Veröffentlicht am 26.04.2026 18:08

Temporäre Zwischennutzung ist beendet

Das Redoutenhaus, das Markgräfliches Opernhaus und das Stadtsparkassemgebäude prägen mit ihren historischen Fassaden das Bild der Opernstraße. (Foto: gmu)
Das Redoutenhaus, das Markgräfliches Opernhaus und das Stadtsparkassemgebäude prägen mit ihren historischen Fassaden das Bild der Opernstraße. (Foto: gmu)
Das Redoutenhaus, das Markgräfliches Opernhaus und das Stadtsparkassemgebäude prägen mit ihren historischen Fassaden das Bild der Opernstraße. (Foto: gmu)
Das Redoutenhaus, das Markgräfliches Opernhaus und das Stadtsparkassemgebäude prägen mit ihren historischen Fassaden das Bild der Opernstraße. (Foto: gmu)
Das Redoutenhaus, das Markgräfliches Opernhaus und das Stadtsparkassemgebäude prägen mit ihren historischen Fassaden das Bild der Opernstraße. (Foto: gmu)

BAYREUTH. Mitten in der Stadt, gleich neben dem Markgräflichen Opernhaus, hat sich in der früheren Schalterhalle der Sparkasse in kurzer Zeit ein Ort entwickelt, der vielen als kulturelles Wohnzimmer galt. Konzerte, Theater, Kunst und Kulinarik, prägten das KulturQuartier – eine Zwischennutzung, die überraschend viel Dynamik entfaltet hat. Nun steht fest: Dieses Kapitel scheint zu Ende.

Das hat Konsequenzen für die Naturbühne Trebgast, die die Räume nutzte, um dort ein eigenes Winterprogramm auf die Beine zu stellen, das auf große Resonanz stieß.

Für die Naturbühne gGmbH ist die Entscheidung bereits gefallen – unabhängig vom Zeitplan der Planungsarbeiten. Die Verantwortlichen haben sich jetzt bewusst nach einem neuen Spielort und neuen Partnern umgesehen. Der Grund: Planungssicherheit. Bernd Berleb beschreibt die Situation klar: „Wir wussten, dass die Räume in der Opernstraße 22 leider immer nur vorübergehend zur Verfügung standen. In der jetzigen Situation war ein Neuanfang nötig.“ Zusammen mit dem Bayreuth Event & Festival e.V. werden die Kräfte neu gebündelt und dem Reichshof neue Impulse gegeben. Beide Partner setzen auf eine langfristige Perspektive. „Das soll keine einmalige Sache sein, sondern der Beginn einer langen Partnerschaft“, heißt es aus dem Kreis der Beteiligten.

Zu den ersten Akteuren in der früheren Schalterhalle gehörte auch das Festival Bayreuth Baroque. Die Verantwortlichen nutzten die Räume als „Baroque Lounge“ – einen stilvollen Pausen- und Veranstaltungsbereich während des Opernfestivals.

Veranstalter Clemens Lukas betont die Bedeutung dieser Möglichkeit: Man sei „sehr glücklich über die Nutzung der alten Schalterhalle als Baroque Lounge“, die vom Investor ermöglicht worden sei. Auch er kennt den temporären Charakter: Die Nutzung werde „je nach Genehmigungslage durch die Stadt für den Baubeginn jedes Halbjahr erneut entschieden“. Für 2026 gebe es jedoch positive Signale, dass die Lounge im September nochmals stattfinden könne.

Planung für ein neues Quartier
Eigentümer des Areals ist die Starnberger Immobilieninvestmentgesellschaft Ehret & Klein. Das Unternehmen verfolgt langfristige Pläne für ein umfassendes Mixed-Use-Quartier an der Opernstraße und Badstraße, mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und Raum für Kultur. Rund 12.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche sollen entstehen, ergänzt durch neue Wege und eine offene Platzsituation im Herzen der Stadt.

Ein Sprecher des Unternehmens unterstreicht den Wert der bisherigen Zwischennutzung: Sie habe das Gebäude für die Öffentlichkeit geöffnet und „ein vielfältiges Programm in die Festspielstadt Bayreuth“ gebracht. Man sehe den kulturellen Mehrwert und wollte solche Nutzungen „so lange Raum geben, wie es baulich und organisatorisch möglich ist. Das Unternehmen verweist auf den aktuellen Planungsstand. Man befinde sich in einem „konstruktiven Austausch mit der Stadt Bayreuth zum Bebauungsplan“. Konkrete Details zum Zeitplan könnten derzeit jedoch noch nicht genannt werden. Langfristig ist ein Quartier mit rund 12.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche vorgesehen – mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und auch kulturellen Angeboten. Geplant sind zudem neue Wegebeziehungen zwischen Markgräflichem Opernhaus und dem Jüdischen Kultur- und Gemeindezentrum sowie eine offene Platzsituation im Herzen der Stadt. Der Grund liegt in den langfristigen Plänen für das Areal.


Von Gabriele Munzert
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