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Stegmayer-Nachfolge: Was jetzt wichtig wird | inbayreuth.de
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Veröffentlicht am 23.03.2024 05:40
Veröffentlicht am 23.03.2024 05:40

Stegmayer-Nachfolge: Was jetzt wichtig wird

Benedikt Stegmayer auf dem Balkon des Kulturamts mit Haus Wahnfried im Hintergrund. (Foto: Lenkeit)
Benedikt Stegmayer auf dem Balkon des Kulturamts mit Haus Wahnfried im Hintergrund. (Foto: Lenkeit)
Benedikt Stegmayer auf dem Balkon des Kulturamts mit Haus Wahnfried im Hintergrund. (Foto: Lenkeit)
Benedikt Stegmayer auf dem Balkon des Kulturamts mit Haus Wahnfried im Hintergrund. (Foto: Lenkeit)
Benedikt Stegmayer auf dem Balkon des Kulturamts mit Haus Wahnfried im Hintergrund. (Foto: Lenkeit)

Die Meldung kam einigermaßen überraschend: Kultur- und Tourismusreferent Benedikt Stegmayer gibt diesen Sommer seinen Posten in Bayreuth auf. Ihn wird es beruflich nach Würzburg ziehen. Spannend dürfte die Frage werden, wie und mit wem es an der Spitze des Kulturbereichs im Bayreuther Rathaus weitergehen wird.

Die Pressestelle des Bayreuther Rathauses gibt sich auf entsprechende Nachfrage zurückhaltend: „Was die Nachfolge von Herrn Stegmayer betrifft, muss sich erst der Stadtrat damit befassen. Da gibt es verschiedene denkbare Variationen“, heißt es auf entsprechende Nachfrage lediglich.

Nachfolge von Kulturreferent Benedikt Stegmayer

Eine Anfrage bei den Fraktionsvorsitzenden wirft noch vor der personellen Frage eine andere auf: Bedarf es eines neuen Zuschnitts der Aufgaben im bisherigen Referat für Kultur und Tourismus? Diese Frage müsse zwingend berücksichtigt werden, wenn man für die Zeit nach Stegmayer eine passende Lösung finden wolle.

Sabine Steininger (Grüne): Generelle Überlegungen geboten

„Der Stadtrat sollte das Ausscheiden von Benedikt Stegmayer jetzt dazu nutzen, sich generell zu überlegen, wie das Bayreuther Kulturleben (neu) gestaltet und in der Verwaltung entsprechend organisiert werden muss, um künftig nach wie vor kulturelle Highlights und Hochkultur ermöglicht werden können.“


Thomas Bauske (SPD): Berufsmäßiger Stadtrat so nicht mehr zu bezahlen

„Ein Mitarbeiter in der Gehaltsstufe eines berufsmäßigen Stadtrats ist nicht mehr zu bezahlen.“ Eine gute Umstrukturierung der Aufgabengebiete sei nun wichtig, um gute Lösungen zu finden und auch finanziell im Rahmen zu bleiben.

Stephan Müller (Bayreuther Gemeinschaft): Viele Gespräche stehen an

Der Übergang von Stegmayer zu einem potenziellen Nachfolger oder einer Nachfolgerin wird aufgrund der vielen „Baustellen” noch Zeit brauchen sagt der BG-Fraktionsvorsitzende. „Es müssen im Stadtrat noch Gespräche geführt werden“, sagt er. Die seien notwendig, um eine passende und langfristige Lösung zu finden.

Christopher Süss (Junges Bayreuth): Zeit drängt

„Ich erwarte, dass der Oberbürgermeister zeitnah die entsprechenden Gremien informiert, damit diese sich mit dem Thema befassen können. Die Zeit drängt.“

Stefan Specht (CSU): Stegmayers Abschied zur Unzeit

„Die Kündigung von Benedikt Stegmayer kommt zur Unzeit“, sagt der CSU-Vorsitzende im Stadtrat und Kulturpfleger Stefan Specht. Es gebe zahlreiche Baustellen: Gespräche über die Vertragsverlängerung von Festspielleiterin Katharina Wagner, die Entwicklung von Bayreuth Baroque oder das geplante NS-Dokumentationszentrum. „Die Referate müssen so zugeschnitten sein, dass die Aufgabengebiete in etwa gleich umfangreich sind. Kultur, Tourismus, Schule und Bildung, könne man beispielsweise inhaltlich gut bündeln.“

Gert Dieter Meier (FDP/DU/FL): Dem oder der Neuen vertrauen können

„Dass Benedikt Stegmayer Bayreuth verlassen wird, ist bitter für Bayreuth. Stegmayer hat zudem viel Geschick bewiesen beim Einwerben von Zuschüssen und sich auch dann auf die Seite der Kulturschaffenden gestellt, wenn der Wind ihm ins Gesicht geblasen hat. Wir brauchen nicht notwendigerweise einen weiteren Juristen im Rathaus, sondern einen herausragenden Kulturexperten, der für Kultur brennt, der kühn denkt, pfiffige Ideen beisteuert und mit wenig Geld viel bewegt. Solche Typen gibt es, die kann man auch finden. Man muss diesen Leute dann aber auch das nötige Vertrauen entgegenbringen.“


Von Jürgen Lenkeit
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