Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel vom vergangenen Mittwoch gegen die Orange Academy Ulm zeigte Medikamente per Klick heute in der Partie des 5. Spieltages der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Artland Dragons. Allerdings reichte es nicht zum ersehnten ersten Saisonsieg, am Ende mussten die personell extrem geschwächten Bayreuther mit 86:97 (38:47) die Waffen strecken.
Vor der Partie verschärfte sich die Personalsituation bei MpK Bayreuth weiter: Neben den verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku, Nic McClain und Joshua Bonga fiel auch noch Luis Wulff mit einer Fingerverletzung aus. Neben einigen Nachwuchsspielern bestand das Bayreuther Aufgebot damit nur aus sieben etatmäßigen Profis. Die Bayreuther Starting Five für das Spiel gegen die Quakenbrücker bildeten damit Taje Kelly, Matt Frierson, Kevin Wohlrath, Glen Abram und Collin Metcalf.
1. Halbzeit
Collin Metcalf brachte MpK mit 2:0 in Führung, Matt Frierson ließ das 4:2 folgen und abermals Metcalf stellte auf 6:2. Dann kamen die Dragons stärker auf und gingen mit 10:6 in Führung – ein 8:0-Lauf der Gäste in gut einer Minute stand zu Buche. Collin Metcalf traf zwei Freiwürfe zum 8:10, Quakenbrück erwiderte jedoch gleich mit einem Dreier zum 13:8. Taje Kelly mit einem von zwei Freiwürfen traf zum 9:13. Emanuel Prospere stellte auf 11:15. Bei Stand von 17:11 für Artland Dragons rief Headcoach Vincent van Sliedregt seine Mannen zur Auszeit. Emanuel Prospere ließ unmittelbar ein Drei-Punkte-Spiel zum 14:17 folgen. Ulm stellte dann wieder auf 22:14, Taje Kelly verkürzte auf 16:22. Emanuel Prospere traf von der Freiwurflinie zum 18:22. Mit 27:18 für die Dragons ging es letztlich in die erste Viertelpause. Bei den Rebounds lag Bayreuth mit 9:7 vorne, Dreier war bei den Gastgebern keiner gefallen und fünf Turnovers zeigten Schwächen bei der Ballkontrolle von MpK.
Nach einem Bayreuther Ballverlust erhöhte Artland zu Beginn des zweiten Abschnitts schnell auf 29:18. Kevin Wohlrath und Matt Frierson verkürzten auf 22:29, erneut Frierson stellte auf 24:29. Artland-Headcoach Hendrik Gruhn nahm als Reaktion auf den Bayreuther 6:0-Lauf eine Auszeit. Jonathan Klussmann beendete mit dem 31:24 für die Dragons die MpK-Serie. Collin Metcalf verkürzte auf 26:31. Quakenbrück baute den Vorsprung in der Folge wieder auf 36:26 aus. Der Vorsprung der Gäste war abermals zweistellig. Emanuel Prospere und Collin Metcalf verkürzten auf 30:36 nach 16 Minuten. Nach einem technischen Foul gegen die Bayreuther Bank und zwei weiteren Freiwürfen führte Artland wieder mit 39:30. Emanuel Prospere verkürzte von der Freiwurflinie auf 32:39. Matt Frierson ließ dann den ersten Bayreuther Dreier und ein seltenes Vier-Punkte-Spiel wegen eines Fouls beim Wurf zum 36:41 folgen. Collin Metcalf traf noch zwei Freiwürfe zum 38:43. Nach vier finalen Punkten gingen die Dragons schließlich mit einem 47:38-Vorsprung in die Halbzeit. Das zweite Viertel endete damit unentschieden 20:20. Bayreuth war defensiv verbessert, hatte 14 Prozent Dreierquote, bei den Rebounds stand das Duell 22:16 und es standen neun Turnovers zu Buche (Artland fünf).
