Nach einer desolaten ersten Hälfte steigerte sich Medikamente per Klick Bayreuth zwar am heutigen Abend in der zweiten Halbzeit gegen die Orange Academy Ulm, es reichte aber nicht, um im Rahmen des vierten Spieltages der Barmer 2. Basketball-Bundesliga ProA den ersten Sieg einzufahren. Am Ende stand vor 1.674 Zuschauern eine 89:100 (40:59)-Niederlage für die Bayreuther gegen das jüngste Team in den deutschen Profiligen auf dem Scoreboard.
MpK Bayreuth trat gegen das Farmteam von ratiopharm Ulm personell geschwächt ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an. Außerdem fiel Joshua Bonga kurzfristig noch mit einer Fußverletzung aus. Die Bayreuther Starting Five bildeten Glen Abram, Collin Metcalf, Matt Frierson, Simon Hildebrandt und Kevin Wohlrath.
1. Halbzeit
Die Orange Academy startete mit einem 4:0-Vorsprung, Simon Hildebrandt verkürzte auf 2:4 und Kevin Wohlrath glich zum 4:4 aus. Die Anfangsphase war von Nervosität und vielen Turnovers geprägt. Collin Metcalf traf zum 6:6 und verkürzte anschließend auf 8:9. Kevin Wohlrath stellte von der Freiwurflinie auf 9:11. Nach gut fünf Minuten lag die Orange Academy mit 15:9 vorne. MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt mahnte in einer Auszeit mehr Geschwindigkeit und die Beachtung der Basics im Basketball an. Collin Metcalf traf zum 11:17, Taje Kelly verkürzte auf 13:17. Die Ulmer spielten eine extrem enge und giftige Verteidigung. Nach einem weiteren Treffer von Collin Metcalf war MpK wieder auf 15:17 dran. Taje Kelly scorte zum 17:19. Die Ulmer zeigten unter anderem einige sehenswerte Dunks und gingen nach einem 11:0-Lauf mit 30:17 zweistellig in Front. MpK hatte defensiv große Probleme. Glen Abraham traf dann einen von zwei Freiwurfversuchen zum 18:30. Letztlich ging es aber deutlich mit 32:20 für die jungen Ulmer in die erste Viertelpause, Collin Metcalf hatte kurz vor der Pause die letzten Bayreuther Punkte gescort. Ulm lag bei den Rebounds mit 12:5 vorne, Bayreuth gelang im ersten Abschnitt kein einziger Offensivrebound. MpK hatte bereits sechs Turnovers zu verzeichnen, die Orange Academy lag bei drei Ballverlusten.
Die Ulmer erhöhten zu Beginn des zweiten Viertels weiter auf 36:20, dann traf Glen Abram den ersten Bayreuther Dreier zum 23:36. Ulm drehte weiter auf und lag nach zwölf Minuten mit 41:23 vorne. Emanuel Prospere traf aus der Distanz zum 26:41, Collin Metcalf scorte zum 28:44. Simon Hildebrandt und Emanuel Pospere verkürzten weiter auf 32:44, ein Bayreuther 6:0-Lauf stand auf dem Scoreboard. Ulm stellte dann wieder auf 48:32, ehe Simon Hildebrandt und Glen Abram zum 36:48 trafen. Die Gäste erwiderten mit einem Dreier zum 51:36 ehe Taje Kelly und Simon Hildebrandt weiter auf 40:51 verkürzten. Die Orange Academy ließ sich jedoch nicht beirren und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 59:40 aus. Bayreuth hatte defensiv weiter starke Probleme. Die Dreierquote lag zur Pause bei MpK bei 18 Prozent, die Freiwurfquote ließ sehr zu wünschen übrig. 13 Turnovers waren zu verzeichnen und bei den Rebounds stand es 19:14 für Bayreuth.
