Veröffentlicht am 15.10.2026 20:16

MpK: Gegen die Drachen den Bock umstoßen

Im Vergleich zum Spiel gegen die Orange Academy Ulm (Bild) wird sich MpK Bayreuth deutlich steigern müssen, um gegen die Artland Dragons den ersten Saisonsieg einzufahren. (Foto: MpK Bayreuth)
Im Vergleich zum Spiel gegen die Orange Academy Ulm (Bild) wird sich MpK Bayreuth deutlich steigern müssen, um gegen die Artland Dragons den ersten Saisonsieg einzufahren. (Foto: MpK Bayreuth)
Im Vergleich zum Spiel gegen die Orange Academy Ulm (Bild) wird sich MpK Bayreuth deutlich steigern müssen, um gegen die Artland Dragons den ersten Saisonsieg einzufahren. (Foto: MpK Bayreuth)
Im Vergleich zum Spiel gegen die Orange Academy Ulm (Bild) wird sich MpK Bayreuth deutlich steigern müssen, um gegen die Artland Dragons den ersten Saisonsieg einzufahren. (Foto: MpK Bayreuth)
Im Vergleich zum Spiel gegen die Orange Academy Ulm (Bild) wird sich MpK Bayreuth deutlich steigern müssen, um gegen die Artland Dragons den ersten Saisonsieg einzufahren. (Foto: MpK Bayreuth)

Einen weiteren Anlauf, um den ersten Saisonsieg zu erreichen, will Medikamente per Klick (MpK) Bayreuth im Rahmen des 5. Spieltages der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr im Heimspiel gegen die Artland Dragons unternehmen.

Nach der 89:100-Niederlage am vergangenen Mittwoch gegen die Orange Academy Ulm steht MpK Bayreuth nach wie vor ohne Erfolg da und ist aktuell auf den 18. und letzten Platz der ProA-Tabelle abgerutscht.

Gegner Artland Dragons im Portrait

Die Artland Dragons, die in der vergangenen Saison die Hauptrunde in der ProA auf Tabellenplatz fünf abgeschlossen hatten und sich damit nach zuvor zwei schwächeren Spielzeiten wieder für die Playoffs qualifiziert hatten, stehen in der aktuellen Saison 2026/27 nach vier Spieltagen mit 2:6 Punkten auf Tabellenrang 13. Nach der knappen 87:91-Auftaktniederlage bei den GIESSEN 46ers gewannen die Quakenbrücker mit 81:69 gegen die BG Göttingen und mussten dann mit 80:92 bei den EPG Baskets Koblenz und zuletzt in eigener Halle mit 86:92 gegen die Tigers Tübingen zwei weitere Niederlagen hinnehmen.

Nach einer schwachen ersten Hälfte (35:49) kämpften sich die Dragons im dritten Viertel eindrucksvoll zurück und gingen kurz vor Ende des Abschnitts sogar in Führung. Den Schwung konnten die Gastgeber jedoch nicht mit in die Schlussphase nehmen und mussten sich damit letztlich mit sechs Zählern Differenz geschlagen geben. Topscorer der Dragons war Jonathan Klussmann mit 26 Punkten.

Dragons-Headcoach Hendrik Gruhn bilanzierte nach der Partie gegen Tübingen: „Das war eine sehr frustrierende Niederlage, weil wir im Prinzip gegen zwei Spieler verloren haben, die uns mit ihrer individuellen Qualität unfassbar wehgetan haben. Es war Isaac Haney, der in der ersten Halbzeit alles getroffen hat. So sind wir mit einem zweistelligen Rückstand in die Pause gegangen und mussten uns dann zurückkämpfen. In dieser Phase haben wir enorm gut verteidigt und sind ins Laufen gekommen. Als wir dann in Führung gegangen sind, haben wir es verpasst, den letzten Punch zu setzen und wegzuziehen. Im vierten Viertel hat uns Timothy Smith dann den Zahn gezogen, indem er immer wieder extrem schwierige Würfe mit der Hand im Gesicht getroffen hat. Nichtsdestotrotz müssen wir an unserer Konstanz arbeiten. Wenn wir über zehn Minuten im dritten Viertel gut verteidigen, reicht das nicht aus, um Spiele in dieser Liga zu gewinnen.”

