Im November 2025 besuchte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Gemeinde Speichersdorf, um sich über lokale Integrationsinitiativen zu informieren. Bei dem Austausch mit Bürgermeister Christian Porsch betonte der Minister die Bedeutung von gelingender Integration, aber auch die Notwendigkeit klarer Regeln für Asylsuchende.
Herrmann lobte damals die Integrationsbemühungen der Gemeinde. „Das Engagement hier ist vorbildlich auch für andere Kommunen. Mein Dank gilt allen, die sich im Integrationsbereich einbringen“, so der Innenminister.
Der Innenminister tauschte sich bei seinem Besuch auch mit Menschen aus der Türkei, Marokko, der früheren Sowjetunion und Syrien über deren Erfahrungen und Perspektiven aus. Zwei Monate später wurden viele Speichersdorfer durch die Nachricht aufgeschreckt, dass circa die Hälfte von 24 jungen, gut integrierten syrischen Flüchtlinge abgeschoben werden soll.
Aus diesem Grund hatte die Gemeinde gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde am vergangenen Sonntag zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Zeichen für Nächstenliebe, Humanität und Mitmenschlichkeit“ eingeladen. Nach einem Gottesdienst wurden am Brunnen Hoffnungslichter „als Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit“ entzündet. Danach kamen die Gäste mit den jungen Geflüchteten ins Gespräch.
Bürgermeister Christian Porsch war beeindruckt von so viel Anteilnahme und bedankte sich bei den vielen Speichersdorferinnen und Speichersdorfern für das „starke und leuchtende Zeichen für Nächstenliebe, Humanität und Mitmenschlichkeit.”
„Danke an alle, die da waren und sich für eine differenziertere Betrachtung beim Bleiberecht für Geflüchtete einsetzen. Danke vor allem an Diakon Jochen Reger für den bewegenden Gottesdienst”, sagte Porsch.