Veröffentlicht am 18.10.2026 11:32

Probier‘s mal mit Gemütlichkeit!

Hätte sich auchJean Paul hier niedergelassen und Gedichte verfasst oder ein Bier getrunken?  (Foto: gmu)
Hätte sich auchJean Paul hier niedergelassen und Gedichte verfasst oder ein Bier getrunken? (Foto: gmu)
Hätte sich auchJean Paul hier niedergelassen und Gedichte verfasst oder ein Bier getrunken? (Foto: gmu)
Hätte sich auchJean Paul hier niedergelassen und Gedichte verfasst oder ein Bier getrunken? (Foto: gmu)
Hätte sich auchJean Paul hier niedergelassen und Gedichte verfasst oder ein Bier getrunken? (Foto: gmu)

BAYREUTH. Wer derzeit über den Jean-Paul-Platz schlendert, entdeckt eine architektonische Überraschung. Neben dem Jean-Paul-Denkmal und gegenüber dem Friedrichsforum steht ein Holzpavillon, der ein bisschen an eine Gartenlaube, ein bisschen an einen Biergarten und mit
seinen bunten Wimpeln auch an ein Sommerfest erinnert. Ein Dach fehlt – dafür gibt es Sitzbänke, einen Tisch und Pflanzkästen.

Der nördliche Jean-Paul-Platz wartet eigentlich noch auf seine Neugestaltung. Zusammen mit der Ludwigstraße soll dieser Bereich dauerhaft umgestaltet werden. Wann das geschieht, ist offen. Derzeit wird lediglich ein angrenzendes historisches
Palais in Privatbesitz saniert.

Für die schlichte Holzkonstruktion gibt es inzwischen eine Erklärung: Hinter dem Projekt steht die private, gemeinnützige Initiative „Amt für Umsetzung“. Finanziert wurde es von der Sparkasse Bayreuth. Die Initiatoren sprechen von einer Art Bürgerbegegnungsstätte auf der
Straße. Das Holzgerüst mit Sitzbänken, Tisch, Pflanzkästen und bunten Fähnchen soll zum
Ausruhen, Plaudern und Verweilen einladen. Um die Pflege kümmern sich die ehrenamtlichen „Wilden Demokratiehühner“.

Doch genau gegenüber wurde gerade erst kräftig in die Aufenthaltsqualität investiert. Vor dem Friedrichsforum entstanden ein Wasserspiel mit sechs Fontänen, Sitzgelegenheiten und acht Kastenplatanen. die über eine Zisterne mit Regenwasser versorgt werden. Seit Juli 2026 gilt dieser Bereich als fertig gestaltet.

Der neue Begegnungsort basiert auf einer Idee, die es bereits gibt. Die Stadt stellt in den Sommermonaten im Zentrum ihre sogenannten „Grünen Wohnzimmer“ auf. Die Sitzmodule sollen die Innenstadt attraktiver machen. An Metallkonstruktionen wachsen Pflanzen empor, die mit der Zeit Schatten spenden und so die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Zielsetzung ist also nahezu identisch.


Von Gabriele Munzert
north