2. Halbzeit
Collin Metcalf scorte die ersten Punkte der zweiten Halbzeit zum 42:61 und versenkte einen von zwei Freiwürfen zum 43:63. Emanuel Prospere traf zum 45:65 und Kevin Wohlrath zum 47:67. Glen Abram traf zum 49:69 und Emanuel Prospere scorte zum 51:71. Bayreuth kam zunächst nicht näher heran. Collin Metcalf traf zwei Freiwürfe zum 53:72 und Kevin Wohlrath gab mit einem Dreier zum 56:74 ein Bayreuther Lebenszeichen. Taje Kelly traf in der Folge per Dunk zum 58:74. Matt Frierson verwandelte aus der Distanz zum 61:77 nach gut 26 Minuten. Collin Metcalf mit dem 63:80 und Matt Frierson per Dreier zum 66:82 stemmte sich weiter gegen die Niederlage. Emanuel Prospere traf von der Freiwurflinie einen seiner zwei Versuche zum 67:84 und Simon Hildebrandt sowie Emanuel Prospere scorten zum 71:86 vor dem Schlussviertel. Bayreuth hatte das dritte Viertel mit 31:27 gewonnen. Die Zahl der Bayreuther Turnovers war nur noch knapp auf 14 gestiegen.
Ulm startete mit 90:71 stark ins vierte Viertel, Simon Hildebrandt antwortete aus der Distanz zum 74:90, Glen Abram stellte von der Freiwurflinie auf 75:92. Im nächsten Spielzug erhielt Glen Abram ein unsportliches Foul, die Folgen blieben für MpK aber überschaubar. Collin Metcalf und Kevin Wohlrath trafen zum 79:93, Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 81:93. Es folgte jedoch ein Ulmer Dreier, abermals Collin Metcalf stellte auf 83:96 vier Minuten vor dem Ende. Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 85:96. Glen Abram brachte Bayreuth 88 Sekunden vor Schluss auf 87:96 und damit in den einstelligen Bereich heran. Simon Hildebrandt traf zum 89:97, 89:98 stand es 60 Sekunden vor Schluss. Bayreuth kam nicht mehr näher heran, die Orange Academy mit ihrem Durchschnittsalter von 18,9 Jahren gewann letztlich verdient mit 100:89. Immerhin konnte Bayreuth nach der indiskutablen ersten Hälfte die zweite Halbzeit mit 49:41gewinnen. 31 zu 37 stand es letztlich aus MpK-Sicht bei den Rebounds und die Zahl der Turnovers blieb insgesamt bei 17. Bayreuth bleibt damit auch nach dem vierten Spieltag in der ProA punktlos und steht aktuell auf dem 18. und letzten Tabellenplatz. Am kommenden Samstag, 17. Oktober, geht es für MpK Bayreuth um 19 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück weiter.
Die Scorer der Partie
Topscorer bei MpK Bayreuth war Collin Metcalf mit 23 Punkten vor Emanuel Prospere mit 16 und Simon Hildebrandt mit 15 Zählern. Glen Abram kam auf elf und Kevin Wohlrath auf zehn Punkte. Taje Kelly markierte acht Zähler und Matt Frierson kam auf sechs Punkte. Collin Metcalf war mit fünf abgegriffenen Bällen auch Bayreuths bester Rebounder. Auf je vier Rebounds kamen Luis Wulff und Glen Abram.
Erfolgreichster Werfer der Orange Academy war CJ Anthony mit 20 Punkten vor Lucas Fischer mit 19 Zählern. Tobias Rainer Holbach griff acht Bälle ab und war damit bester Rebounder beim Ulmer Farmteam. Felix Kiehlneker folgte mit sechs Rebounds.
Trainerstimme MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt
Ich möchte mich zunächst bei unseren Fans bedanken, die uns auch in den heutigen schwierigen Phasen des Spiels unterstützten. Die erste Halbzeit war leider schlecht in allen Bereichen. 59 Punkte gegen uns dürfen keinesfalls fallen. Unsere Defense war schlecht und wies vielfach Löcher auf. Unsere Physis, das Zusammenspiel und die Koordination im Team ließen zu wünschen übrig, dazu kamen viel zu viele Rebounds. In der zweiten Halbzeit wurde es in einigen Bereichen besser, es ließ aber auch das Tempo im Spiel nach. Die personelle Lage gestaltet sich problematisch, Joshua Bonga plagt seit Montag eine Fußverletzung. Er droht, sechs Wochen auszufallen. Immerhin steht Leroy Ikejiaku kurz davor, ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Wenn die Verletzten zurückkehren, haben wir auch wieder bessere Trainingsbedingungen. Der schlechten Defensivleistung können wir nur durch weitere harte Trainingsarbeit entgegentreten. Das einzig Positive ist, dass schon am kommenden Samstag das nächste Spiel ansteht und das Team dann eine neue Chance hat, um den ersten Saisonsieg einzufahren.