BAYREUTH. Ein besonderes Konzert erinnert in Bayreuth an ein bedeutendes Kapitel europäischer Geschichte: Anlässlich des 235. Jahrestags der polnischen Verfassung von 1791 lädt die Deutsch-Polnische Gesellschaft zu einem gemeinsamen Auftritt zweier Chöre ein. Die sogenannte 3.-Mai-Verfassung gilt als erste moderne Verfassung Europas und markierte den Übergang Polens von der Wahl- zur konstitutionellen Monarchie. Bis heute ist der 03. Mai einer der wichtigsten Feiertage des Landes.
Musikalisch gewürdigt wird dieses historische Ereignis mit einem Konzert, das den Austausch zwischen den Kulturen in den Mittelpunkt stellt. Zu Gast ist der polnische Chor „Camerata“ aus Wieliczka bei Krakau, der gemeinsam mit dem Chor der Bayreuther Pfarrkirche Heilig Geist auftritt. Beide Ensembles verbindet ein breites Repertoire, das von klassischen Werken bis hin zu moderner Chormusik reicht.
Der 1997 gegründete Chor „Camerata“ umfasst rund 50 Sängerinnen und Sänger und kann auf zahlreiche internationale Auftritte in mehr als 20 Ländern zurückblicken. Der Chor der Pfarrei Heilig Geist wiederum prägt seit Jahrzehnten das kirchliche und kulturelle Leben vor Ort und vereint rund 30 Mitglieder unterschiedlicher Generationen.
Das Programm des Konzerts spiegelt die Vielfalt europäischer Chormusik wider: Neben bekannten Werken wie Giuseppe Verdis „Va, pensiero“ stehen auch weniger häufig aufgeführte Stücke wie Wojciech Kilars „Dona nobis pacem“ auf dem Programm. Ergänzt wird das Repertoire durch ein über 700 Jahre altes polnisches Marienlied, das einst als eine Art Hymne galt. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des polnischen Generalkonsuls in München, Rafał Wolski. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Freitag, 1. Mai, 16 Uhr, Heilig-Geist-Kirche, Hugenottenstraße.