Veröffentlicht am 21.08.2026 11:49

„Das Konzept ist, jeden Tag besser zu werden”


Der neue Headcoach von Medikamente per Klick Bayreuth, Vincent van Sliedregt. (Foto: Dijks Media)
Der neue Headcoach von Medikamente per Klick Bayreuth, Vincent van Sliedregt. (Foto: Dijks Media)
Der neue Headcoach von Medikamente per Klick Bayreuth, Vincent van Sliedregt. (Foto: Dijks Media)
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Der neue Headcoach von Medikamente per Klick Bayreuth, Vincent van Sliedregt. (Foto: Dijks Media)

Neue Saison, neuer Trainer, neue Impulse: Beim Basketball-Zweitbundesligisten Medikamente per Klick Bayreuth ist die Vorbereitung gestartet. Erstmals stand der neue Headcoach Vincent van Sliedregt an der Seitenlinie und leitete das Training. Für den 38-jährigen Niederländer ist der Start in Bayreuth ein besonderer Schritt.

Nach vielen Jahren als Headcoach von LWD Basket Leeuwarden in der niederländisch-belgischen BNXT League führt ihn sein Weg erstmals nach Deutschland. Wie tickt der neue Trainer? Welche Ziele hat er mit MpK Bayreuth? Und worauf dürfen sich die Fans in der neuen Saison einstellen? Wir hatten die Gelegenheit, Vincent van Sliedregt zum Trainingsauftakt einige Fragen zu stellen.

Sie sind mittlerweile seit ein paar Wochen vor Ort: Welchen Eindruck haben sie von Bayreuth, der Region und ihrer neuen Vereinsorganisation?

Vincent van Sliedregt: Ich finde Bayreuth klasse. Die Eindrücke, die ich von der Stadt und der Region gewinnen konnte, sind sehr schön. Auf was es aber ankommt, sind die Leute. Ich erlebe hier in Franken sehr viel Offenheit. Bisher haben sich meine Familie und ich hier sehr gut eingelebt.

Sie kommen aus der belgisch-niederländischen BNXT-League. Wenn sie mit ihrer neuen Aufgabe vergleichen: Welche Unterschiede erwarten sie zur ProA als zweiter deutscher Liga?

Vincent van Sliedregt: Es ist eine neue Liga und eine neue Umgebung für mich. Das macht natürlich was aus. Aber grundlegend ist hier wie da, seine Leistungen stetig weiterzuentwickeln und morgen besser zu sein als gestern. Dieser Prozess ist überall gleich. Die äußeren Umstände sind natürlich da, aber sie ändern nicht die grundlegenden Prozesse. Wir haben die Unterschiede ehrlich gesagt nie groß erörtert und sie sind für mich letztlich nicht entscheidend.

Welchen Eindruck haben sie nach den ersten Trainingseinheiten von ihrem neuen Team?

Vincent van Sliedregt: Die ersten Eindrücke sind gut. Wir sind aber natürlich sehr früh in der Saisonvorbereitung und ich habe keine Kristallkugel, um die Zukunft vorherzusehen. Es ist noch zu bald, um sich ein Urteil zu erlauben. Was wir aber auf jeden Fall von den Jungs verlangen und sehen wollen, ist die notwendige Intensität, bestimmte Werte und die erforderliche Zähigkeit, diese umzusetzen. Hierfür sind die Grundlagen gelegt und jetzt wollen wir schauen, dass es gut weitergeht.

Vieles ist neu im Bayreuther Basketball: Acht neue Spieler, mit Medikamente per Klick Bayreuth ein neuer Name, ein neuer Sportdirektor und ein neuer Assistant Coach. Ist der Neuaufbau, den sie in Bayreuth mit leisten müssen, eher eine Chance oder auch eine Bürde?

Vincent van Sliedregt: Ich will jetzt nicht schrecklich positiv sein, es ist alles möglich. Es kommt letztlich darauf an, wie wir die Zeit nutzen, um das Team zu entwickeln. Wenn wir das gut tun, ist es eine große Chance. Wenn wir Zeit vergeuden, kann das Ganze eine Bürde sein. Es hängt alles von uns selbst ab.

