Veröffentlicht am 05.09.2026 18:32, aktualisiert am 05.09.2026 19:19

„Es wurden uns viele Dinge aufgezeigt, an denen wir noch arbeiten müssen”

Trotz allen Einsatzes (im Bild Joshua Bonga, am Ball), war Medikamente per Klick Bayreuth letztlich gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra unterlegen.  (Foto: sd)
Trotz allen Einsatzes (im Bild Joshua Bonga, am Ball), war Medikamente per Klick Bayreuth letztlich gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra unterlegen. (Foto: sd)
Trotz allen Einsatzes (im Bild Joshua Bonga, am Ball), war Medikamente per Klick Bayreuth letztlich gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra unterlegen. (Foto: sd)
Trotz allen Einsatzes (im Bild Joshua Bonga, am Ball), war Medikamente per Klick Bayreuth letztlich gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra unterlegen. (Foto: sd)
Trotz allen Einsatzes (im Bild Joshua Bonga, am Ball), war Medikamente per Klick Bayreuth letztlich gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra unterlegen. (Foto: sd)

Wenn man es positiv formulieren will, war ProA-Ligist Medikamente per Klick (MpK) Bayreuth beim eigenen Saison-Vorbereitungsturnier in der Oberfrankenhalle sehr gastfreundlich. Die Bayreuther verloren nämlich am heutigen Nachmittag nach der gestrigen Halbfinal-Niederlage gegen die Nürnberg Falcons auch das Spiel um den dritten Platz gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra mit 76:93 (43:47).

Wie im gestrigen Spiel gegen Nürnberg trat MpK Bayreuth ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an, dazu kam wieder der aktuell vertragslose Trainingsspieler Luis Wulff (vergangene Saison Seawolves Rostock).

Das erste Viertel ging nach einer anfänglichen Bayreuther 6:4-Führung mit 26:21 an die Slowaken. Im zweiten Viertel setzten sich die Blue Wings nach einem 11:0-Lauf auf 39:27 ab, später erhöhten sie den Vorsprung sogar auf 47:34. Die Bayreuther antworteten jedoch in der Schlussphase des zweiten Abschnittes mit einem 9:0-Run und kamen wieder auf den Halbzeitstand von 43:47 heran.

Beste Bayreuther Werfer in der ersten Hälfte waren Scharfschütze Matthew Frierson, der durch vier versenkte Dreier ebenfalls zwölf Punkte scorte wie Simon Hildebrandt (drei Dreier). Bei den Rebounds lag Bayreuth mit 15 zu 20 hinten und es waren elf Turnovers zu verzeichnen (Nitra neun). Bei den Assists lag MpK mit zehn zu sieben vorne, was auf verbessertes Zusammenspiel im Team hinwies.

Alle Bayreuther Hoffnung, das Spiel nach dem starken Schluss der ersten Halbzeit zu drehen, erfüllte sich im dritten Viertel jedoch nicht. Die Blue Wings bauten ihren Vorsprung weiter auf 68:57 aus (Viertelergebnis 21:14). Auch im Schlussviertel ließ der slowakische Erstligist nichts mehr anbrennen und gewann den vierten Abschnitt souverän mit 25:19. Letztlich belegten die Blue Wings damit durch den unter dem Strich souveränen 93:76-Sieg den dritten Platz beim Medikamente-per-Klick-Cup.

Matthew Frierson baute sein Scoring als bester Werfer auf 18 Punkte aus. Frierson traf dabei sechsmal ausschließlich Dreier. Simon Hildebrandt folgte mit 16 Punkten, Taje Kelly scorte 13 Zähler. Es folgten Collin Metcalf mit zehn sowie Emanuel Prospere und Glenn Abram mit jeweils sieben Punkten. Je zwei Zähler scorten Joshua Bonga und Kevin Wohlrath, auf einen Punkt kam Luis Wulff.

Mit sieben abgegriffenen Bällen war Collin Metcalf bester Bayreuther Rebounder, Taje Kelly kam auf sechs Rebounds. Im Rebound-Duell lag Nitra letztlich deutlich mit 41:29 vorne, bei den Turnovers hatte Bayreuth immerhin mit 16 einen weniger als Nitra (17) zu verzeichnen. Bei den Assists drehte Nitra in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll die Bilanz und hatte letztlich mit 22 zu 15 die Nase vorne. Dies war auch ein Grund für die Überlegenheit der Slowaken in der zweiten Halbzeit.

MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt bilanzierte nach der Partie: „Zunächst ein großer Dank an die ganze Organisation, die Fans und die Sponsoren, die dieses Turnier möglich gemacht haben. Das waren zwei sehr nützliche Tage für uns. Sie haben uns viele der Dinge aufgezeigt, an denen wir noch arbeiten müssen. Aber im Verlauf des Turniers habe ich bereits einige der Fortschritte gesehen, die wir uns vorstellen. Nachdem wir erst seit drei Wochen im Training sind, kam dieser Test etwas verfrüht, aber mir hat gefallen, wie meine Jungs den Kampf und die Energie gezeigt haben und versucht haben, die Herausforderung anzunehmen. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber die Lektionen die wir aus dem Turnier mitnehmen sind sehr nützlich. Es ist offensichtlich, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben und dieses Turnier hat uns klar gezeigt, in welche Richtung wir uns entwickeln müssen”.

Trainingsspieler Luis Wulff erklärte: „Ich bin zwar erst seit 24 Stunden hier, aber ich kann schon mal eins sagen und das ist, dass die Jungs als Team super zusammenpassen. Man konnte in den letzten beiden Spielen sehen, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Beide Spiele waren sehr unterschiedlich, aber man kann nicht durch auf die Ergebnisse schauen. Man muss die gesteckten Ziele verfolgen und sich in die richtige Richtung positiv entwickeln. Ich hatte ehrlicherweise nur ein Training mit der Mannschaft und da muss man schauen, dass man so viel wie möglich aufnimmt. Es war eine Challenge, weil ich die Jungs davor nicht kannte, aber wir sind ganz am Anfang der Preseason und es ist noch ein weiter Weg und das wird alles noch besser”.

Insgesamt hinterließ Luis Wulff bei den beiden Spielen des MpK-Cups einen soliden Eindruck. Ob der unter anderem bei Bayern München ausgebildete Spieler letztlich auch einen festen Vertrag für die begonnene Saison bekommt, wird sich in Kürze entscheiden, wie MpK Bayreuth auf Nachfrage bestätigte.

Science City Jena überlegener Turniersieger

Im Endspiel des Medikamente per Klick-Cups unterstrich Science City Jena seine Überlegenheit im Turnier. Nach dem gestrigen 99:66-Halbfinalsieg gegen die Blue Wings Nitra ließen die Thüringer auch im heutigen Finale nichts anbrennen und schlugen Zweitbundesligisten Nürnberg Falcons deutlich mit 98:60. Nach der ersten Halbzeit, die Jena mit 49:28 für sich entschied, gab es im dritten Viertel eine 33:11-Machtdemonstration (82:39 nach 30 Minuten). Da Jena schließlich verständlicherweise im Schlussabschnitt einen Gang zurückschalteten, gelang den Nürnbergern im letzten Viertel noch ein 21:16-Achtungserfolg.


Von Roland Schmidt
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