Update 12. März - 8 Uhr:
Nach dem Zusammenstoß zweier Triebwagen am Abend des 11. März liegen nun weitere Informationen zum Einsatz vor.
Der Unfall ereignete sich gegen 18:45 Uhr im Bereich des Bayreuth Hauptbahnhof. Zwei Triebwagen stießen dort zusammen. Insgesamt wurden sieben Menschen verletzt. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, eine weitere wurde mittelschwer verletzt. Fünf Fahrgäste kamen mit leichten Verletzungen davon. Acht weitere Personen wurden vor Ort betreut.
Der erste Notruf ging um 18:45 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach ein. Die Meldung kam von der Notfallleitstelle der Bahn. Gemeldet wurde ein Zusammenstoß zwischen einem Zug und einer Rangiereinheit mit mehreren Verletzten.
Daraufhin alarmierte die Leitstelle zahlreiche Einsatzkräfte. Vor Ort waren Einheiten des Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), des privaten Rettungsdienstes SKS Ambulance Service sowie die Feuerwehr Bayreuth. Wegen der zunächst unklaren Lage wurde auch die Sanitätseinsatzleitung mit Organisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt alarmiert.
Als die ersten Kräfte eintrafen, gingen sie zunächst von rund 15 betroffenen Personen aus. Deshalb erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe. Zwei weitere Einsatzleiter Rettungsdienst übernahmen die Leitung einzelner Einsatzabschnitte.
Insgesamt waren 64 Einsatzkräfte von BRK und SKS sowie vier Notärzte im Einsatz. Drei Notärzte kamen aus Bayreuth und Kulmbach. Ein weiterer wurde mit einem Rettungshubschrauber aus Nürnberg eingeflogen.
Zum Einsatz gehörten neun Rettungswagen und fünf Krankentransportwagen. Die Leitstelle klärte parallel mit den Krankenhäusern in der Region, wie viele Patienten aufgenommen werden konnten. Anschließend wurden die Verletzten auf die Kliniken verteilt.
Nach der Sichtung und Erstversorgung durch die Notärzte wurden sieben Verletzte in Krankenhäuser gebracht.
Ein weiterer Betroffener sowie mehrere unverletzte Fahrgäste wurden zunächst in einem Stadtbus in der Nähe der Unfallstelle betreut. Einsatzkräfte des BRK versorgten sie dort. Danach konnten sie die Einsatzstelle verlassen.
Auch Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung waren vor Ort. Sie kümmerten sich vor allem um unverletzte Fahrgäste, die das Ereignis miterlebt hatten.
Die Feuerwehren aus Bayreuth und Laineck waren mit rund 85 Einsatzkräften im Einsatz. Sie betreuten die Fahrgäste bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes im Zug. Außerdem halfen sie beim Transport verletzter oder nicht gehfähiger Personen. Teilweise wurden diese mit einer Draisine aus dem Gleisbereich gebracht.
Zudem sperrte die Feuerwehr das Gebiet rund um den Bahnhof großräumig ab und regelte gemeinsam mit der Polizei den Verkehr. So konnten die vielen Rettungsfahrzeuge an der Einsatzstelle aufgestellt werden.
Der Einsatz endete gegen 22:00 Uhr.
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11. März - 20 Uhr
Am Bayreuther Hauptbahnhof sind zwei Züge zusammengestoßen. Rettungskräfte sind mit vielen Einsatzkräften vor Ort und kümmern sich um die Verletzten. Für Pendler und Reisende bedeutet das: Der Zugverkehr steht derzeit still.
Nach ersten Angaben passierte der Unfall bei der Einfahrt in den Bahnhof. Zwei Züge kollidierten aus noch ungeklärter Ursache. Einer der Züge soll ein Rangierzug gewesen sein. Der andere ist ein Personenzug der agilis Verkehrsgesellschaft. Der Zug steht noch auf den Gleisen, die Scheibe wurde bei dem Aufprall zerstört.
Trotz der Wucht des Zusammenstoßes gibt es nach bisherigen Informationen keine Schwerverletzten. Mehrere Menschen werden jedoch derzeit medizinisch versorgt.
Unmittelbar nach dem Unfall wurde der gesamte Zugverkehr am Hauptbahnhof eingestellt. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch unklar. Polizei und Einsatzkräfte sichern derzeit die Unfallstelle und klären die Ursache.