Veröffentlicht am 04.09.2026 08:41

Bayreuth ist um ein Insektenbiotop reicher

Foto: Die Summer e.V.
Foto: Die Summer e.V.
Foto: Die Summer e.V.
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Foto: Die Summer e.V.

Am Samstag, 29. August, wurde in der Wilhelminenaue kräftig angepackt. Der Verein „Die Summer“ verwandelte das ehemalige St.-Georgen-Modell in ein Insektenbiotop. Rund 500 Quadratmeter Schotterfläche wurden dafür entsiegelt.

Der größte Teil der Fläche besteht nun aus einer angesäten, mageren Sandfläche. Ein Sandhochbeet und ein Reptilienhabitat mit Steinhaufen und Totholz bieten zusätzliche Lebensräume.

Ein eingespieltes Team
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Endergebnis“, sagt Silvia Dischner, Vorstandsmitglied von „Die Summer“. Ein großer Teil der Arbeit war bereits in den Tagen zuvor erledigt worden.

Zunächst mussten 567 Betonplatten entfernt werden. Auf ihnen hatten zuvor die Modellhäuschen gestanden. Die Platten wurden anschließend für den Bau eines Hochbeets verwendet.

„Zum Glück kamen 16 Ehrenamtliche, die bis in die Dunkelheit hinein mitgeholfen haben“, erzählt Dischner.

In den folgenden zwei Tagen wurde das Vlies unter der Schotterfläche entfernt. Zudem wurden 80 Tonnen Sand angeliefert und mit einem Bagger verteilt.

Am Samstag ging es mit knapp 15 Ehrenamtlichen weiter. Die Fugen des Hochbeets wurden mit mehr als 150 heimischen Wildpflanzen bepflanzt. Außerdem entstanden ein Reptilienhabitat und Bereiche mit Totholz. Anschließend wurde Pflanzenerde in den Sand eingearbeitet und die Fläche eingesät.

„Bei einer solchen Umgestaltung gibt es viele Details zu beachten. Das gelingt nur mit einem motivierten und eingespielten Team“, sagt Thomas Pickel, ebenfalls Vorstandsmitglied.

Gute Zusammenarbeit
Die Idee für das Projekt entstand vor rund einem Jahr. Damals wandte sich der Förderverein Wilhelminenaue an „Die Summer“. Gemeinsam sollte überlegt werden, wie die Fläche künftig genutzt werden kann.

Nach mehreren Gesprächen stand der Termin für die Umgestaltung Ende August 2026 fest.

„Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein Wilhelminenaue und die Unterstützung der Stadt Bayreuth“, sagt Dischner. Auch das Stadtgartenamt half mit. Zwei Tage lang stellte es einen Radlader samt Baggerfahrer zur Verfügung.

Auch Trockenheitskünstler brauchen anfangs Wasser
Damit im kommenden Jahr ein buntes Blütenmeer entsteht, muss die Ansaat zunächst gut anwachsen. Dabei könnte etwas Regen helfen.

„Wir würden uns natürlich etwas mehr Regen wünschen“, sagt Pickel. In den ersten Wochen soll die Fläche deshalb bei Bedarf bewässert werden.

Danach brauchen die Pflanzen nur noch wenig Unterstützung. „Wenn sie sich einmal etabliert haben, kommen sie sehr gut mit Trockenheit zurecht“, erklärt Pickel.


Von Jessica Mohr
jm
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