Bei zwei Einsätzen der Bayreuther Polizei kam es gestern zu rechtsradikalen Äußerungen. Einer der Tatverdächtigen leistete bei der Festnahme Widerstand, bei dem auch ein Beamter verletzt wurde.
Zunächst teilte ein Passant gegen 21 Uhr beim Notruf der Polizei mit, dass ein Mann am Bayreuther Stadtparkett herumschreit. Dabei äußerte er rechtsradikale Parolen und zeigte den Hitlergruß.
Mehrere Streifen der Polizei Bayreuth-Stadt fuhren daraufhin zum Einsatzort und nahmen den 41-jährigen wohnsitzlosen Deutschen fest. Sie zeigten den Mann an und nahmen ihn in Gewahrsam. Hierbei beleidigte er einen der eingesetzten Beamten. Weil sich im Verlauf des polizeilichen Gewahrsams Anzeichen für einen psychischen Ausnahmezustand zeigten, kam der Mann in ein Krankenhaus. Die Kripo Bayreuth übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Schließlich kam es gegen 23 Uhr zu einem weiteren Einsatz. In einem Restaurant im Stadtteil Obere Röth stritten zwei Gäste. Um den Streit zu schlichten, fuhren mehrere Streifenbesatzungen zu der Wirtschaft. Bei den Gästen handelte es sich um zwei 46-jährige tschechische Staatsangehörige.
Beide weigerten sich, den Nahbereich des Restaurants zu verlassen. Stattdessen leisteten sie Widerstand und einer der beiden äußerte rechtsradikale Parolen. Die Beamten nahmen die Männer daraufhin fest und sie mussten die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Im Verlauf der Festnahme erlitt ein Beamter leichte Verletzungen an der Hand. Die Männer müssen sich nun wegen des Verdachts mehrerer Straftaten verantworten.