Veröffentlicht am 02.09.2026 11:56

GEWOG bringt Großprojekt auf die Zielgerade

Foto: red
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Das Wohnbauprojekt der GEWOG in der Unteren Rotmainaue geht auf die Zielgerade. Am 1. September wurden gleich zwei Meilensteine gefeiert. Für die Gebäude 10/12 wurde Richtfest gefeiert. Gleichzeitig fiel der symbolische Startschuss für den letzten Bauabschnitt mit den Gebäuden 6/8.

Seit 2016 entsteht in der Unteren Rotmainaue ein neues Wohnquartier. Insgesamt rund 170 Wohnungen sind dort bereits entstanden oder befinden sich noch im Bau. Die Fertigstellung ist früher als zunächst geplant.

„Was wir heute in der Unteren Rotmainaue feiern, ist weit mehr als ein Richtfest und ein Spatenstich. Es ist der sichtbare Beweis dafür, dass die Stadt und die GEWOG auch in schwierigen Zeiten ihren Kurs halten, um Wohnraum in Bayreuth zu schaffen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel.

32 geförderte Wohnungen entstehen
Mit dem Spatenstich für die Gebäude 6/8 beginnt der vierte und letzte Bauabschnitt. Die vorbereitenden Pfahlgründungen sind bereits abgeschlossen. Die Rohbauarbeiten starten nun.

Für das Projekt erhält die GEWOG rund acht Millionen Euro aus einem Förderprogramm des Freistaates Bayern. Das Gesamtvolumen liegt bei rund zehn Millionen Euro. Geplant sind 32 Wohnungen. Durch die einkommensorientierte Förderung können sie deutlich günstiger vermietet werden. Die Mieten liegen rund 35 Prozent unter dem marktüblichen Niveau.

Damit entsteht in innenstadtnaher Lage dauerhaft bezahlbarer Wohnraum. Das Angebot richtet sich auch an Haushalte mit geringerem Einkommen.

Rohbau für 31 Wohnungen abgeschlossen
Auch bei den Gebäuden 10/12 ist ein wichtiger Schritt geschafft. Der Rohbau steht. Deshalb konnte dort Richtfest gefeiert werden.

In den beiden Gebäuden entstehen 31 Wohnungen. Die Investitionskosten liegen bei rund 11,9 Millionen Euro. Auch dieses Vorhaben wurde durch eine Förderung des Freistaates ermöglicht.

Steigende Bau- und Materialkosten sowie hohe Zinsen erschweren derzeit viele Bauprojekte. Fördermittel sind deshalb für die GEWOG ein wichtiger Baustein, um neue Wohnungen zu schaffen und bezahlbare Mieten anbieten zu können.

Geplant sind Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Alle Einheiten werden barrierefrei zugänglich sein und dem KfW-Effizienzstandard 40 entsprechen. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine eigene Holzpellet-Heizzentrale. Photovoltaikanlagen sollen das Energiekonzept ergänzen.

Nachhaltiges Quartier
Auch bei den bereits realisierten Gebäuden setzt die GEWOG auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Häuser werden in monolithischer Bauweise errichtet. Auf eine Dämmung mit Polystyrol wird verzichtet.

Holzpellet-Heizungen und Photovoltaikanlagen sollen den CO₂-Ausstoß reduzieren. Gleichzeitig können dadurch die Nebenkosten gesenkt werden. Für die Erdgeschosswohnungen sind Mietergärten vorgesehen. Die Stellplätze werden für das Laden von Elektrofahrzeugen vorbereitet.

Ein wichtiger Partner bei der Umsetzung ist die Anton Steininger GmbH aus Neunburg vorm Wald. Das Bauunternehmen übernimmt die Rohbauarbeiten über mehrere Bauabschnitte hinweg.

GEWOG-Geschäftsführer Jürgen Kastner würdigte die Zusammenarbeit: „Die Anton Steininger GmbH hat wesentlich zur Realisierung des Quartiers beigetragen. Die Zusammenarbeit war von Anfang an geprägt von Professionalität, Offenheit und dem gemeinsamen Willen, auch schwierige Phasen zu meistern.“

Stadt investiert in bezahlbaren Wohnraum
Möglich wurde das gesamte Projekt durch Grundstückseinbringungen der Stadt Bayreuth. Dafür wurde das Stammkapital der GEWOG in den Jahren 2016, 2019 und 2021 erhöht.

Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel sieht darin eine bewusste Entscheidung der Stadt: „Wir setzen kommunales Vermögen ein, damit Menschen in dieser Stadt ein gutes, sicheres und erschwingliches Zuhause finden.“

Die Planungen für das Quartier begannen 2015. Ein Jahr später starteten die Arbeiten am ersten Bauabschnitt. Mit dem vierten Abschnitt geht das Projekt nun in seine letzte Phase. Nach Abschluss sollen in der Unteren Rotmainaue mehr als 170 Wohnungen für Familien, Senioren und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zur Verfügung stehen.


Von Jessica Mohr
jm
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