Veröffentlicht am 30.04.2026 13:28

Creußen baut neue Straße

Foto: jm
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Ein wichtiges Projekt hat in Creußen begonnen. Eine neue Straße entsteht. Die Idee dazu ist nicht neu. Schon 2018 stellte der damalige Stadtrat Egbert Wölfel gemeinsam mit der CSU-Fraktion den Antrag.

Im Mittelpunkt stand die Erreichbarkeit. Die Schule sowie die Baugebiete Sonnenhöhe und Sonnenleite sind bisher nur über die Straße „Am Hohen Weg“ zugänglich. Das ist ein Risiko. Bei einem Notfall oder bei einer Kanalsanierung wäre die Zufahrt blockiert. Deshalb wurde lange nach Lösungen gesucht.

Nun wird gebaut. Die neue Straße ist 510 Meter lang. Sie soll den Engpass beseitigen und die Infrastruktur deutlich verbessern. Gleichzeitig spielt sie eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Gewerbegebiets Bühl. Dieses wird nach Osten und Westen erweitert.

Auch die Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern verlief gut. Die Verhandlungen waren fair. Die Flächen konnten gesichert werden. Der Bebauungsplan steht. Die Planungen für die Erschließung laufen auf Hochtouren.

Seit rund vier Wochen wird gebaut. Den Auftrag erhielt die Firma Richard Schulz aus Pfreimd. Acht Angebote lagen vor. Das wirtschaftlichste belief sich auf gut 1,12 Millionen Euro. Rund 551.000 Euro entfallen auf den Straßenbau. Knapp 569.000 Euro sind für den Kanal vorgesehen. Hinzu kommen etwa 120.000 Euro für Ingenieurleistungen.

Vor dem Baustart gab es mehrere Gutachten. Untersucht wurden Boden, Artenschutz, mögliche Kampfmittel und die Landschaft. Auch Ausgleichsflächen wurden geprüft. Während der Bauarbeiten müssen zudem ein Starkstromkabel und eine Telekom-Leitung verlegt werden.

Bürgermeister Martin Dannhäußer macht die Bedeutung deutlich. Sinngemäß sagt er: Mit dieser Straße entsteht mehr als nur ein neuer Weg. Sie löst ein drängendes Problem und sorgt dafür, dass Wohngebiete und Schule sicher erreichbar bleiben. Für ihn ist es ein notwendiger und längst überfälliger Schritt.

Auch aus technischer Sicht ist das Projekt anspruchsvoll. Geschäftsführer George Pröls beschreibt es als wichtigen Meilenstein, der viel Vorbereitung brauchte und nun umgesetzt wird. Die Straße wird weitgehend an den Bestand angepasst. Eingriffe in die Landschaft sollen gering bleiben. So fügt sie sich gut in die Umgebung ein. Die Fahrbahn wird zwischen 4,5 und 5 Meter breit. Der Aufbau erreicht eine Stärke von 75 Zentimetern. Geplant ist eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Mit dem Baubeginn setzt die Gemeinde ein klares Zeichen. Die neue Verbindung soll Sicherheit schaffen und die Entwicklung vor Ort sichern.


Von Jessica Mohr
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