fupa.net.

Die Entwicklung zeigt allerdings auch, dass das Aufstiegsrennen in der Regionalliga Bayern allmählich zur Farce wird, schließlich hat neben den Hachingern auch schon Tabellenführer 1. FC Nürnberg II auf ein Aufstiegsrecht verzichtet. Wie groß die leistungsmäßige Lücke zwischen der Dritten Liga und der Regionalliga Bayern tatsächlich in den vergangenen Jahren geworden ist, haben auch die vergangenen Aufstiege von Teams wie dem FC Schweinfurt 05 2025 oder der SpVgg Bayreuth 2022 gezeigt - beide Aufsteiger kamen ziemlich glanzlos nach einem Jahr wieder zurück, ebenso wie zuletzt die SpVgg Unterhaching, für die es im Abstiegsjahr 2025 nach zwei Spielzeiten zurück in die Regionalliga ging. Schließlich spielt in das Ganze auch die Diskussion um eine Regionalligareform mit dem Ziel, dass alle Regionalligameister direkt aufsteigen, hinein. Ob in dem Fall die Regionalliga Bayern in ihrer jetzigen Form überhaupt überlebt, dürfte fraglich sein.


Von Roland Schmidt
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