Der Basketball hat in Bayreuth eine große Tradition und viele Fans sehnen sich nach Erfolgen früherer Tage: Wie wollen sie die Erwartungen der Fans und die Möglichkeiten des Vereins in Einklang bringen, gerade falls es am Anfang nicht so rund laufen sollte?

Vincent van Sliedregt: Die Wertschätzung für die Vergangenheit ist sicher wichtig und ich teile diese in jedem Fall. In der Oberfrankenhalle wurden viele große und erstaunliche Erfolge erreicht. Gleichzeitig muss man aber auch die aktuelle Situation entgegenstellen, in der wir für vieles dankbar sein können und aus der wir das Maximale herausholen wollen. Es ist schlauer, im hier und jetzt zu agieren, als an die Vergangenheit oder an die Zukunft zu denken. Fans können und dürfen dies natürlich machen, aber das wird nicht die Leitschnur dafür sein, was wir tun. Die Organisation erkennt, dass wir im Rahmen einer cleveren Strategie nicht nur in die Breite, sondern auch in die Tiefe des Programms mit dem Fokus auf die erforderliche Erfahrung und Erfolgsorientierung investieren müssen.

Der neue Headcoach von Medikamente per Klick, Vincent van Sliedregt. (Foto: red)
Der neue Headcoach von Medikamente per Klick, Vincent van Sliedregt. (Foto: red)
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Der neue Headcoach von Medikamente per Klick, Vincent van Sliedregt. (Foto: red)

Wie ist ihr Trainingskonzept in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart? Welche Bedeutung hat dabei der MpK-Cup als eigenes Vorbereitungsturnier am 4./5. September?

Vincent van Sliedregt: Das Konzept ist einfach und es wird immer simpel bleiben: Es ist, jeden Tag besser zu werden. Dies muss kontinuierlich fortgeführt werden und die Resultate werden das Ergebnis dieses Prozesses sein. Der Fokus in der Saisonvorbereitung liegt darauf, bei der Intensität, bei den Standards und Abläufen sowie bei der Disziplin, wie wir die Dinge angehen, auf ein einheitliches Level zu kommen. Schritt für Schritt werden dann detailliertere Basketball-Konzepte in die Trainingsarbeit einbezogen. Das eigene Vorbereitungsturnier Medikamente per Klick-Cup findet früh innerhalb dieses Prozesses statt. Wir wollen unseren Fans trotzdem schon möglichst viel von unserem Basketball-IQ zeigen, in jedem Fall aber Kampfgeist und Intensität in unserem Spiel.

Wie viel Wert legen sie grundsätzlich auf eine enge Kooperation mit dem NBBL-Team und der Regionalliga-Mannschaft, auch im Hinblick auf die optimale Förderung eigener Talente?

Vincent van Sliedregt: In einer guten Organisation muss sich jeder zugehörig fühlen. Jeder will ein Top-Spieler sein, gut verdienen, ein schönes Appartement und ein schickes Auto haben. Die jungen Spieler haben diese Erwartung auch, ohne Erfahrung und manchmal ohne die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen. Manche gehen noch zur Schule und können sich im Regionalliga-Team beweisen. Das Profi-Team bedeutet aber eine große Umstellung. Ich freue mich für sie, sehe aber auch, welche große und harten Herausforderungen es für die jungen Spieler bedeutet, ein Profi zu werden. Ich will sie mit der zu recht erwarteten Ehrlichkeit behandeln und begleiten und ihnen die absolut notwendige Disziplin aufzeigen. Es freut mich sehr, wenn junge Spieler unser Team komplettieren, aber gleichzeitig haben sie den längsten Weg nach oben an die Spitze. Nicht alle von ihnen werden es schaffen, so jedenfalls meine Erfahrung. Aber ich bin beeindruckt von den jungen Spielern die wir haben.

Sie haben in Bayreuth einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wo möchten sie mit der Mannschaft am Ende der zwei Jahre stehen?

Vincent van Sliedregt: Ich will sicherstellen, dass ich vielleicht sogar als Mentor oder Freund tolle Entscheidungen getroffen und Werte vermittelt habe, die den Spielern für ihr Leben bleiben. Die Frage geht wahrscheinlich darauf hinaus, welches konkrete Ergebnis erreicht werden soll. Hierzu sage ich nur, wenn unsere Entwicklung gut ist, werden die Resultate automatisch folgen.


Von Roland Schmidt
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