Veröffentlicht am 30.01.2026 15:16

Schneelast wird zur Gefahr unter alten Bäumen

Der Winter meldete sich am 26. Januar mit voller Wucht zurück – und das nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden versank Bayreuth in einer dicken Schneedecke. (Foto: red/Archiv)
Der Winter meldete sich am 26. Januar mit voller Wucht zurück – und das nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden versank Bayreuth in einer dicken Schneedecke. (Foto: red/Archiv)
Der Winter meldete sich am 26. Januar mit voller Wucht zurück – und das nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden versank Bayreuth in einer dicken Schneedecke. (Foto: red/Archiv)
Der Winter meldete sich am 26. Januar mit voller Wucht zurück – und das nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden versank Bayreuth in einer dicken Schneedecke. (Foto: red/Archiv)
Der Winter meldete sich am 26. Januar mit voller Wucht zurück – und das nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden versank Bayreuth in einer dicken Schneedecke. (Foto: red/Archiv)

BAYREUTH. Der Winter kam nahezu über Nacht. Innerhalb weniger Stunden fiel so viel Schnee, wie sie die Stadt seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat. Schulen blieben geschlossen, der Alltag kam vielerorts zum Erliegen.

Vergleichbare starke Schneefälle hat es zuletzt in den sogenannten „Jahrhundertwintern“ 2006 und 2010 gegeben. Die aktuelle weiße Pracht ist für viele Kinder der erste Winter, den sie mit einer derart geschlossenen, tiefen Schneedecke erleben. Entsprechend groß die Freude: In Bayreuth wurden die Rodelhänge an der Bürgerreuth und am Klinikum neu entdeckt.

Doch der Winterzauber hat eine ernste Kehrseite. Polizei und Rettungsdienste berichten von Unfällen, im Straßenverkehr, durch Stürze oder durch herabfallende Äste. Die Kombination aus nassem, schwerem Schnee und anhaltendem Frost birgt erhebliche Risiken – besonders in baumbestandenen Bereichen.

Eine besondere Gefahrenlage besteht in Bayreuths meistfrequentierten Grünanlagen, der Eremitage und dem Hofgarten. Beide Parks werden täglich von zahlreichen Fußgängern genutzt; durch den Hofgarten verläuft zudem für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige Verbindungsachse in die Innenstadt. Unter der Schneelast können Äste brechen oder sich unbemerkt lösen, das gilt auch noch jetzt, nachdem die Bäume fast wieder schneefrei sind. Besteht akute Gefahr für Passantinnen und Passanten?

Auf Nachfrage erklärt die zuständige Bayerische Schlösserverwaltung, dass die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher höchste Priorität in den Parks habe. Die Fachleute des hauseigenen Baumkompetenzzentrums kontrollieren die Bäume in den Parkanlagen regelmäßig. Nach besonderen Ereignissen wie starkem Schneefall werden diese Kontrollen durch zusätzliche Sichtprüfungen der Gärtnerinnen und Gärtner vor Ort ergänzt. Dabei wird insbesondere die Stabilität der Kronen beurteilt und bei Bedarf umgehend reagiert.

Auch während und nach den Schneefällen der vergangenen Tage seien die Parks kontinuierlich überprüft worden, so eine Sprecherin der Schlösserverwaltung. Lose oder angebrochene Äste würden erkannt und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet.

Trotz aller winterlichen Begeisterung appellieren Stadt und Behörden an die Bevölkerung, Vorsicht walten zu lassen.


Von Gabriele Munzert
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