Lokalnachrichten in Bayreuth: Bekenntnis zum Standort

BAYREUTH. Bei laufendem Betrieb wird das vor 24 Jahren eröffnete Rotmain-Center seit Juni umgebaut, um den veränderten Ansprüchen der Besucher, die in 80 Geschäften auf 21.000 Quadratmetern Verkaufsfläche nach Lust und Laune shoppen können, innen und außen gerecht zu werden. Was auf den ersten Blick bereits auffällt: der Brunnen, zentraler Platz im Erdgeschoß, der von einer markanten Glaskuppel überspannt wurde, ist bereits komplett abgebaut.

Das hat ganz pragmatische Gründe, wie Center-Managerin Isabel Belka in einem Gespräch mit der Sonntagszeitung erläutert: „Nach 24 Jahren sind für Reparaturen keine Ersatzteile mehr lieferbar. Außerdem war die Instandhaltung sehr kostspielig. Wir wollen nachhaltig handeln, letztendlich spielen auch die Kosten, die unsere Mieter mit tragen, eine Rolle.“

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Anstelle des Brunnens entstehen neue Sitzbereiche und zwei Lounges. „Immer wieder wurde kritisiert, dass zu wenig Sitzmöglichkeiten im Center zur Verfügung stehen“, sagt Isabel Belka. „Um die Aufenthaltsqualität endlich zu verbessern, planen wir anstelle des Brunnens eine Ruheinsel, die jede Altersgruppe anspricht. Im gesamten Haus steht kostenloses W-Lan zur Verfügung, es besteht die Möglichkeit seinen Laptop auszupacken und zu arbeiten.“

Im Rahmen der von der ECE-Gruppe, zu der das Rotmain-Center gehört, ins Leben gerufene „At your Service“-Initiative, sind erste Umbauten inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Dies betrifft vor allem das Parkhaus und die Tiefgarage.

Sowohl im Parkhaus als auch in der Tiefgarage sind nun die Eingangsbereiche heller gestaltet und die Wegeführung für Fußgänger und Fahrzeuge verbessert. „Die neue Beschilderung und Beleuchtung schafft eine komfortable Ankunftsebene im Rotmain-Center“, sagt Isabell Belka. „In der Tiefgarage wurden zusätzlich sogenannte Einzelstellplatzanzeigen installiert, wie man sie vom Flughafen-Parkhäusern kennt, die mit farbigen Leuchten über jedem Stellplatz schon von weitem signalisieren, ob der Parkplatz noch frei ist.“ Mit 2,50 Metern Breite sei die Größe der Parkplätze im Center schon immer komfortabel gewesen, auch Frauen, Behinderten- und Familienparkplätze hat es schon vorher gegeben. Bei den weiteren Aufwertungsmaßnahmen liegen die Schwerpunkte auf Orientierung, auf dem Informationsangebot sowie auf der Aufenthaltsqualität.

Demnächst steht den Besuchern ein digitales Wegeleitsystem zur Verfügung, das zuverlässig und bedienerfreundlich ist. Mit den zukunftsweisenden 3-D-Wayfindern finden alle Besucher durch Etagenpläne mit animierten Wegpfaden den richtigen Weg zu ihrem Ziel. „So verbessern wir Kundenzufriedenheit und das Shopping-Erlebnis. Wände und Decken des Rotmain-Centers erhalten eine neue Farbgebung. Fußböden werden ausgetauscht und moderne Beleuchtungselemente installiert. Beeindrucken sollen vier große Lüster, die in die Glaskuppel gehängt werden. Wärmere Farben und Holztöne kommen beim Umbau zum Einsatz, um so die angestrebte Wohlfühlatmosphäre zu erreichen. Erste Veränderungen zeigen sich schon im Bereich der Café Bar Segafredo“, so die Center-Leiterin. Um das Einkaufserlebnis nicht einzuschränken, erfolgen die Bauarbeiten jeweils nach Center-Schließung. „Es wird zwischen
20 Uhr abends und 5 Uhr morgens gearbeitet“, sagt Isabel Belka.

Die Umbauarbeiten innerhalb des Centers sollen bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes, sobald die Weihnachtsdeko angebracht wird, beendet sein. Im kommenden Jahr wird dann noch an der Außenfassade gearbeitet. Aktuell gibt es drei Leerstände, zwei Läden sind schon wieder vermietet. Bubble-Tea, das Kultgetränk aus den 1980er Jahren, kommt ebenso wie ein Dönerladen.

Isabel Pelka abschließend: „Dass Douglas aus dem Rotmain-Center auszieht, ist nur ein Gerücht, sowohl Eilles als auch der Hussel-Shop bleiben geöffnet. Die Umbaumaßnahmen haben das Ziel, die Serviceangebote im Center weiter aufzuwerten und auf ein neues Level zu heben. Unser Schwerpunkt wird das textile Angebot bleiben. Geplant ist, den Sport- und den Dienstleistungsbereich zu erweitern. Gastronomisch sind wir gut aufgestellt, das Thema Gesunde Ernährung ist jedoch noch ausbaufähig. Wir setzen mit den Baumaßnahmen ein Zeichen, dass wir am Standort Bayreuth festhalten und auch in Zeiten von Covid-19 an den Erfolg des stationären Einzelhandels glauben. Insbesondere mit Kundenzufriedenheit können wir dem boomenden Onlinehandel etwas entgegensetzen“.

gmu