Bayreuth feiert 2026 ein großes Jubiläum. Die Richard-Wagner-Festspiele werden 150 Jahre alt. Die Stadt will daraus mehr machen als eine Festspielzeit. Bayreuth soll ein Gesamtkunstwerk werden.
Das Programm läuft über das ganze Jahr. Es reicht weit über das Festspielhaus hinaus. Auch die Innenstadt wird einbezogen.
Früh sei klar gewesen, dass dieses Jahr besonders werden müsse. Regierungspräsident Florian Luderschmid betonte, dass nicht nur das Festspielhaus im Fokus stehe. Wichtig sei vor allem die ganze Stadt. Der Freistaat Bayern steuert dafür 300.000 Euro bei.
Insgesamt stehen rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ein großer Teil kommt von der Oberfrankenstiftung. Etwa eine knappe Million Euro geht direkt an die Stadt. Weitere Mittel fließen an die Festspiele. Auch das Richard-Wagner-Museum feiert ein Jubiläum - 50 Jahre.
Die Stadt unterstützt im Jubiläumsjahr mehr als 150 Veranstaltungen. Ziel ist ein Programm für alle. Es soll ein „bunter Strauß“ an Formaten entstehen.
Kulturreferentin Eva Bär sprach von intensiver Vorarbeit. Ein Jahr Planung liege hinter dem Team. Es habe viele Hürden gegeben. Ziel sei es gewesen, neue Wege zu gehen. Das Gesamtkunstwerk entstehe nicht nur inhaltlich und künstlerisch. Entscheidend sei die Zusammenarbeit. Nur gemeinsam lasse sich das Projekt umsetzen.
Drei große Veranstaltungen organisiert die Stadt selbst. Geplant sind ein Straßenfest, eine Festmeile und eine Lange Nacht der Kultur.
Das Straßenfest findet am 23. Mai statt. Es erinnert an den 22. Mai 1872. An diesem Tag wurde der Grundstein für das Festspielhaus gelegt. Entlang der Richard-Wagner-Straße soll Wagners Leben erzählt werden. Die Straße soll belebt und neu erlebt werden.
Jubiläumsmanager Florian André Unterburger betonte, dass alle Kulturschaffenden eingebunden werden sollen. Der Blick solle sich vom Grünen Hügel in die ganze Stadt richten.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus laufe gut, sagte Bär.
Erste Projekte sind bereits gestartet. Das Sinfonieorchester der Universität Bayreuth zeigte das Konzert „Nachhall aus Walhall“. Gespielt wurde Filmmusik mit Wagner-Bezug. Zudem eröffnete das neue „ArtLab“ im Jean-Paul-ArtSpace. Die Stadt hat die Räume bis Ende Oktober angemietet. Sie stehen als offene Werkstatt für Kunst und Kultur zur Verfügung.
Begleitend zum Jubiläum ging eine neue Webseite online. Unter www.festival150.com finden sich aktuelle Informationen und Programmpunkte. Weitere Termine sollen folgen.
Bayreuth will 2026 zeigen, welche Kraft Kultur entfalten kann. Nicht nur auf dem Hügel. Sondern in der ganzen Stadt.