2. Halbzeit
Glen Abram traf die ersten Bayreuther Punkte der zweiten Hälfte mit einem Dreier zum 41:49. Collin Metcalf traf spektakulär zum 43:49. Matt Frierson traf aus der Distanz zum 46:51. Die Dragons zogen dann wieder auf 56:46 zweistellig davon. Simon Hildebrandt verkürzte auf 48:56, dann erhöhte Artland auf 60:48, Vincent van Sliedregt nahm eine weitere Auszeit. In der Folge trafen Glen Abram einen Dreier zum 51:60 und Simon Hildebrandt zum 53:62. Artland baute den Vorsprung dann auf 67:53 aus, Simon Hildebrandt verkürzte auf 55:67 und Emanuel Prospere traf von der Freiwurflinie zum 57:69. Taje Kelly ließ das 59:71 folgen. Mit 75:62 für Quakenbrück ging es schließlich ins Schlussviertel. Glen Abram hatte mit dem Buzzer noch einen Dreier geworfen. Die Bayreuther Dreierquote lag jetzt bei 33 Prozent, die Zahl der Turnovers war auf 14 gestiegen.
Bayreuth hatte zu Beginn des Schlussviertels gleich zwei Ballverluste, Artland zog auf 79:62 davon. Matt Frierson traf aus der Distanz zum 65:79, Kevin Wohlrath verkürzte weiter auf 67:79, Simon Hildebrandt ließ das 69:81 folgen und Collin Metcalf traf zum 71:83. Emanuel Prospere verkürzte auf 73:83, traf dann mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 76:85. Vier Minuten vor Schluss lag Quakenbrück mit 87:76 vorne. Collin Metcalf traf zum 78:87 und anschließend zum 80:90. Glen Abram brachte MpK mit einem Dreier weiter auf 83:90 heran. Es gelang den Bayreuthern aber nicht mehr, noch einmal wirklich ernsthaft in Schlagdistanz zu kommen. Glen Abram traf zwar noch einen Dreier zum 86:94, letztlich ging die Partie für MpK aber mit 86:97 verloren. Bayreuth hatte das Schlussviertel zwar knapp mit 24:22 gewonnen. Buzz Anthony und Jonathan Klussmann machten bei Artland jedoch den Unterschied. Insgesamt war bei MpK zwar eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen die Orange Academy Ulm festzustellen. Dem Gegner wurden aber immer noch zu lange Läufe erlaubt. Bei den Rebounds gewann Bayreuth knapp mit 37:36,18 Turnovers waren jedoch nach wie vor zu viel. Nach der fünften Niederlage im fünften Spiel bleibt MpK Bayreuth auf dem letzten Tabellenplatz 18.
Die Scorer der Partie
Bester Werfer bei MpK Bayreuth war Collin Metcalf mit 20 Punkten, außerdem war Metcalf mit acht abgegriffenen Bällen auch bester Bayreuther Rebounder. Emanuel Prospere kam auf 18 Zähler, Matt Frierson hatte 16 Punkte und Glen Abram zwölf Zähler. Simon Hildebrandt hatte acht und Taje Kelly fünf Punkte auf dem Scoreboard, Kevin Wohlrath kam auf zwei Zähler. Jeweils fünf Rebounds hatten Simon Hildebrandt und Kevin Wohlrath zu verzeichnen.
Bei den Artland Dragons erzielte Buzz Anthony als Topscorer 30 Punkte und nahm damit das Team auf die Schulter. Jonathan Klussmann hatte 16 Punkte. Bester Rebounder bei den Dragons war Naz Bohannon mit acht abgegriffenen Bällen.
Trainerstimme MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt
Das war heute eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Mannschaft hat gekämpft, Einsatz gezeigt und nach Lösungen gesucht. Leider hat es nicht zum ersten Saisonsieg gereicht. Besonders möchte ich die jungen Spieler Liam Holländer und Leo Friedlein hervorheben, die das Team heute gut unterstützten. Angesichts des unglaublichen Verletzungspechs, das die Mannschaft hat, gaben die verbliebenen Akteure ihr Bestes und zeigten angesichts der Umstände eine gute Entwicklung. Namentlich möchte ich Emanuel Prospere und Collin Metcalf hervorheben. Wir können derzeit inklusive Liam Holländer und Leo Friedlein nur mit neun Mann trainieren. Auch das Office tut alles, um die Situation zu meistern. Es ist noch mit einem Neuzugang zu rechnen, der uns in dieser Situation weiterbringen kann.