Veröffentlicht am 14.08.2026 10:57

Comeback mit neuen Zielen

Foto: red
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Die Bayreuther Triathletin Tina Grieger startet 2026 erstmals als Profi. Nach Erfolgen als Altersklassenathletin und der Teilnahme am Ironman Hawaii 2023 bremsten sie zu Saisonbeginn Knieschmerzen. Im Interview spricht die 37-Jährige über den Schritt ins Profilager, ihren Weg zurück und die mentale Seite einer Verletzung.

Warum der Wechsel insProfilager?
„Als Altersklassenathletin hatte ich viel erreicht. Mit dem Ironman Hawaii 2023 ging ein Lebenstraum in Erfüllung. Danach stellte sich die Frage: Was kommt jetzt? Bei einem Wettkampf wurde ich überraschend Dritte. Mein Physiotherapeut sagte anschließend: Jetzt musst du den Schritt ins Profilager wagen. Daraus wurde Realität.“

Sie unterrichten weiterhin?
„Ich unterrichte Mathematik und Sport, trainiere viel und engagiere mich ehrenamtlich im Verein. Deshalb muss ich meine Energie gezielt einsetzen und Wettkämpfe bewusst auswählen.“

Dann kamen ausgerechnet zum Saisonstart Knieschmerzen
„Beim Treppensteigen und schnellen Laufen stach es ins rechte Knie. Mein Physiotherapeut stellte fest, dass mein neues Rennrad noch nicht optimal eingestellt war. Bei hohen Trainingsumfängen können kleine Veränderungen der Sitzposition zu Fehlbelastungen führen. Diagnostiziert wurde eine Reizung der Sehnenansätze an der Knie-innenseite.“

Wie verlief die Rückkehr ins Training?
„Ich habe die Belastung Schritt für Schritt gesteigert und täglich geprüft, wie das Knie reagiert. Dazu kamen Kraft- und Präventionsübungen. Zwei Wochen trug ich eine Knieorthese von medi. Sie gab mir im Alltag Stabilität und später auch das Vertrauen in die Bewegung zurück.“

Welche Rolle spielt der Kopf?
„Eine große. Ich bin ehrgeizig und setze mich selbst unter Druck. Irgendwann sind die Schmerzen weg, aber die Unsicherheit bleibt. Man muss wieder Vertrauen in den eigenen Körper gewinnen.“

Und es ging wieder?
„Vier Tage vor dem Maisel’s FunRun konnte ich wieder schneller laufen. Dort mit meinen Vereinskolleginnen die Mannschaftswertung über den Viertelmarathon und selbst den Fünf-Kilometer-Lauf zu gewinnen, war schön.“

Was raten Sie anderen nach einer Verletzung?
„Aktiv bleiben, soweit es möglich ist. Kraft- und Athletiktraining helfen, ebenso der Blick auf die eigenen Schwachstellen. Bei Beschwerden sollte man sich fach-liche Unterstützung holen.“


Von red
north