Veröffentlicht am 24.07.2026 12:22

Die Rückkehr des Ur-Ur-Enkels

Durch seine kreative Arbeit verwandelt Antoine Wagner den Flügel in ein Gesamtkunstwerk.  (Foto: gmu)
Durch seine kreative Arbeit verwandelt Antoine Wagner den Flügel in ein Gesamtkunstwerk. (Foto: gmu)
Durch seine kreative Arbeit verwandelt Antoine Wagner den Flügel in ein Gesamtkunstwerk. (Foto: gmu)
Durch seine kreative Arbeit verwandelt Antoine Wagner den Flügel in ein Gesamtkunstwerk. (Foto: gmu)
Durch seine kreative Arbeit verwandelt Antoine Wagner den Flügel in ein Gesamtkunstwerk. (Foto: gmu)

BAYREUTH. Im Jubiläumsjahr der Bayreuther Festspiele zeigt Antoine Wagner seine Kunst in Bayreuth. Der Sohn von Eva Wagner-Pasquier und Ur-Ur-Enkel von Richard Wagner präsentiert gleich zwei Ausstellungen – bei Steingraeber & Söhne sowie im Richard-Wagner-Museum. Dabei steht nicht seine Herkunft im Mittelpunkt, sondern seine eigene künstlerische Arbeit.

Der französisch-amerikanische Künstler und Filmemacher lebt als Weltbürger zwischen verschiedenen Ländern. Er kennt Bayreuth durch Besuche während der Festspiele. „Es ist schon eine Art Heimat, aber ebenso Paris oder New York“, beschreibt er seine Verbindung zur Stadt. Im Festspielsommer besucht er auch Aufführungen im Festspielhaus, darunter in diesem Jahr „Parsifal“

Bei Steingraeber & Söhne zeigt Antoine Wagner vier von ihm gestaltete Instrumente. Herzstück ist ein handbemalter Konzertflügel. Drei weitere Klaviere greifen sein langfristiges Kunstprojekt „Impossible Forest“ auf, das sich mit Holz, Natur und Landschaft beschäftigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien, Skizzen und einen Film über die Entstehung der Arbeiten. Erste Gespräche über das Projekt begannen bereits 2022. „Das Ergebnis ist viel besser geworden, als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte“, sagt Antoine Wagner.

Parallel ist Antoine Wagner im Richard-Wagner-Museum vertreten. Seine multimediale Installation verbindet Fotografie, Video und Zeichnung. Ein besonderer Teil der Installation widmet er dem Vorspiel zu „Parsifal“: Das Werk wird in seine einzelnen Instrumentengruppen zerlegt. Besucher können die musikalischen Ebenen über mehrere Tastentelefone anhören und per Tastendruck immer wieder neu miteinander kombinieren.

So wird Bayreuth im Jahr des 150. Festspieljubiläums zu einem Ort der Familie – und zugleich zur Bühne für seine eigene Kunst.


Von Gabriele Munzert
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