Die Performance „Mein Mann, das bin hier ich – Frauen (in) der Festspielleitung“ gibt darauf eine ebenso unterhaltsame wie historische Antwort. Als Teil der Jubiläumsausstellung „50/150 – Utopie und Echo“ im Richard Wagner Museum, nimmt die Studiobühne Bayreuth die starken Frauen der Festspielgeschichte in den Blick.
Konzeption, Texte und Regie stammen von Dorothea Kirschbaum. Eva-Ivana Gottwald, Kristine Walther und Oliver Hepp, wechseln rasant Rollen, Zeiten und Perspektiven. Dabei wird schnell klar: Die Frauen der Wagner-Familie standen keineswegs nur neben berühmten Männern. Sie organisierten, entschieden, bewahrten und hielten den Festspielbetrieb am Laufen.
Frauen hielten den Hügel am Laufen
Die Festspielgeschichte ist auch die Geschichte der Wagner- Frauen und -Witwen. Nach Richard Wagners Tod übernahm Cosima Wagner die Leitung. Später prägten weitere Frauen der Familie den Grünen Hügel. Seit 2008 stehen mit Katharina Wagner, zunächst zusammen mit Eva Wagner-Pasquier, erneut Frauen an der Spitze. Heute führt Katharina Wagner die Festspiele als Künstlerische Leiterin. Die Strukturen haben sich verändert, die Wagner-Familie aber ist auf dem Hügel weiterhin präsent.
Die Performance stellt deshalb eine durchaus berechtigte Frage: Hätten die Festspiele ohne Cosima, Winifred und Co. überhaupt überlebt? Die Inszenierung ist keine Geschichtsstunde, sondern setzt auf Tempo, pointierte Szenen und schnelle Verwandlungen.
So liefert „Mein Mann, das bin hier ich“ einen etwas anderen Blick auf 150 Jahre Festspiel-geschichte – aus weiblicher Perspektive.
11. August, 17 Uhr. 17. August, 17 Uhr. 18., 23. und 24. August, jeweils 15 Uhr. Richard Wagner Museum, Ausstellungshalle. Eintritt im Museumseintritt enthalten. Keine Voranmeldung.