Vor der Saison verließen der kanadische Spielmacher Nate Petrone sowie die beiden US-Amerikaner Ben Burnham und Amir Hinton als tragende Säulen des Erfolgs der vergangenen Saison die Dragons. Headcoach Gruhn stand vor der Aufgabe, um den verbliebenen US-Aufbauroutinier Buzz Anthony einen Neuaufbau des Teams zu bewerkstelligen. Aktuell bester Werfer der Dragons ist der dänische Nationalspieler und Shooting Guard Jonathan Klussmann (24), der im Sommer von den Paderborn Baskets nach Quakenbrück wechselte. Klussmann hat bislang im Schnitt 21,5 Punkte und 2,8 Rebounds auf dem Konto. Auf 11,8 Zähler im Schnitt kommt der bundesligaerfahrene, 24-jährige Point Guard Ralph Hounnou (kam in der Sommerpause von den EWE Baskets Oldenburg). Hounnou kommt außerdem bei bislang 20 Versuchen auf eine Dreierquote von 50 Prozent. US-Point Guard Buzz Anthony (28), seit 2023 bei den Dragons, folgt mit 10,5 Punkten, 3,8 Rebounds und sieben Assists im Schnitt.

Der erfahrene, 27-jährige US-amerikanische Power Forward Naz Bohannon gehörte bereits dem Team der Vorsaison an und kommt auf durchschnittlich 9,8 Zähler und ist mit 5,8 abgegriffenen Bällen bester Rebounder der Dragons. Für Gefahr vom Flügel sorgt der kanadische Power Forward Jamal Fuller (ausgebildet in der US-College-Liga NCAA an der Long Island University), für den bislang 8,5 Zähler und drei Rebounds im Schnitt auf dem Scoreboard stehen. Small Forward Elijah Ndi (22) gehört seit 2024 zum Team der Quakenbrücker und hat aktuell acht Punkte und 3,3 Rebounds auf dem Konto.

Der bei Bayern München ausgebildete Nachwuchs-Point Guard Dominik Dolic (19) folgt mit einer Bilanz von 7,3 Zählern und 1,7 abgegriffenen Bällen. Power Forward Dejan Bruce (24, drei Punkte/3,5 Rebounds), der deutsch-kanadische Shooting Guard-Routinier Grant Teichmann (30, kam von den Paderborn Baskets, bisher 1,3 Zähler) sowie die beiden Center Danas Kazakevicius (21, vorher Telekom Baskets Bonn und eine Saison in der NCAA, bisher zwei Punkte und 3,3 Rebounds) und Eliah Braun (18, 1,8 Zähler, 2,8 abgegriffene Bälle) komplettieren den Dragons-Kader.

MpK Bayreuth wird weiterhin von massiven Personalsorgen geplagt. Bei der 89:100-Niederlage gegen die Ulmer Nachwuchsschmiede Orange Academy am Dienstag fehlten den Bayreuthern neben den verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain auch noch Joshua Bonga, der sich zwei Tage vor dem Spiel eine Fußverletzung zuzog und erstmal ausfällt. Nach einer desolaten ersten Hälfte (40:59) steigerten sich die Bayreuther zwar in der zweiten Halbzeit, es reichte aber nicht mehr zum ersehnten ersten Saisonsieg. Besonders die schwache und löchrige Defense und die vielen Turnovers in der ersten Halbzeit machten große Probleme. Topscorer und bester Rebounder bei MpK Bayreuth war der sehr umtriebige Collin Metcalf mit 23 Punkten und außerdem fünf abgegriffenen Bällen.

Trainerstimme MpK Bayreuth-Headcoach Vincent van Sliedregt zum Spiel gegen Quakenbrück

„Mit Artland wartet schon die nächste Herausforderung auf uns. Eine gut organisierte Mannschaft, die auf eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent setzt. Auch wenn unsere personelle Basis schmal ist, müssen wir von uns selbst eine Reaktion auf den mangelnden Einsatz in der Defensive im vergangenen Spiel erwarten“.

Aus der Historie

Zwischen Bayreuth und den Artland Dragons aus Quakenbrück gab es bislang insgesamt 16 Pflichtspiele, davon zehn in der BBL (fünf Spielzeiten von 2010/11 bis 2014/15) und sechs in der Pro A (seit 2023/24), arbeitete MpK-Vereinshistoriker Dr. Peter-Michael Habermann heraus. Einem einzigen Heimsieg in der Pro A am 1. Februar 2025 (83:77) stehen 15 Niederlagen (sieben daheim und acht auswärts) gegenüber. Auswärts gelang bisher überhaupt noch kein Sieg. Das Hinspiel der vergangenen Saison am 18. Oktober 2025 verlor der BBC daheim nach Verlängerung unglücklich mit 93:96. Zur Halbzeit führten die „Drachen” bereits mit 53:41, doch nach deutlicher Steigerung in der zweiten Halbzeit konnten Bayreuths Korbjäger am Ende des vierten Viertels noch zum 86:86 ausgleichen. Das Rückspiel am 29. März 2026 verloren die Schützlinge des damaligen Headcoachs Lukas Hofer auswärts mit 82:89 (35:47). Die Artland Dragons können angesichts dieser Bilanz durchaus als ein „Bayreuther Angstgegner“ angesehen werden.


Von Roland Schmidt
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